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GLOBAL 
SIDE
Bewertung

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Nicht alles Gold was glänzt - Raum für Verbesserung und Veränderung vorhanden

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei Global Side Med GmbH in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Persönliche Meinung: Dass ein Wille zur Veränderung erkenntlich ist und dass man unabhängig der schulischen Laufbahn eine Chance erhält und sich in viele Themen mit einbringen kann.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alle Punkte, die ich in meinen Verbesserungsvorschlag aufgenommen habe.

Verbesserungsvorschläge

Persönlich würde ich mir wünschen, dass die Firma ihre Potentiale nicht nur mit Reden, sondern auch Taten besser umsetzt und dass die bekannten Problemfelder und Kritik besser angenommen und auch aktiver angegangen bzw umgesetzt wird. Zu meiner Zeit habe ich eine enorm hohe Fluktuation miterlebt und die mir bekannten Gründe waren meistens sehr ähnlich und offen bekannt und wurden von der GF zwar angehört, aber mMn wenig verstanden und auch etwas planlos versucht zu ändern. Daher würde ich als Verbesserung einen besseren, reflektierten und aktiveren Umgang mit Kritik, eine offenere Fehlerkultur, deutlich mehr Wertschätzung (persönlich, verbal als auch finanziell), mehr Teamevents, eine ehrlich akzeptierte Remote-Kultur, weniger personelles Favoritendenken, mehr Invest in moderne Hardware und Technik allgemein + Büros, weniger Micro-Management der GF, Teamleads, mehr Mitarbeitende (nicht nur Freelancer oder in Portugal), offenere, klarere und transparente Kommunikation sowie transparente und nachhaltige + einheitliche stabile Strategien und vorallem mehr Ehrlichkeit Vertrauen in die Leute und gelebte Empathie, wünschen, damit gerade auch neue (+jüngere) Mitarbeitende länger bleiben wollen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre bei der Global Side, hat sich zu meiner Zeit, mMn leider kontinuierlich verschlechtert. Während Benefits wie Home-Office zu Beginn sehr positiv aufgenommen wurden, habe ich mit der Zeit immer mehr das persönliche Gefühl bekommen, dass remote arbeiten zwar erlaubt aber nicht von allen erwünscht ist, besonders von der Vorgesetztenebene. Auch die Entwicklung im Team, zumindest in meinem Bereich, hat sich für mein Empfinden teilweise sehr toxisch verschlechtert, jedoch muss man auch positiv hervorheben, dass Versuche zur Besserung seitens der Geschäftsführung, unternommen wurden. Grundsätzlich empfand ich die Arbeitsatmosphäre häufig als sehr angespannt.

Kommunikation

Es gab sehr viele (manchmal fast zu viele interne) Meetings, unter anderem Dailys, die grundsätzlich sinnvoll, teilweise jedoch eher ein Statusmeeting waren, was sich wie ein Kontrolltermin anfühlte. Von der Geschäftsführung gab es zu Beginn noch Quartalsmeetings, um die aktuellen Entwicklungen und Strategien der Firma zu präsentieren, jedoch wurden diese leider mit der Zeit abgeschafft und nicht wirklich ersetzt, was den Informationsfluss von GF relativ stark beschränkt hat. Jedoch wurden mit der Zeit monatliche Update-Termine eingeführt, um auch die portugiesischen Kolleg:innen mit einzubeziehen.

Ich persönlich hätte mir oft eine offenere und vorallem schnellere Kommunikation gewünscht. Es entstand häufig der Eindruck, dass Kommunikation zwar erwünscht ist, aber nur wenn sie kritikfrei ist, selbst wenn diese konstruktive gemeint war. Viele wichtige Themen oder Informationen wurden mEn teilweise überhaupt nicht oder sehr spät angesprochen und haben somit einen überdurchschnittlich hohen Flurfunk begünstigt. Ich hätte mir eher ein miteinander statt ein übereinander reden gewünscht.

