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Engineering
Bewertung

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Die Geschäftsführung ist aus meiner Sicht das Kernproblem dieses Unternehmens

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Neuss gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Projekte können fachlich interessant sein. Es gab oder gibt gute Mitarbeitende, viel technisches Wissen und Menschen, die wirklich versucht haben, Verantwortung zu übernehmen. Der Kollegenzusammenhalt war teilweise stark, gerade weil viele gemerkt haben, dass sie sich eher aufeinander verlassen können als auf die Führung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Geschäftsführung ist aus meiner Sicht das zentrale Problem. Fehlendes operatives Verständnis, schlechte Kommunikation, Ignoranz gegenüber fachlichen Warnungen, Schuldzuweisungen, Druck auf Mitarbeitende, Abbau von Benefits, fragwürdige Prioritäten und ein respektloser Umgang mit Kritik.

Das Unternehmen verliert oder vergrault genau die Menschen, die es eigentlich retten könnten.

Verbesserungsvorschläge

Die wichtigste Verbesserung wäre aus meiner Sicht ein vollständiger Austausch der Geschäftsführung. Nicht ein Coaching, nicht ein neues Leitbild, nicht der nächste interne Workshop. Die Probleme sitzen an der Spitze.

Es braucht eine Führung, die das operative Geschäft versteht, Verantwortung übernimmt, Fachleute ernst nimmt, sauber kalkuliert, ehrlich kommuniziert und Mitarbeitende respektvoll behandelt.

Solange die aktuelle Führung bestehen bleibt, werden alle anderen Maßnahmen nur Kosmetik sein. Der Fisch stinkt vom Kopf. Und hier riecht es nicht nach Fischmarkt, sondern nach liegengebliebenem Container im Hochsommer.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist aus meiner Sicht katastrophal und geprägt von Druck, Misstrauen, Schuldzuweisungen und Angst vor Konsequenzen. Das eigentliche Problem liegt nicht bei den Mitarbeitenden, sondern in der Führung. Genau dort werden falsche Entscheidungen getroffen, Warnungen ignoriert und Probleme so lange verschoben, bis sie den Mitarbeitenden vor die Füße fallen.
Wer Missstände anspricht, wird nicht ernst genommen, sondern schnell selbst zum Problem erklärt. Kritische Stimmen werden nach meinem Eindruck ausgegrenzt, schlechtgeredet oder aus dem Unternehmen gedrängt. So entsteht keine Unternehmenskultur, sondern ein Klima des Wegduckens.

Für mich ist klar: Solange diese Führung bleibt, wird sich an der Arbeitsatmosphäre nichts grundlegend verbessern.

Kommunikation

Die Kommunikation ist aus meiner Sicht eines der größten Warnsignale. Es wird nicht offen, ehrlich und sauber kommuniziert. Stattdessen gibt es Druck von oben, Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen und Durchhalteparolen.

Informationen kommen spät, unvollständig oder so, dass am Ende die Mitarbeitenden die Verantwortung für Probleme tragen sollen, die sie nicht verursacht haben. Die wirklichen Ursachen werden nicht konsequent benannt, weil sie aus meiner Sicht in der Geschäftsführung selbst liegen.

Eine ehrliche Kommunikation würde bedeuten, Verantwortung zu übernehmen. Genau das habe ich nicht erlebt.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war teilweise das Einzige, was den Laden überhaupt noch zusammengehalten hat. Viele Mitarbeitende waren engagiert, fachlich gut und haben versucht, Projekte, Kunden und interne Abläufe trotz der chaotischen Rahmenbedingungen zu retten.

Leider wird dieser Zusammenhalt von oben beschädigt. Mitarbeitende werden nach meinem Eindruck gegeneinander ausgespielt, schlechtgemacht oder isoliert, sobald sie unbequem werden. Das ist nicht nur unfair, sondern zerstört genau die Kompetenz, die das Unternehmen eigentlich dringend bräuchte.

Das Team ist nicht das Problem. Die Führung ist das Problem.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance existiert aus meiner Sicht praktisch nicht, wenn es ernst wird. Mitarbeitende sollen durch Überstunden, persönlichen Einsatz und ständigen Druck Fehler kompensieren, die strukturell und auf Führungsebene entstanden sind.

Wenn Kalkulationen nicht stimmen, Projekte schlecht gesteuert werden und Entscheidungen falsch getroffen werden, kann man das nicht dauerhaft auf dem Rücken der Mitarbeitenden austragen. Genau das passiert aber.

Die Verantwortung wird nach unten gedrückt, während oben keine echte Konsequenz gezogen wird. Das ist auf Dauer nicht tragbar.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht der zentrale Grund, warum dieses Unternehmen in der aktuellen Form keine gesunde Zukunft hat. Die Geschäftsführung hat nach meinem Eindruck weder das operative Geschäft noch die technischen, kaufmännischen und menschlichen Zusammenhänge ausreichend im Griff.

Warnungen von fachlich kompetenten Mitarbeitenden wurden ignoriert. Statt zuzuhören, wurde weitergemacht. Statt Fehler sauber aufzuarbeiten, wurden Schuldige gesucht. Statt Verantwortung zu übernehmen, wurde Druck erzeugt.

Besonders problematisch ist der Umgang mit Menschen, die widersprechen. Wer unbequeme Wahrheiten ausspricht, riskiert nach meinem Eindruck Ausgrenzung, schlechtes Gerede oder den Rausschmiss. Das ist kein Führungsstil, das ist Kontrollverlust mit Visitenkarte.

