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Engagement wird erwartet, langfristige Entwicklung jedoch zu wenig gefördert

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung in Dresden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

* Engagiertes und motiviertes Kollegium.
* Moderne pädagogische Ansätze und eine starke Orientierung an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler.
* Raum für Eigeninitiative und eigene Ideen.
* Grundsätzlich ein interessantes Arbeitsumfeld mit Potenzial.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

* Fehlende Transparenz in der Kommunikation und bei Entscheidungsprozessen.
* Rückmeldungen und Erwartungen wurden nicht immer frühzeitig und eindeutig kommuniziert.
* Fehlender Rückhalt für Lehrkräfte in Konfliktsituationen.
* Die Perspektive von Eltern und Schülerinnen bzw. Schülern wurde teilweise höher gewichtet als die fachliche Einschätzung der Lehrkräfte.
* Berufseinsteigerinnen erhielten aus meiner Sicht nicht immer die gleichen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten wie andere Mitarbeitende.
* Arbeitsleistungen wurden teilweise auf Basis kurzer Beobachtungsphasen beurteilt, anstatt kontinuierlich und ganzheitlich bewertet zu werden.
* Politische Themen hätten ausgewogener und neutraler vermittelt werden können.
* Die Vergütung stand nicht immer im Verhältnis zum tatsächlichen Arbeitsaufwand.

Verbesserungsvorschläge

Klare Erwartungen, frühzeitige Rückmeldungen und transparente Entscheidungsprozesse würden viele Unsicherheiten vermeiden. Neue Lehrkräfte sollten begleitet und gefördert werden, anstatt auf Grundlage kurzer Beobachtungsphasen beurteilt zu werden. Darüber hinaus wären mehr Rückhalt für Lehrkräfte sowie eine ausgewogene Berücksichtigung aller Beteiligten sinnvoll.

Arbeitsatmosphäre

Wer konsequent Grenzen setzte oder nicht bei allen Schülerinnen und Schülern beliebt war, musste damit rechnen, dass Beschwerden schnell Gewicht bekamen. Mehr Rückhalt für Lehrkräfte würde die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern.

Image

Die politische Bildung wirkte aus meiner Sicht nicht immer ausreichend neutral und ausgewogen. Bestimmte gesellschafts- und politikbezogene Themen wurden sehr einseitig vermittelt, wodurch der Raum für eine offene, differenzierte und eigenständige Meinungsbildung eingeschränkt erschien. Teilweise entstand der Eindruck, dass Ängste im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen stärker thematisiert wurden, anstatt Schülerinnen und Schüler zu einem reflektierten und faktenbasierten Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven zu befähigen. Eine Schule sollte politische Neutralität wahren und ein Umfeld schaffen, das Meinungsvielfalt, kritisches Denken und respektvollen Diskurs fördert.

Work-Life-Balance

Ein hoher persönlicher Einsatz, sorgfältige Vorbereitung und die Bereitschaft, weit über das Erwartbare hinauszugehen, wurden zunächst wahrgenommen und positiv bewertet. Umso schwerer nachvollziehbar war es, dass die abschließende Beurteilung nach einer einzigen Unterrichtsstunde erfolgte und der zuvor gezeigte Aufwand kaum noch berücksichtigt wurde. Eine objektive und kontinuierliche Bewertung der Arbeitsleistung hätte mehr Transparenz und Fairness geschaffen.

Karriere/Weiterbildung

Es entstand der Eindruck, dass Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten nicht für alle Mitarbeitenden gleichermaßen galten. Während anderen die Chance gegeben wurde, sich weiterzuentwickeln, wurde mir diese Möglichkeit nicht in vergleichbarer Weise eingeräumt. Eine transparente und einheitliche Förderung aller Mitarbeitenden wäre wünschenswert gewesen.

Gehalt/Benefits

Eine offene Gehaltskultur war für mich nicht erkennbar. Gespräche über Vergütung wirkten wenig erwünscht, obwohl Transparenz bei diesem Thema zu einem fairen und vertrauensvollen Arbeitsumfeld beitragen kann.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war unterschiedlich ausgeprägt. Obwohl einzelne Kolleginnen und Kollegen sehr unterstützend waren, hatte ich insgesamt nicht das Gefühl, in schwierigen Situationen ausreichend Rückhalt zu erhalten.

Vorgesetztenverhalten

Entscheidungen wurden überwiegend intern getroffen, ohne dass ich die Möglichkeit hatte, daran teilzunehmen oder meine Sichtweise einzubringen. Die abschließende Beurteilung basierte unter anderem auf einer sehr kurzen Beobachtungsphase von lediglich einer Unterrichtsstunde, die aus meiner Sicht nicht ausreichte, um meine Arbeit ganzheitlich zu bewerten. Gleichzeitig entstand der Eindruck, dass die Zufriedenheit von Eltern und Schülerinnen und Schülern einen sehr hohen Stellenwert hatte, während die pädagogische Perspektive der Lehrkräfte weniger berücksichtigt wurde. Mehr Transparenz, Objektivität und eine ausgewogene Einbeziehung aller Beteiligten wären wünschenswert gewesen.

Die Begründung der Kündigung stand aus meiner Sicht nicht im Einklang mit den anschließenden Personalentscheidungen. Wenn Berufserfahrung das ausschlaggebende Kriterium gewesen wäre, erscheint die erneute Suche nach Quereinsteigenden nur schwer nachvollziehbar. Mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der Kommunikation hätten zu einem faireren Umgang beigetragen.

Arbeitsbedingungen

In Konfliktsituationen entstand der Eindruck, dass die Zufriedenheit von Eltern und Schülerinnen bzw. Schülern Priorität hatte, während Lehrkräfte nicht immer die notwendige Unterstützung und Rückendeckung erhielten. Langfristig kann dies die Arbeitsbedingungen und die pädagogische Arbeit erheblich erschweren.

Kommunikation

Feedback wurde grundsätzlich gegeben und ich habe mich bemüht, dieses umzusetzen. Die Art und Weise, wie ich die vereinbarten Punkte umgesetzt habe, wurde zunächst als ausreichend und zufriedenstellend bewertet. Umso schwerer nachvollziehbar war es, dass dieselben Aspekte am Ende plötzlich anders beurteilt wurden. Eine konsistente, transparente und frühzeitige Kommunikation von Erwartungen und Bewertungen wäre wünschenswert gewesen.

Gleichberechtigung

Der Umgang mit Berufseinsteigerinnen und Quereinsteigenden wirkte nicht einheitlich. Anderen Personen wurde die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln und in die Rolle hineinzuwachsen, während mir diese Chance aus meiner Sicht nicht in gleichem Maße eingeräumt wurde. Eine nachvollziehbare und faire Förderung aller Mitarbeitenden wäre wünschenswert.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

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