Solides Unternehmen mit Verbesserungspotenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Moderne Arbeitsumgebung: Gut ausgestattete Büros, gepflegte Infrastruktur, ausreichende Parkplätze.
Vielfältige Aufgaben: Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen.
Gesundheitsbudget: Ein positiver Aspekt für Mitarbeitende, die Wert auf gesundheitliche Unterstützung legen.
Team- und Firmen-Events: Werden gut organisiert und geschätzt, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Unternehmen nichts Außergewöhnliches mehr sind.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umsatz über allem: Umsatz ist die oberste Priorität und beeinflusst fast jeden Bereich, einschließlich Mitarbeiterentwicklung und Karrierechancen.
Gehalt: Fixgehalt ist niedrig und Boni sind stark an Umsatzziele gekoppelt – ohne Zielerreichung bleibt das Gehalt unzureichend.
Weiterentwicklung: Nach der Einstiegsphase als Azubi oder Trainee wird Weiterbildung erschwert, da Umsatzsteigerung wichtiger ist.
Fluktuation: Viele langjährige, erfahrene Mitarbeitende verlassen das Unternehmen, was wertvolles Wissen verloren gehen lässt.
Vorgesetztenverhalten: Manche Führungskräfte bauen gezielt Druck auf oder wirken realitätsfern, besonders im Bereich Gehalt und aktuelle Marktstandards.
Verbesserungsvorschläge
Gehalt & Transparenz: Regelmäßige, vertraglich festgelegte Gehaltserhöhungen sollten eingeführt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.
Mitarbeiterentwicklung: Weiterbildungen und Schulungen sollten aktiv gefördert werden und nicht hinter Umsatzzielen zurückfallen.
Kultur & Führung: Vorgesetzte sollten besser über aktuelle Marktstandards informiert sein, insbesondere im Bereich Gehalt und Benefits.
Arbeitsbedingungen: Einführung von zusätzlichen Benefits wie JobRad/Bike-Leasing und weitere Optimierung der Firmenwagenpolitik.
Kommunikation: Wichtige Neuerungen sollten strukturiert und zeitnah über das Intranet kommuniziert werden, anstatt sich hauptsächlich über den Flurfunk zu verbreiten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von den Unternehmenszielen und Umsatzerwartungen geprägt. Druck auf Umsatz und fakturierbare Stunden dominiert den Alltag. Persönliche Weiterentwicklung, Teamarbeit und langfristige strategische Ansätze geraten oft in den Hintergrund, da die Erfüllung von Umsatzvorgaben oberste Priorität hat.
Kommunikation
Das Intranet ist eine gute Plattform für die Dokumentation und Unternehmenskommunikation. Allerdings werden spannende Themen oft deutlich schneller über den Flurfunk verbreitet als über offizielle Kanäle. Wichtige Informationen sind meist schon Wochen vorher bekannt, bevor sie offiziell kommuniziert werden, was die Transparenz beeinträchtigen kann.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden ist stark teamabhängig. Da Umsatzziele und individuelle Kennzahlen im Vordergrund stehen, wird Zusammenarbeit oft zweitrangig behandelt. Langjährige Mitarbeitende sind geschätzt, aber durch die hohe Fluktuation geht wertvolles Wissen verloren.
Work-Life-Balance
Es gibt Homeoffice-Möglichkeiten und ein Gesundheitsbudget, aber die Work-Life-Balance leidet unter dem hohen Ziel- und Umsatzdruck. Viele Mitarbeitende investieren regelmäßig zusätzliche Stunden, um ihre Umsatzziele zu erreichen, da die Bonuszahlungen stark an die Umsatzvorgaben gekoppelt sind und ohne diese das niedrige Fixgehalt nicht ausreicht.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist unterschiedlich je nach Führungskraft. Manche sind engagiert, andere bauen gezielt Druck auf oder agieren passiv. Teilweise entsteht der Eindruck, dass besonders langjährige Führungskräfte ein wenig realitätsfern sind, insbesondere wenn es um Gehalt und aktuelle Marktstandards geht. Viele scheinen nicht vollständig zu erfassen, was derzeit branchenüblich ist und wie sich Gehaltsstrukturen entwickelt haben.
Diese Realitätsferne zeigt sich auch in anderen Bereichen, etwa bei Team- und Firmen-Events. Zwar sind diese gut organisiert und werden geschätzt, aber im Vergleich zu anderen Unternehmen sind sie mittlerweile nichts Besonderes mehr. Viele Wettbewerber bieten inzwischen deutlich attraktivere Events und Benefits, sodass der ursprüngliche Vorteil dieser Maßnahmen an Bedeutung verloren hat.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind vielseitig, aber stark von der Umsatzorientierung abhängig. Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, muss dies mit den bestehenden Umsatzzielen vereinen, da Weiterbildung und Spezialisierung keine Priorität haben, wenn sie nicht direkt auf den Unternehmensumsatz einzahlen.
Gleichberechtigung
Vielfalt und Gleichberechtigung sind grundsätzlich gegeben, aber Karrierechancen und Entwicklung hängen stark von internen Strukturen ab.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeitende sind geschätzt, aber deren Know-how geht durch hohe Fluktuation verloren. Eine strukturierte Weitergabe von Wissen ist nicht ausreichend sichergestellt.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist modern und gut ausgestattet, dennoch könnten zusätzliche Benefits wie Bike-Leasing ergänzt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt Ansätze, aber Nachhaltigkeit spielt keine zentrale Rolle im Unternehmensfokus.
Gehalt/Benefits
Das monatliche Fixgehalt ist niedrig und liegt unter dem Branchendurchschnitt.
Boni und Firmenwagenanteile lassen das Gesamtpaket optisch attraktiver erscheinen, aber ohne Bonus bleibt das Grundgehalt unzureichend.
Trotz positiver Geschäftsergebnisse gibt es keine regelmäßigen Gehaltserhöhungen, außer auf direkte Nachfrage.
Die Gehälter für neue Mitarbeitende, Trainees und Auszubildende wurden nur minimal angepasst und bleiben unter dem Durchschnitt.
Die Zielerreichung für den variablen Gehaltsbestandteil ist rein an fakturierbare Stunden geknüpft – Qualität und Ergebnisse spielen keine Rolle.
Mitarbeitende im gesamten Unternehmen äußern immer wieder Unzufriedenheit mit der Gehaltsstruktur, doch es gibt keine Veränderung.
Image
Das Unternehmen genießt einen soliden Ruf, aber intern gibt es viele kritische Stimmen bezüglich Gehaltspolitik, Umsatzfixierung und Karriereentwicklung.
Karriere/Weiterbildung
In der Einstiegsphase gibt es zahlreiche Weiterbildungsangebote, aber nach Übernahme in eine reguläre Rolle wird Weiterbildung zunehmend erschwert.
Umsatzziele haben immer Vorrang vor langfristiger Weiterentwicklung.
Schulungen werden angeboten, aber es gibt keine systematische Förderung von Karrierepfaden.
Eigene Initiative wird bis zu einem gewissen Punkt gefördert und belohnt, aber dann werden klare Grenzen gesetzt, die nicht diskutierbar sind. Mitarbeitende mit guten Ideen und viel Engagement werden ausgebremst, wenn ihre Vorschläge nicht direkt zum Umsatzziel beitragen. Dies führt dazu, dass Potenzial liegen bleibt und innovative Ansätze nicht ausreichend unterstützt werden.