Kollegenzusammenhalt

Teilweise sehr gut, teilweise sehr schlecht. Es gab wie in den meisten Firmen einige, mit denen man sich super verstanden hat und andere eher weniger. Leider gab es meiner Einschätzung nach zum Teil auch sexistische Kommentare von ein paar Kollegen, was besonders schade und äußerst unangebracht im Hinblick auf die teilweise sehr jungen und weiblich dominierten Teams war.
Persönlich hatte ich auch den Eindruck, dass es ein starkes Favoriten-Denken und behandeln der Geschäftsführung von einigen Kolleg:innen gab und wenn man nicht Teil des "Kreises" war, wurde man weniger positiv aufgenommen.
Teamevents fanden eine Zeit lang sehr häufig statt, was den Kolleg:innen Zusammenhalt meiner persönlichen Meinung nach, sehr gefördert hatte, jedoch wurden diese im Laufe des Jahres 2024 immer weniger - Begründung ausgeblieben. Positiv hervorzuheben sind jedoch die Unternehmenstage in Portugal.

Work-Life-Balance

Die Möglichkeit auf Home-Office (3 Tage die Woche) bestand, jedoch wurde das mMn von manchen (besonders höhere Ebene) nicht immer gerne gesehen und es gab keine klare Linie bezüglich der Office-Tage. Zu Beginn waren es 2 feste Tage - unterschiedlich gehandhabt in den Teams - dann keine mehr bzw. in Absprache mit den Teammitgliederen. Ich hätte mir da tatsächlich gewünscht, dass es keinen subtilen Zwang gibt ins Office zu gehen, sondern eher den zweiten Ansatz zu verfolgen, dass alle erwachsene und eigenverantwortliche Personen sind, die selbst einschätzen können, wann Office Tage sinnvoll sind und einen Mehrwert schaffen und wann nicht. Die Arbeitszeiten konnte man je nach Kundentermin flexibel gestalten, jedoch erschien es so, dass es von der Geschäftsführung teilweise nicht gern gesehen wurde, wenn man (auch wichtige) Arzttermine etc. in die Arbeitszeit legt, auch wenn diese die Arbeit und wichtige Termine nicht gefährdet haben. Grundsätzlich war es jedoch natürlich auch Projektabhängig, wie viel Life-Balance noch blieb. Jedoch gab es leider keine wirkliche Kontrolle bzw. Rücksicht was Überstunden betraf. Zeiterfassung erfolgte digital und eigenständig.

Vorgesetztenverhalten

Auch wenn grundsätzlich meistens ein sehr respektvoller Umgang verbal stattfand, hatte ich persönlich zumindest beruflich gesprochen, nicht menschlich, leider keine guten Erfahrungen mit meinen Vorgesetzten. Es entstand zum Teil der Eindruck bei mir von Favoritenbehandlung in Bezug auf andere Teammitglieder, es gab starke Ansätze von Micro-Management, wenig Vertrauen und wenig Wertschätzung und Lob der einzelnen Arbeit der Teammitglieder. Zudem wurden teilweise nicht alle Mitarbeiter- Gespräche angekündigt bzw. als solche gekennzeichnet und erfolgten unter falschen Vorwänden und auch der Ablauf der Mitarbeitergespräch war für mich teilweise sehr fragwürdig und empfand diesen als empathielos. Ich persönlich hätte mir noch eine weitere vermittelnde Ebene zwischen Mitarbeiter:innen und Geschäftsführer:innen gewünscht, jedoch befand sich dies zu meiner Zeit noch in der Ausarbeitungsphase.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben im Projekt waren denke ich wie in jeder Firma teilweise sehr spannend, teilweise einfach notwendig wie Dokumentation, Statustermine etc. Die Global Side hat verschiedene Produkte und dadurch hat man auch die Möglichkeit in andere Bereiche einzutauchen und neben den Projekten gibt es auch viele interne Themen, mit denen man sich eigenverantwortlich beschäftigen kann. Ein Stern Abzug gibt es jedoch für die teilweise Masse an Aufgaben, da man im Team den Personalmangel oft gespürt hat und für die teilweise noch veralteten Prozesse und Technologien, die eingesetzt wurden.
Grundsätzlich haben mir jedoch meine Aufgaben Spaß gemacht und ich konnte mich freiwillig - sofern es von der GF gewünscht war - in Themen mit einbringen.