Aus meiner Sicht braucht dieses Unternehmen keine kleinen Korrekturen, keine Workshops und keine neuen Floskeln. Es braucht einen vollständigen Austausch der Geschäftsführung. Ohne personelle Konsequenzen an der Spitze wird sich nichts Wesentliches ändern.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst können interessant sein. Es gibt technisch anspruchsvolle Projekte, Sonderkonstruktionen und grundsätzlich Potenzial. Genau deshalb ist die Situation so bitter: Fachlich könnte aus diesem Unternehmen viel mehr werden.

Dieses Potenzial wird aber aus meiner Sicht durch schlechte Führung, falsche Prioritäten, mangelhafte Kalkulation, chaotische Projektsteuerung und fehlendes Verantwortungsbewusstsein an der Spitze zerstört.

Interessante Aufgaben helfen wenig, wenn man permanent die Folgen falscher Managemententscheidungen ausbaden muss.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung habe ich nicht als gelebtes Prinzip wahrgenommen. Entscheidend war aus meiner Sicht nicht, wer fachlich recht hat oder wer Verantwortung übernimmt, sondern wer zur Führung passt, nicht widerspricht und Entscheidungen mitträgt.

Kritische, erfahrene oder fachlich starke Mitarbeitende hatten nach meinem Eindruck eher Nachteile, wenn sie unbequem wurden. Das ist keine Gleichbehandlung, sondern ein System der Anpassung.

Wer Ja sagt, kommt weiter. Wer denkt, stört.

Umgang mit älteren Kollegen

Erfahrene Mitarbeitende wurden aus meiner Sicht nicht ausreichend respektiert oder eingebunden. Gerade Menschen, die Probleme früh erkannt und klar benannt haben, hätten gehört werden müssen. Stattdessen wurden Hinweise ignoriert oder als störend wahrgenommen.

Das ist absurd, weil ein Unternehmen mit technischen Projekten auf Erfahrung angewiesen ist. Wenn man genau diese Erfahrung abwertet oder aus dem Unternehmen drängt, sägt man am eigenen Fundament.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen haben sich aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. An kleinen Dingen für Mitarbeitende wird gespart, während die eigentlichen großen Probleme nicht gelöst werden. Parkplätze, Wasser, Kaffee und ähnliche Themen mögen einzeln klein wirken, zeigen aber sehr klar, welche Wertschätzung vorhanden ist.

Wenn ein Unternehmen bei grundlegenden Dingen für Mitarbeitende spart, gleichzeitig aber an anderer Stelle fragwürdige Prioritäten setzt, ist das ein deutliches Signal. Die Botschaft kommt an: Für die Leute, die den Laden am Laufen halten, ist kein Geld da. Für Managementfehler offenbar schon.

Das ist nicht konsequent. Das ist respektlos.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein echtes Sozialbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden habe ich nicht erlebt. Sozial wäre, Menschen fair zu behandeln, offen zu kommunizieren, Verantwortung zu übernehmen und Belastungen nicht dauerhaft nach unten abzuwälzen.

Stattdessen entstand bei mir der Eindruck, dass Mitarbeitende vor allem als austauschbare Ressourcen betrachtet werden. Wer funktioniert, wird belastet. Wer widerspricht, wird unbequem. Wer unbequem wird, soll weg.

Zum Umweltbewusstsein kann ich wenig sagen. Beim Sozialbewusstsein ist mein Eindruck eindeutig negativ.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Benefits wirken aus meiner Sicht unausgewogen und nicht fair priorisiert. Während bei normalen Mitarbeitenden gespart und Druck aufgebaut wird, entstand gleichzeitig der Eindruck, dass an anderer Stelle sehr großzügig mit Geld umgegangen wurde.

Benefits wurden gestrichen oder eingeschränkt. Gleichzeitig sollen Mitarbeitende immer mehr auffangen. Das passt nicht zusammen.

Leistung, Verantwortung und Belastung stehen aus meiner Sicht nicht in einem gesunden Verhältnis zur Anerkennung. Wer operativ den Schaden begrenzt, bekommt Druck. Wer oben entscheidet, zieht keine erkennbare Konsequenz.

Image

Das Image nach außen passt aus meiner Sicht nicht zur Realität im Unternehmen. Nach außen wirkt vieles professioneller, stabiler und strukturierter, als es intern tatsächlich erlebt wird.

Intern war mein Eindruck geprägt von wirtschaftlichem Druck, schlechter Kommunikation, beschädigtem Vertrauen, chaotischer Projektabwicklung und einer Führung, die die Verantwortung für die Lage nicht bei sich selbst sucht.

Das Problem ist nicht, dass einzelne Mitarbeitende unzufrieden sind. Das Problem ist, dass Anspruch und Wirklichkeit massiv auseinanderfallen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere und Weiterbildung spielen aus meiner Sicht keine echte Rolle, solange die Führungskultur so bleibt. Es gibt keine gesunde Entwicklungskultur, wenn kritische Kompetenz als Bedrohung gesehen wird.

Wer fachlich stark ist und Probleme offen anspricht, hat aus meiner Sicht schlechtere Chancen als jemand, der sich anpasst. Das ist für ein technisches Unternehmen fatal.

Weiterentwicklung braucht Vertrauen, Struktur und gute Führung. Genau daran fehlt es.

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