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Viele Worte, die nicht der Tat entsprechen!

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Lübeck gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einer der wenigen positiven Aspekte war die 4-Tage-Woche, die eine gute Work-Life-Balance ermöglichte. Es war auch von Vorteil, dass wir nach Hause geschickt wurden, wenn es nichts zu tun gab, und trotzdem bezahlt wurden, was bei einigen Firmen nicht der Fall ist, auch wenn es sich um eine gesetzliche Vorschrift handelt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Von Fairness und Gleichberechtigung war in diesem Betrieb kaum etwas zu spüren. Der Chef äußerte sich regelmäßig respektlos, mit rassistischen und abfälligen Bemerkungen gegenüber Asylsuchenden, der queeren Community und anderen Gruppen. Solche Aussagen stehen im klaren Widerspruch zu einem professionellen Auftreten und machten die Arbeitsatmosphäre extrem belastend. Probleme wurden nicht direkt angesprochen, sondern mit anderen Mitarbeitern hinter dem Rücken diskutiert.

Auch die Arbeitsbedingungen waren inakzeptabel. Grundlegende Sicherheitsstandards wurden massiv missachtet: Bei Arbeiten auf dem Steiger gab es keine Fallgurte, und bei Einsätzen mit einem Kran wurden keine Helme zur Verfügung gestellt. Es fehlte an grundlegender Ausrüstung wie einer eigenen Schleifmaschine, was dazu führte, dass wir für die Bearbeitung von Kanten zu anderen Firmen fahren mussten, mit einem unzureichenden Ergebnis.

Die Arbeitsplanung war äußerst ineffizient und unprofessionell. Termine wurden spontan und ohne vorausschauende Organisation vergeben. Das führte zu stundenlangen Leerlaufzeiten, die nicht nur unproduktiv waren, sondern auch unnötige Fahrten verursachten, die durch eine bessere Planung leicht hätten vermieden werden können.

In puncto Gehalt und Sozialleistungen herrschten ebenfalls Defizite. Die geringe Wochenarbeitszeit von 34 Stunden und die mangelhafte Planung führten zu einem niedrigen Einkommen. Ein versprochener Bonus für einen großen Auftrag wurde nie ausgezahlt, und weitere Sozialleistungen wurden nicht angeboten. Zudem gab es keine Förderung von Karriere und Weiterbildung. Auf die Frage nach Schulungen bekam man zu hören: "brauchst du nicht, denn bin ich da", was die fehlende Wertschätzung deutlich machte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mängel dieses Unternehmens tiefgreifend waren und das Gesamtbild der Firma negativ beeinflussten.

Verbesserungsvorschläge

Hier gibt es keine realistischen Verbesserungsvorschläge. Die fundamentalen Probleme liegen nicht bei organisatorischen Abläufen, sondern beim fehlenden Respekt und einem respektlosen Vorgesetztenverhalten. Dem Chef war es wichtiger, dass er seinen Dodge Ram fahren und seine Ehegattin ein Auto haben konnte, anstatt in das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu investieren. Solange der Chef eine solche Haltung gegenüber seinen Angestellten, Minderheiten und anderen Menschen hat, sind alle anderen Mängel, wie die schlechte Planung oder die fehlende Ausrüstung, zweitrangig und lassen sich nicht beheben.

Arbeitsatmosphäre

In puncto Arbeitsatmosphäre gibt es erhebliche Defizite. Anerkennung und Lob waren die absolute Ausnahme, was sich negativ auf die Motivation auswirkte. Besonders als Quereinsteiger fehlte es an einem fairen und vertrauensvollen Umgang. Obwohl ich bereits acht Jahre Berufserfahrung mitbrachte, gab es bei neuen oder sicherheitsrelevanten Aufgaben, wie der Montage von Treppenabsturzverglasungen, kaum Unterstützung. Nach einer minimalen Einarbeitung wurde ich allein gelassen. Auf Nachfragen gab es keine konstruktive Hilfe, sondern eher ausweichende Antworten wie "bekommst du schon hin". Diese Haltung schaffte ein Umfeld, in dem Vertrauen und eine offene Feedbackkultur fehlten.

