Ernüchternde Erfahrung nach 5 Jahren bei GW im Bereich Air Export
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Fluktuation spricht für sich: Es besteht ein ständiger Bedarf an neuen Mitarbeitenden, was auch auf der internen Plattform sichtbar ist. Leider hält dies das Unternehmen nicht davon ab, eine „Hire-and-Fire“-Mentalität zu pflegen – Mitarbeitende, die nicht ins Bild passen oder unbequem werden, wurden ausgetauscht. Dieses Vorgehen habe ich als demotivierend und respektlos empfunden.
Ich war fünf Jahre im Bereich Air Export bei GW tätig. Anfangs vermittelte das Unternehmen einen offenen, fast familiären Eindruck. Doch dieser Eindruck wich mit der Zeit einer deutlich anderen Realität.
Rückblickend bin ich froh, das Unternehmen verlassen zu haben. Ich kann GW nur eingeschränkt empfehlen – insbesondere nicht für Menschen, die auf ein wertschätzendes, langfristig orientiertes und mitarbeiterfreundliches Arbeitsumfeld Wert legen.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs freundlich, später geprägt von Misstrauen und Leistungsdruck. Kaum echtes Miteinander.
Ein großer Kritikpunkt war der mangelnde Respekt und die fehlende Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden.
Leistungen wurden selten anerkannt. Stattdessen stand häufig ein einzelner Fehler im Vordergrund, während kontinuierlich zuverlässige Arbeit als selbstverständlich betrachtet wurde.
Work-Life-Balance
Viele Überstunden, die oft nicht abgebaut oder vergütet werden. Kaum Flexibilität.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten kaum vorhanden. Eigeninitiative wird nicht gefördert.
Kollegenzusammenhalt
Im Team überwiegend kollegialer Umgang, aber geprägt von hoher Fluktuation und Unsicherheit.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten einiger Führungskräfte war für mich enttäuschend. Es fehlte an Transparenz, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, klarer Kommunikation sowie an strukturierter und kompetenter Führung. Das Vertrauen in die Führungsebene war für mich nicht gegeben.
Kritisches Denken, Verbesserungsvorschläge oder Eigeninitiative waren nicht erwünscht und wurden eher negativ aufgenommen. Es herrscht eine stark hierarchische, autoritäre Führungskultur. Entscheidungen wurden meist von oben getroffen, ohne Einbindung der Mitarbeitenden.
Arbeitsbedingungen
Überstunden fielen regelmäßig an, konnten jedoch häufig nicht abgebaut werden und wurden am Jahresende ersatzlos gestrichen. Ich habe miterlebt, wie Kolleg:innen über 20 Stunden verloren haben – das wirkte sich spürbar negativ auf die Motivation im Team aus.
Gehalt/Benefits
Durchschnittlich. Keine besonderen Leistungen, keine faire Überstundenregelung.
Gleichberechtigung
Keine konkreten Diskriminierungserfahrungen
