Aus der kulturellen Zeitkapsel raus? Nicht mit dieser Unternehmensführung...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Produktportfolio...wobei auch die Neuproduktentwicklung ziemlich nachgelassen hat. Und der Zusammenhalt der Kollegen, die arbeiten jedoch im Schnitt 12-15 Jahre zusammen und kennen keine wirkliche Alternative.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führung: Traditionalistische, hierarchische Strukturen; Raum für offene Diskussionen ist begrenzt bzw. nicht ehrlich, vielmehr m.E. toxisch; Empowerment fehlt komplett (vgl. fehlender Invest in Führungskräfte- und Personalentwicklung)
Organisation: Eingefahrene Prozesse, geringe Veränderungsbereitschaft; langsame Implementierung neuer Systeme
Mitarbeiter: Hohe Fluktuation bei Neueinstellungen insbesondere auf höheren Karrierestufen; Druck, „mit dem Strom zu schwimmen“, Hemmnisse bei konstruktiver Kritik.
Arbeitsbedingungen Lagerlogistik: Sicherheit, Effizienz und Belastung müssen faktenbasiert geprüft und optimiert werden, neues Lager hin oder her
Verbesserungsvorschläge
- Weiterbildung stärken
- Transparente Kommunikation und Feedback-Kultur
- Prozess- und Organisationsprinzipien modernisieren
- Führungskräfte-Entwicklung zu modernen Managementmethoden
- echtes Empowerment und Verantwortungsübernahme
-grundsätzlich mehr Ehrlichkeit und weniger vertuschte Ellenbogen-Mentalität
- aktuelle Geschäftsführerin austauschen ;)
Arbeitsatmosphäre
Das Kollegium rettet den grundsätzlichen Vibe in dem es weitgehend zueinander hält.
Kommunikation
man ist m:E. bemüht, über ein Intranet transparent zu kommunizieren. Aber es wird auch gelästert und getuschelt und über MA gelacht...befremdlich
Kollegenzusammenhalt
Der Großteil arbeitet seit vielen Jahren zusammen, was einfach zusammenschweißt. Dennoch schwelgen die langjährig Betriebszugehörigen in Erinnerung der inhabergeführten Leitung.
Work-Life-Balance
Zeiterfassung wird verteufelt, ist aber nunmal Pflicht. Es gibt nur Sonderregelungen und Ausgleichsszenarien bei starkem Überstundenbestand, wenn man sie aktiv einfordert. Ansonsten wird gerne jede Minute Mehrarbeit infrage gestellt und an schlechtes Selbstmanagement und Zeitmanagement adressiert. Keine Reflektion, ob Aufgabenportionen zum Arbeitsmodell passen. "Krank sein" kann bei Garpa leider auch schnell ein Verhängnis werden.
Vorgesetztenverhalten
klassisches Einlieniensystem, was sehr wenig mit moderner Arbeitswelt zu tun hat. Zwar ein Leadership/Teamleiterstrukturen unterhalb des C-Levels etabliert, welches mit Schwertern ohne Klingen kämpft. Solange man der GF nicht kritisch gegenüber tritt und nach dem Mund redet, kann es gut laufen, aber grundsätzlich wird ein starkes Obrigkeitsdenken vorausgesetzt
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind je nach Gewerk vielseitig. Garpa steckt beim digitalen Transformationsprozess noch am Anfang, daher gibt’s gelegentlich längere Implementationserien und etwas Unsicherheit bei neuen Prozessen. In Abteilungen wie der Buchhaltung und im Einkauf wird noch sehr nach alter Schule gearbeitet.
Gleichberechtigung
das läuft gut
Umgang mit älteren Kollegen
Der Altersdurchschnitt ist hoch. Eher die jungen Mitarbeiter werden aus meiner Sicht nicht zeitgemäß abgeholt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
keine Mülltrennung außer Papier
Gehalt/Benefits
Durchschnittsgehälter liegen unter Gehaltsbenchmarks. Bei bestimmten Karriereleveln und gutem Draht zur Geschäftsführung können individuelle Sonderregelungen oder „Nasenfaktor“-Effekte zu Abweichungen führen.
Image
Das Image aus der Vergangenheit verblasst. Die Möbel stehen weiterhin für Qualität und Langlebigkeit, doch das Image als Arbeitgebermarke wirkt fragwürdig. Wachstum ist nicht erkennbar; im Gegenteil, Mitarbeitende sprechen positiv von der Zeit, als das Unternehmen noch inhabergeführt war.
Karriere/Weiterbildung
Ein Invest im Bereich Personalentwicklung ist mit Ausnahme des Customer Cares (hier wird geschult) ein Krampf. Die GF sieht oftmals keinen Mehrwert bzw. setzt eigenes Lernen stark voraus.