Image

Das äußere Bild der Firma und des Chefs war, dass sie sehr korrekt und professionell auftraten. Die Realität war jedoch eine andere: Der Chef selbst äußerte rassistische und abfällige Kommentare gegenüber Asylsuchenden sowie der queeren Community. Diese Haltung zeigte sich auch dann, wenn persönliche Bezüge, wie die zu meiner schwarzen Cousine oder meinem aus dem Krieg geflohenen Onkel, erwähnt wurden. Solche Aussagen, die auch vor den Angestellten offen geäußert wurden, stehen im klaren Widerspruch zum behaupteten professionellen Image.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war in Ordnung, aber nicht optimal. Ich hatte eine 4-Tage-Woche, während mein Chef und der Auszubildende fünf Tage arbeiteten. Dies führte oft zu Unstimmigkeiten in der Terminplanung, da freitags Termine angenommen wurden, die in der Folgewoche zu unnötigen Standzeiten führten. Urlaub konnte ich jederzeit nehmen, was positiv war. Allerdings gab es beim Auszubildenden immer wieder Diskussionen, wenn er Urlaub nehmen wollte.

Karriere/Weiterbildung

In dieser Firma gab es keine Möglichkeiten zur Karriere- oder Weiterentwicklung. Auf Nachfrage nach Schulungen erhielt ich die klare Ansage: "brauchst du nicht, denn bin ich da". Dies verdeutlicht, dass das Unternehmen kein Interesse daran hatte, in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter zu investieren. Auch grundlegende Schulungen, wie die für einen Erste-Hilfe-Schein, wurden über drei Jahre hinweg nur besprochen, aber nie umgesetzt.

Gehalt/Benefits

Ich vergebe hier 2 Sterne, da das Gehalt immer pünktlich ausgezahlt wurde. Abgesehen davon war die Situation enttäuschend. Das Gehalt von 15,50 € pro Stunde bei einer 34-Stunden-Woche war zwar akzeptabel, doch die geringe Wochenarbeitszeit wirkte sich negativ auf das Gesamteinkommen aus. Die stundenlangen Leerlaufzeiten, die mit etwas Kundenakquise hätten vermieden werden können, sorgten nicht nur für eine niedrige Bezahlung, sondern stellten auch eine erhebliche psychische Belastung dar. Zudem gab es keine nennenswerten Sozialleistungen oder Boni, die das geringe Einkommen kompensieren würden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gab kaum Anzeichen für ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein. Der Umgang mit Materialien war fahrlässig; so wurde beispielsweise alter Fensterkitt, der potenziell asbesthaltig sein kann, teilweise im Hausmüll entsorgt, anstatt fachgerecht entsorgt zu werden. Für solche Arbeiten gibt es spezielle Schulungen. Meine neue Firma hat mich bereits nach zwei Wochen dazu angemeldet, um einen professionellen Umgang zu gewährleisten, was diesen Missstand noch deutlicher hervorhebt.

Auch in der Planung zeigte sich ein mangelndes Verantwortungsgefühl. Termine wurden ohne jegliche Organisation vergeben, was zu massiver Ressourcenverschwendung führte. Anstatt Aufträge in denselben Stadtteilen zusammenzulegen, wurde man oft mehrmals am Tag zu denselben Orten geschickt. Dies verursachte unnötige Fahrten, CO2-Ausstoß und vergeudete Arbeitszeit.

Kollegenzusammenhalt

Da ich größtenteils der einzige Angestellte war, gab es kaum Kollegenzusammenhalt. Nach einiger Zeit kam ein Auszubildender hinzu, mit dem die Zusammenarbeit gut war. Nach meinem Ausscheiden brach der Kontakt jedoch ab, was meiner Meinung nach auf Lügen des Chefs zurückzuführen ist. Es fehlte an Ehrlichkeit und direkter Kommunikation, da der Chef Beschwerden über mich lieber mit dem Auszubildenden besprach, anstatt sie direkt mit mir zu klären.

Umgang mit älteren Kollegen

Da ich der einzige Angestellte war und im gleichen Alter wie mein Vorgesetzter, kann ich den Umgang mit älteren Kollegen nicht beurteilen. Es gab hierfür keine Grundlage.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war sehr enttäuschend. Beschwerden wurden nicht direkt mit mir besprochen, sondern stattdessen mit dem Auszubildenden diskutiert, was den Datenschutz missachtet. Klare, nachvollziehbare Entscheidungen fehlten, und es gab keine Einbeziehung der Mitarbeiter. Ein Beispiel dafür war, als mir die Anschaffung eines Messgeräts verwehrt wurde, das für meine Arbeit wichtig gewesen wäre und nur rund 50 € gekostet hätte. Im Vorstellungsgespräch hieß es noch, ich könne alles bekommen, was notwendig ist. Stattdessen hieß es nur "das was wir haben reicht", was die mangelnde Unterstützung und unrealistische Erwartungshaltung des Vorgesetzten verdeutlicht.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren inakzeptabel und spiegeln einen Mangel an Verantwortung wider, sowohl was die Sicherheit als auch die Qualität der Arbeit angeht.

