Sicherer Arbeitgeber mit starken Wurzeln und internationalen Perspektiven
Gut am Arbeitgeber finde ich
EagleBurgmann ist für mich ein sicherer und verlässlicher Arbeitgeber mit einer starken regionalen Verwurzelung. Erfreulich finde ich, dass weiterhin in den Standort investiert wird und damit langfristige Perspektiven geschaffen werden.
Besonders geschätzt habe ich die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen. Über die Jahre sind zahlreiche respektvolle, vertrauensvolle und teilweise sogar freundschaftliche Arbeitsbeziehungen entstanden. Der Umgang miteinander war überwiegend wertschätzend und professionell.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Zugehörigkeit zur Freudenberg-Gruppe. In meiner Funktion hatte ich die Möglichkeit, Einblicke in unterschiedlichste Business Groups, Geschäftsmodelle und Industrien zu erhalten. Diese bereichsübergreifende Zusammenarbeit hat meinen fachlichen Horizont erheblich erweitert und mir sowohl beruflich als auch persönlich einen großen Mehrwert gebracht. Am Ende hat sie auch zu einem weiteren Entwicklungsschritt geführt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teilweise prägen noch recht traditionelle Denkweisen und schwerfällige Prozesse den Arbeitsalltag. Organisatorische Veränderungen werden nicht immer ausreichend differenziert umgesetzt, sondern wirken stellenweise nach dem Gießkannenprinzip. Zudem gibt es Bereiche mit einem vergleichsweise großen Verwaltungs- und Führungsapparat. Flachere Hierarchien, weniger Führungsebenen und klarere Verantwortlichkeiten könnten die Effizienz und Entscheidungsfähigkeit deutlich verbessern. Insgesamt wäre in manchen Bereichen weniger Organisation und mehr Pragmatismus der bessere Weg.
Verbesserungsvorschläge
Ein wichtiger Punkt ist die Kommunikation durch die Geschäftsführung. Obwohl die wirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens aus meiner Sicht sehr solide sind und insbesondere die Umsatzrendite auf einem guten Niveau liegt, standen in Mitarbeiterveranstaltungen häufig Sparmaßnahmen und Personalabbau im Vordergrund. Diese Kommunikation erzeugt Unsicherheit in der Belegschaft und wirkt teilweise nicht nachvollziehbar. Eine differenziertere und transparentere Einordnung der wirtschaftlichen Situation durch das Management würde das Vertrauen der Mitarbeitenden stärken.
Darüber hinaus sollten bestehende Silos konsequenter aufgebrochen werden. Zwar gibt es entsprechende Initiativen, jedoch fehlt häufig die letzte Konsequenz bei der Umsetzung. Eine stärkere bereichsübergreifende Zusammenarbeit würde Effizienz und Innovationskraft fördern.
Außerdem halte ich es für sinnvoll, einzelne Organisationsstrukturen kritisch zu hinterfragen. In manchen Bereichen könnten flachere Hierarchien und eine geringere Anzahl an Führungsebenen die Entscheidungswege deutlich verkürzen. Derzeit müssen Entscheidungen teilweise mehrere Instanzen durchlaufen, was Geschwindigkeit und Agilität einschränken kann. Weniger Hierarchieebenen würden aus meiner Sicht zu mehr Eigenverantwortung, schnelleren Entscheidungen und einer moderneren Arbeitsweise beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt habe ich die Unternehmenskultur bei EagleBurgmann überwiegend positiv wahrgenommen. Die Kommunikation verlief größtenteils professionell, respektvoll und auf Augenhöhe. Natürlich gab es vereinzelt Situationen oder Personen, bei denen dies nicht immer der Fall war, was jedoch aus meiner Sicht in jedem Unternehmen vorkommt.
Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem beim Teamzusammenhalt. Die Zusammenarbeit war häufig eher von individuellen Verantwortungsbereichen geprägt. Ein stärkeres Wir-Gefühl sowie mehr bereichsübergreifende Zusammenarbeit könnten die Unternehmenskultur zusätzlich stärken.
Das Verhalten der Führungskräfte habe ich als durchwachsen erlebt. Es gab positive Beispiele, zugleich aber auch Führungskräfte, die in ihrer Rolle noch Entwicklungspotenzial hatten, insbesondere hinsichtlich Mitarbeiterführung, Transparenz und Teamentwicklung.
Zusammenfassend bietet EagleBurgmann eine grundsätzlich professionelle und respektvolle Arbeitsumgebung mit Verbesserungspotenzial bei Teamkultur und Führungsverhalten.
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude, in dem ich tätig war, ist in die Jahre gekommen und weist einige Mängel auf, die den Arbeitsalltag spürbar beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem defekte Fenster, teilweise nicht funktionierende Türen sowie eine veraltete Ölheizung.
Gerade vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit und modernen Arbeitsplatzkonzepten erscheint die Nutzung einer Ölheizung aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Effizienz, wenn im Zuge von Hybrid Work große Büroflächen beheizt werden, die an manchen Tagen nur von wenigen Mitarbeitenden genutzt werden.
Das Großraumbüro selbst ist sicherlich Geschmackssache. Für mich überwogen die Nachteile. Insbesondere bei längeren Telefonaten oder vertraulichen Gesprächen empfand ich die Umgebung häufig als störend. Die Geräuschkulisse und die eingeschränkten Rückzugsmöglichkeiten erschweren konzentriertes Arbeiten und vertrauliche Abstimmungen.
Die grundlegende Büroausstattung hat ihren Zweck erfüllt und die Arbeitsplätze sind funktional eingerichtet. Das neu gebaute Innovation Center macht hier einige Dinge deutlich besser.
Gehalt/Benefits
Mit den Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten bei EagleBurgmann war ich insgesamt sehr zufrieden. Ich hatte die Möglichkeit, mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln und konnte im Laufe der Zeit verschiedene Aufgaben und Verantwortungsbereiche übernehmen bis hin zu einem Konzerninternen Wechseln in einen anderen Bereich.
Besonders positiv empfinde ich das jährliche Mitarbeitergespräch bzw. die Performance-Reviews. Diese bieten einen guten Rahmen für Feedback, Reflexion und den Austausch über die persönliche Entwicklung. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht jedoch, dass daraus noch häufiger konkrete Entwicklungspläne mit klaren Maßnahmen und Zielsetzungen abgeleitet werden.
In den letzten Jahren hatte ich teilweise den Eindruck, dass das Image des Unternehmens durch verschiedene Veränderungen etwas gelitten hat. Viele der diskutierten Themen sind jedoch aus meiner Sicht typische Herausforderungen eines global agierenden Unternehmens und nicht ungewöhnlich. Meine persönliche Erfahrung deckt sich daher nicht immer mit einzelnen kritischen Stimmen.

