Hier ist die Kündigung der beste Karriereplan ;-J
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die meisten Kolleginnen und Kollegen. Ich hatte das Glück, in einem wirklich tollen Team zu landen. Der Zusammenhalt war stark und man hat sich gegenseitig unterstützt, aufgefangen und regelmäßig gemeinsam „therapiert“. Viele haben trotz der schwierigen Rahmenbedingungen unglaublich gute Arbeit geleistet und den Laden am Laufen gehalten. Die Kolleginnen und Kollegen waren für mich mit Abstand das Beste an diesem Arbeitgeber. Viel mehr Positives bleibt rückblickend allerdings nicht übrig.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die Führungskultur und allen voran der Kreativchef. Das Verhalten war aus meiner Sicht häufig toxisch, teilweise narzisstisch und von starken Stimmungsschwankungen geprägt. Dazu kamen Wutausbrüche, ein aus meiner Sicht oft unfairer Umgang mit Mitarbeitenden und Situationen, in denen Kritik nicht angenommen, sondern umgedreht wurde. Teilweise hatte das für mich schon deutliche Züge von Gaslighting. Dazu kamen immer wieder Drohungen, dass man seinen Job verlieren oder gekündigt werden könnte, wenn man nicht macht, was er sagt. Gerade als Druckmittel in Konfliktsituationen empfand ich das als äußerst unangemessen und belastend.
Auch bei Aussagen und Darstellungen hatte man teilweise das Gefühl, dass die Realität je nach Situation so ausgelegt wurde, dass sie am Ende zugunsten des Kreativchefs passte. Was gestern noch anders besprochen wurde, konnte am nächsten Tag plötzlich ganz anders dargestellt werden. Diese Art der alternativen Fakten wirkt schon fast ein bisschen wie im Weißen Haus abgeguckt.
Dazu kommen kaum Gehaltsentwicklung, alte und teilweise mehrfach umgezogene Möbel, durchgesessene Bürostühle und insgesamt Arbeitsbedingungen, die nicht wirklich zu einer Werbeagentur passen. Gleichzeitig hat die kreative Qualität der Projekte über die Jahre deutlich nachgelassen. Schade, denn das Team hätte deutlich bessere Rahmenbedingungen verdient.
Verbesserungsvorschläge
Vielleicht einfach mal anfangen, den eigenen Mitarbeitenden zuzuhören. Das Feedback ist seit Jahren da. Die Führungskultur sollte dringend hinterfragt werden, insbesondere der Umgang des Kreativchefs mit den Mitarbeitenden. Weniger Wutausbrüche, weniger Schuldzuweisungen und deutlich mehr Selbstreflexion würden vermutlich schon einiges verändern. Wenn Mitarbeitende lieber arbeitslos werden, als weiter unter einer Führungskraft zu arbeiten, sollte man sich irgendwann fragen, woran das liegt. Dazu kommen kaum Gehaltsentwicklung, veraltete Arbeitsplätze und immer weniger kreative Qualität. Vielleicht sollte wieder mehr Wert auf gute Arbeit gelegt werden und weniger auf „Hauptsache schnell abschließen und Geld einsacken“.