Zum einen gab es offensichtliche Verstöße gegen grundlegende Sicherheitsstandards: Fallgurte wurden bei Arbeiten auf dem Steiger nicht zur Verfügung gestellt. Auch bei Einsätzen mit einem Kran gab es keine Helme, was uns einer direkten Gefahr aussetzte.

Zum anderen fehlte es an der notwendigen Ausrüstung für eine qualitativ hochwertige Arbeit. Wir hatten keine eigene Schleifmaschine, sondern mussten zu einer anderen Firma fahren. Dort wurden die Kanten von Glasstücken nur geschliffen, nicht poliert, bevor ein Kantenlack aufgetragen wurde. Dies zeugt von mangelnder Professionalität und fehlender Investitionsbereitschaft.

Zusätzlich gab es erhebliche Mängel in der Arbeitsplanung, die zu stundenlangen, unproduktiven Leerlaufzeiten führten. Die Weigerung, ein einfaches und günstiges Messgerät zu kaufen, zeigt ebenfalls, dass selbst bei der grundlegendsten Arbeitsausstattung gespart wurde. All diese Punkte ergeben insgesamt eine sehr schlechte Bewertung.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen war unzureichend und intransparent. Es gab keine regelmäßigen Meetings, in denen wir über Erfolge, Ergebnisse oder die finanzielle Lage informiert wurden. Stattdessen gab es lediglich sporadische Bemerkungen wie "ein, zwei Aufträge decken schon die Personalkosten". Auch die Planung der Arbeit war schlecht organisiert. Es kam regelmäßig vor, dass ein kurzer Termin am Vormittag (z. B. ein Mess-Termin oder ein kurzer Scheibentausch) der einzige Auftrag für den Vormittag war. Der nächste Einsatz fand dann oft erst am späten Nachmittag statt, was zu stundenlangen, unproduktiven Leerlaufzeiten von vier bis fünf Stunden führte. Dies zeigt, dass die für die Arbeit notwendigen Informationen nicht effizient an uns weitergegeben wurden, was zu Frustration führte.

Gleichberechtigung

Der Umgang mit dem Auszubildenden war in keiner Weise gleichberechtigt: Er musste fünf Tage die Woche arbeiten, während ich eine Vier-Tage-Woche hatte. Bei seinen Urlaubswünschen gab es immer wieder Diskussionen. Besonders enttäuschend war, dass ihm sogar Material für seine Ausbildung verwehrt wurde, als er nach Bleiverglasungen fragte. Der Chef meinte nur, das solle er in der Schule lernen, was die fehlende Förderung am Arbeitsplatz verdeutlicht.

Auch die Kommunikation war alles andere als gleichberechtigt. Anstatt Beschwerden direkt mit mir zu besprechen, wurden sie hinter meinem Rücken mit dem Auszubildenden diskutiert, was auch den Datenschutz missachtete.

Zusätzlich fühlte ich mich als Quereinsteiger nicht gleichbehandelt. Es fehlte an grundlegender Unterstützung, und bei sicherheitsrelevanten Aufgaben wurde ich oft allein gelassen, was von mangelndem Vertrauen zeugt. All diese Punkte machen deutlich, dass Fairness und Gleichberechtigung keine Rolle spielten.

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsbelastung war sehr ungleichmäßig. Es gab zwar eine gewisse Abwechslung, aber auch immer wieder wochenlange Phasen mit täglichen Leerlaufzeiten von vier bis fünf Stunden. Das war besonders frustrierend, weil in der Zwischenzeit keine neuen Kunden akquiriert wurden, um diese Lücken zu füllen.

Eine große Chance wurde verpasst, als ich eine Baugenossenschaft mit rund 16.000 Wohneinheiten als potenziellen Kunden vorschlug. Der Chef bewarb sich zwar dort, verfolgte die Sache aber nicht konsequent weiter, sodass nur wenige Aufträge zustande kamen, obwohl hier deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Zudem gab es einen großen Einfluss auf die Ausgestaltung des Aufgabenbereichs, der in der Praxis aber negativ war. Es wurden Aufträge angenommen, die fachlich nicht umsetzbar waren. Als Beispiel sei eine Dusche genannt, die so nicht fachgerecht montiert werden konnte, aber der Chef die Mängel ignorierte, nur weil die Auftragssumme stimmte.

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