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Erfahrung im Bewerbungsprozess – gemischte Eindrücke

2,1
Absage
Bewerber/inHat sich 2025 in Hamburg als ERP Berater beworben und eine Absage erhalten.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe mich für die Position als ERP-Berater beworben und bin daraufhin zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen worden.
Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen, die Erstgespräche online führen, hat mein erstes Gespräch vor Ort stattgefunden. Die Firma war jedoch schwer zu finden: Es hat kein offizielles Firmenschild am Gebäude gegeben, lediglich ein ausgedruckter Zettel mit dem Firmennamen an der Tür. Das hat etwas improvisiert gewirkt.

Das Gespräch selbst ist relativ kurz gewesen. Ich habe zunächst mit einer HR-Mitarbeiterin gesprochen und anschließend mit einem der Geschäftsführer. Beide Gespräche sind grundsätzlich freundlich verlaufen, und man hat mir mitgeteilt, dass mein Profil interessant sei. Am Ende hat man mir zugesagt, dass ich eine kleine Aufgabe erhalten würde, die ich bis Ende der folgenden Woche bearbeiten sollte. Allerdings habe ich diese Aufgabe nie erhalten. Nach einigen Tagen ohne Rückmeldung habe ich höflich nachgefragt – und lediglich eine kurze Nachricht erhalten, dass man sich entschieden habe, meine Bewerbung nicht weiterzuverfolgen. Diese abrupte Wendung hat im Widerspruch zur vorherigen Kommunikation gestanden und auf mich unprofessionell gewirkt.

Ein Punkt, den ich anmerken möchte: In der Stellenausschreibung auf der Website des Unternehmens wurde kein Hinweis darauf gegeben, dass spezifische Erfahrung mit Microsoft Dynamics 365 erforderlich sei. Die Beschreibung war sehr allgemein gehalten und hat den Eindruck vermittelt, dass es sich um eine Junior-Position handelt. Obwohl in meinem Lebenslauf klar ersichtlich war, dass ich keine Vorerfahrung mit Microsoft Dynamics habe, wurde ich dennoch zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich habe mir die Zeit genommen, vorbereitet, bin zum Gespräch erschienen – nur um später eine Absage mit der Begründung zu erhalten, dass mir genau diese Erfahrung fehle.

Wenn diese Qualifikation tatsächlich eine Voraussetzung für die Position ist, wäre es deutlich hilfreicher – sowohl für Bewerber als auch für das Unternehmen selbst – dies von Anfang an klar und transparent in der Stellenanzeige zu kommunizieren. Außerdem sollte bei der Durchsicht von Bewerbungsunterlagen bereits berücksichtigt werden, ob die grundsätzlichen Anforderungen erfüllt sind – um unnötige Zeit und Aufwand auf beiden Seiten zu vermeiden.

Falls es andere Gründe für eine Absage gibt, wäre es zudem wünschenswert, diese offen zu kommunizieren, statt im Nachhinein ein Kriterium anzuführen, das bereits zu Beginn bekannt war.

Ein weiterer Punkt, der mich persönlich sehr irritiert hat, ist eine Aussage der HR-Mitarbeiterin zu Beginn des Gesprächs gewesen. Als jemand, der legal nach Deutschland eingewandert ist, hat mich die Art, wie sie ihre Frage formuliert hat, überrascht und unangenehm berührt – es hat so geklungen, als sei sie davon ausgegangen, dass ich auf „illegalem“ Weg nach Deutschland gekommen sei. Mir ist bewusst, dass die HR-Mitarbeiterin sehr jung war und es sich vermutlich um ihre erste Berufserfahrung gehandelt hat. Dennoch hätte ich mir mehr Sensibilität und Professionalität in diesem Kontext gewünscht. Wenn ein internationales Profil im Raum sitzt, sollte klar sein, dass persönliche oder sensible Themen wie Migration oder Herkunft nicht Gegenstand eines Vorstellungsgesprächs sein sollten – zumindest nicht auf eine Art, die auf Vorurteile schließen lässt.

Ich weiß nicht, welche persönlichen Meinungen sie im privaten Umfeld über Menschen aus weniger privilegierten Ländern wie meinem hegt – aber in einem professionellen Rahmen sollte es einzig und allein um die Qualifikation, Motivation, Persönlichkeit und das fachliche Potenzial des Bewerbers gehen. Herkunft, Einreiseweg und Aufenthaltsgeschichte sind in diesem Kontext irrelevant und sollten kein Thema im Gespräch sein.

Ich bedanke mich bei dem Unternehmen für die Einladung, aber mein Gesamteindruck ist gewesen, dass der Bewerbungsprozess unstrukturiert und in Teilen unprofessionell verlaufen ist. Gerade bei kleinen Firmen sind Transparenz, klare Kommunikation und kulturelle Sensibilität im Recruiting-Prozess besonders wichtig leider habe ich das hier vermisst.


Erklärung der weiteren Schritte

Professionalität des Gesprächs

Zufriedenstellende Reaktion

Wertschätzende Behandlung

Vollständigkeit der Infos

Erwartbarkeit des Prozesses

Zufriedenstellende Antworten

Zeitgerechte Zu- oder Absage

Angenehme Atmosphäre

Schnelle Antwort

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