Herausfordernde Rückkehr trotz engagierter Anfangsphase
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der kollegiale Umgang im Team war respektvoll. In der Anfangsphase habe ich Führungskräfte als unterstützend und wertschätzend erlebt. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichten individuelle Anpassungen und waren in persönlichen Ausnahmesituationen hilfreich.
Die Mitarbeit in der stellvertretenden Schwerbehindertenvertretung stellte für mich eine sinnvolle und verantwortungsvolle Aufgabe dar. Gleichzeitig habe ich den Umgang des Arbeitgebers mit diesem Amt als kritisch erlebt, da der zeitliche Einsatz hierfür aus meiner Wahrnehmung als Belastung für das Tagesgeschäft gesehen wurde und nicht uneingeschränkt unterstützt war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit Mitarbeitenden in gesundheitlich oder familiär herausfordernden Lebenssituationen habe ich als belastend erlebt. Trotz Einbindung interner und externer Stellen kam es aus meiner Sicht nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung meiner Situation.
Die fehlende Möglichkeit zur Rückkehr nach Elternzeit sowie der Umgang mit meiner Rolle als schwerbehinderte Mitarbeiterin hinterließen bei mir den Eindruck, dass soziale Verantwortung und langfristige Mitarbeiterbindung nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Verbesserungsvorschläge
Die Unterstützung bei der Rückkehr nach längeren Auszeiten (z. B. nach Krankheit oder Elternzeit) habe ich als unzureichend erlebt. Es fehlten aus meiner Sicht klare Wiedereinstiegskonzepte und eine verlässliche Begleitung in dieser Phase. Wesentliche Veränderungen in Aufgabenbereichen oder Teamstrukturen wurden teilweise kurzfristig kommuniziert, wodurch eine planbare und faire Rückkehr faktisch erschwert wurde.
Gerade in solchen Situationen hätte ich mir ein stärkeres Bewusstsein für soziale Verantwortung gewünscht