Gleichberechtigung

Diversität gibt es in der Firma - was ich als sehr positiv empfinde - jedoch merkt man natürlich auch die teilweise stark konservative Branche und wie bereits erwähnt gab es auch meines Erachtens den ein oder anderen sexistischen Vorfall mit Kollegen, was auch offen im Team angesprochen und kommuniziert wurde, weshalb ich hier leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben kann. Jedoch war mein Team von einer erfreulich hohen Frauenquote gekennzeichnet und jungen Mitarbeitenden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich konnte zu meiner Zeit keinen negativen Umgang mit den älteren Kollegen feststellen.

Arbeitsbedingungen

Leider recht alte Büros mit blauem alten Teppichböden und wenig moderner Innenausstattung bzw Interieur. Neue Hardware wurde, soweit ich das erlebt habe, eher auf dringende Nachfrage/Bitte bestellt, Laptops, Headsets und Maus/Tastaturen wurden regelmäßig von vergangenen Kolleg:innen an neue weitergereicht - man hatte den Eindruck, dass finanziell da eher gespart wurde.
Es gibt einen Gemeinschaftsraum mit Tischkicker und Billard, was auch gerne in der Mittagszeit oder für interne Events genutzt wurde.

Die Lage des Büro ist jedoch mit Anbindung an die U4 ganz gut und vielen Buslinien am Arabellapark.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mülltrennung fand meiner Meinung nach eher keine statt.
Das Firmenauto ist ein Benziner (kein E-Auto) und durch Kunden im Deutschen Raum wird auch öfter mal das Flugzeug gebucht. Jedoch wird auch versucht, die meisten Termine beim Kunden vor Ort mit dem Zug zu planen, was mMn jedoch eher Kosten - statt Umwelt-Gründe hatte. Dazu gibt es zumindest die Möglichkeit einer Bahncard und dem Deutschlandticket. Da, wie zuvor erwähnt, auch aus Kostengründen viel gebrauchte Hardware im Einsatz war, kann man das mit einem Schmunzeln zumindest auch als nachhaltig verbuchen. Leider wird sich meines Wissens nach, wenig im Sozialen Bereich engagiert in Bezug auf Spenden oder Kooperationen oder der Charta der Vielfalt.
Es gab noch die Möglichkeit zu Lease a Bike.

Gehalt/Benefits

Ich konnte mich in Bezug auf das Gehalt nicht beschweren, jedoch lag es dennoch denke ich im Vergleich für die Branche eher im unteren Mittel und es gab soweit ich das Beurteilen konnte, sehr ungleiche Gehaltsverteilungen unter den Mitarbeitenden ohne klare Transparenz und ohne nachhaltigen Entwicklungsplan. Es erschien mir teilweise sehr willkürlich. Zusätzliche Leistungen in Deutschland waren lediglich das Jobticket und bei Bedarf die Bahncard 25. Es gab angeblich ein Prämien-Modell, jedoch wurde mir dies zu Beginn ebenfalls nicht ganz klar und verständlich bzw. einheitlich kommuniziert. Es gab bisher kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Image

In der Branche würde ich sagen hat die Global Side es geschafft, sich ein gutes Image aufzubauen, ist jedoch sehr stark in seiner Nische und daher auf dem gesamten Markt eher unbekannt.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt die Möglichkeit eines Weiterbildungsbudget pro Person, welches auch problemlos genutzt werden kann und mit Absprache auch überschritten, sollte die Weiterbildung beruflich und persönlich Sinn machen.

Karriere ist jedoch eher schwieriger, da die Firma mit knapp 30 (teilweise in Portugal) zu meiner Zeit, Mitarbeitenden eher klein/familiär ist und daher gewisse Positionen entweder bereites vergeben sind oder (noch) nicht existieren. Im Consulting könnte man theoretisch von Junior - Mid bis Senior arbeiten, jedoch gab es zu meiner Zeit keinen klaren Stufenentwicklungsplan diesbezüglich.

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Arbeitgeber-Kommentar

GLOBAL SIDE, Geschäftsführung / HR
GLOBAL SIDEGeschäftsführung / HR

Vielen Dank für Deine ausführliche Bewertung und die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Es ist offensichtlich, dass Dir unser Unternehmen auch nach Deiner Zeit bei uns noch am Herzen liegt – das schätzen wir sehr. Ebenso danken wir Dir für Dein Lob: Bei uns hat jede und jeder eine faire Chance, unabhängig von der schulischen Laufbahn – darauf sind wir stolz und auf das, was unser diverses, starkes Team täglich leistet.

