Toxisches HR-Team und Machtspiele in der Probezeit
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man geht davon aus, dass ein Arbeitgeber den Prozess der Probezeit transparent und einfühlsam gestaltet. Doch hier war das Gegenteil der Fall: Nur zwei Wochen vor Ablauf meiner Probezeit reichten mir beide Kolleginnen überraschend die Kündigung ein. Einen triftigen Grund konnten sie nicht benennen – außer, dass sie mich schlichtweg nicht mögen.
Bereits in den ersten Tagen war spürbar, dass im Team eine klare Hierarchie unter den Kolleginnen bestand, obwohl wir formal auf der gleichen Ebene arbeiten sollten. Diese respektlose Behandlung, bei der solch direkte Aussagen ohne nachvollziehbare Erklärung gemacht werden, offenbart in eindrucksvoller Weise das mangelnde Niveau und die fehlende Empathie mancher Verantwortlicher.
Die Feedbackgespräche verliefen zwar unauffällig, doch offenbar genügt es, nicht nach ihrem strikten Diktat zu tanzen und nicht alle (auch ihre) Aufgaben zu übernehmen, um als unerwünscht zu gelten. Es geht hierbei nicht um ein generelles Fehlpassen in die Firma, sondern um das Bestehen eigenartiger Hierarchien, in denen nicht die Geschäftsführung, sondern einzelne Kolleginnen ihre Vorstellungen durchzusetzen versuchen.
Schmerzhaft ist auch, dass die Geschäftsführung selbst niemals das Gespräch suchte. Stattdessen glaubte man den Erzählungen, dass meine Arbeit mangelhaft sei und ich ahnungslos wirke. So herrscht in der HR-Abteilung eine Art Blase, in der hochnäsige Personen sich als unantastbare Entscheider präsentieren und alles nach ihrem Belieben regeln – ganz zu schweigen davon, dass engagierte und kompetente Kollegen systematisch herabgesetzt werden.
Ich bin erleichtert, diesem toxischen Umfeld entkommen zu können, auch wenn es in anderen Abteilungen durchaus gute Menschen gibt. Doch um echten Wandel zu bewirken, muss auch der Unmut offen angesprochen werden – denn nur so kann sich etwas grundlegend ändern.