GfK Übernahme mit kalter Logik und menschlichen Kollateralschäden
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Erfahrung bei GfK nach der Übernahme durch NielsenIQ war extrem enttäuschend.
Aus interner Sicht fühlte sich die sogenannte „Fusion“ nicht wie eine echte Integration an, sondern wie eine gezielte Übernahme von geistigem Eigentum. Know-how, Methoden und Marktposition standen im Fokus – nicht die Menschen, die diese aufgebaut haben.
Besonders problematisch war die Diskrepanz zwischen externer Kommunikation und interner Realität. Nach außen wurde der Zusammenschluss als strategisch und zukunftsorientiert dargestellt, intern wurden jedoch systematisch GfK-Strukturen abgeschaltet, Wissen entwertet und langjährige Expertise ausgehebelt.
Ein einschneidender Moment war das Snapshotten und Sperren der Arbeitslaptops, wodurch gewachsene GfK-Intelligenz faktisch eingefroren wurde. Das wirkte weniger wie ein IT-Übergang und mehr wie ein bewusstes Blockieren von Legacy-Know-how, um den Abgang deutscher Mitarbeitender zu beschleunigen.
Auch ich wurde aktiv zum Gehen bewegt – verbunden mit einem Abfindungspaket inklusive Verschwiegenheitsklauseln. Wenn Schweigen vertraglich eingefordert wird, wirft das Fragen auf.