Du sprichst viele Punkte an – positive wie kritische – und wir möchten die Gelegenheit nutzen, auf einige Aspekte näher einzugehen:

Konstruktive Kritik ist für uns ein wichtiger Bestandteil unserer Weiterentwicklung – intern wie extern. Gute Leistung, Engagement und ein wohlwollender Beitrag zum Team werden bei uns wahrgenommen, wertgeschätzt und honoriert. Dass Du das an verschiedenen Stellen nicht so empfunden hast, bedauern wir. Wir arbeiten stetig daran, als Organisation besser zu werden – sowohl in Struktur als auch in Kommunikation und Führungskultur. Das ist ein fortlaufender Prozess, der nie „abgeschlossen“ ist.

Das Maß an Homeoffice oder Bürotagen liegt in der Verantwortung der einzelnen Teams, abgestimmt auf die Bedürfnisse und Erfordernisse der jeweiligen Projekte. Wir vertrauen darauf, dass unsere Kolleginnen und Kollegen eigenverantwortlich entscheiden, wie sie ihre Leistung im Team am besten einbringen und Zusammenarbeit in wertvollen Ergebnissen mündet.

Kommunikation ist bei uns bewusst über viele Kanäle organisiert: strukturierte Teams-Kanäle mit individuell anpassbarer Benachrichtigungsfunktion, gepflegte Confluence-Seiten, regelmäßige Iterationen, Jour Fixes und Updates – auch teamübergreifend. Klar ist aber auch: Kommunikation funktioniert nur, wenn sie beidseitig aktiv gestaltet wird. Dafür schaffen wir die Strukturen – der Austausch selbst lebt vom Mitmachen und gemeinsamen Interesse daran.

Wir freuen uns über die vielen unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen – teils langjährig – die sich bei uns gut verstehen, respektvoll und oft auch mit gesundem Humor zusammenarbeiten. Unterschiedliche Meinungen, konstruktive Diskussionen und Vielfalt sind ausdrücklich willkommen. Bei uns gilt ganz klar: Sexistische oder beleidigende Äußerungen werden bei GLOBAL SIDE weder akzeptiert noch toleriert. Sollte ein Mitarbeitender einen Eindruck in diese Richtung erhalten oder ähnliche Äußerungen mitbekommen, stehen die Teamleads und die Geschäftsführung dafür ein, dem sofort nachzugehen und es zu unterbinden.

Ob monatliche Teamabende, Unternehmenstage, Weihnachtsfeier oder gemeinsame Ausflüge zu kulinarischen Neuentdeckungen: Teamzusammenhalt und Begegnung außerhalb des Projektalltags sind uns wichtig. Deshalb fördern und unterstützen wir bewusst gemeinsame Team-Aktivitäten – aus der Geschäftsführung heraus oder durch die Teams selbst organisiert.

Unser Büro in Bogenhausen ist zentral gelegen, hervorragend angebunden und mit modernen Arbeitsmitteln ausgestattet. Jeder Arbeitsplatz wird individuell und nachhaltig konfiguriert – mit funktionaler, aktueller Hardware. Auch die Nähe zum Arabellapark und der Markt dort bieten einen schönen Ausgleich in den Pausen.

Mit Deutschlandticket, Bahncard und Dienstradleasing fördern wir nachhaltige Mobilität aktiv. Die bewusste Auswahl langlebiger, energiesparender Geräte ist bei uns Standard. Auch soziales Engagement und Unterstützung von nachhaltigen Initiativen sind für uns relevante Themen, die wir weiter ausbauen möchten.

Wir arbeiten mit einem klaren, transparenten Vergütungsmodell, das sich am Markt orientiert und bewusst leicht oberhalb des Branchendurchschnitts liegt. Unser Total-Compensation-Ansatz berücksichtigt alle relevanten Gehaltsbestandteile. Darüber hinaus fördern wir Weiterbildung individuell mit Entwicklungspfaden, jährlich budgetär garantierten Programmen und persönlichem Mentoring.

Danke nochmals für Dein detailliertes Feedback und Deine Zeit. Auch wenn sich unsere Wege getrennt haben, wünschen wir Dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg auf Deinem beruflichen Weg.

Herzliche Grüße
Dein GLOBAL SIDE HR-Team

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