Veraltete Strukturen, keinerlei Gespür für die aktuelle Arbeitswelt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kolleg:innen sind wirklich toll.
Und: man lernt sehr schnell sehr viel. Muss man auch, wenn man standig in kaltes Wasser geworfen wird.
Ansonsten Nichts mehr !
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Firma hat nicht verstanden, dass sie nicht mehr das Ansehen von vor 15 Jahren hat.
Das Kantinenessen wird um 35% erhöht und Kurzarbeit mit Sparmaßnahmen.
Es wird sich oft auf Kleinigkeiten fokussiert, anstatt das große Ganze anzupacken.
Mitarbeitende werden oft für blöd gehalten. Wenn man der Firma aus der Patsche helfen soll, wird einem das als Chance, die man bekommt, verkauft.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt so viele Verbesserungsvorschläge, die auch schon öfter und von mehreren Mitarbeitenden angesprochen wurden. Mehrmals wurde versucht, das Gefühl zu geben, dass sich jetzt alles ändert, nur um wenige Wochen später am gleichen Punkt wie immer zu landen.
Grundsätzlich: einsehen, dass die Leute ein Privatleben haben, ihnen endlich vernünftig zuhören und ihnen nicht ständig Dinge versprechen, die man nicht einhalt.
Vor allem aber: die Leute ihren Jobs machen lassen für die sie eingestellt wurden.
Arbeitsatmosphäre
Der enorm hohe Druck von oben ist immer und abteilungsübergreifend spürbar.
Kolleg: innen fangen sich immer gegenseitig auf und loben sich, von Führungskraften kommt das eher selten.
Normalerweise wurde immer viel gelacht, nach den Preiserhöhungen der Kantine und Sparmaßnahmen eher weniger.
Image
Niemand, der hier angestellt ist oder
das mal war, verliert auch nur ein gutes Wort über die Firma.
Es wird versucht, das Image aufrecht zu erhalten, dass Mitarbeitende das große Glück hatten, hier arbeiten zu dürfen. Dabei ist es genau andersrum: Die Firma kann sich glücklich schätzen, dass noch Menschen da sind, die gerne kommen. Viele von denen sind oder wurden gegangen. Bei denen die bleiben, hält sich die Freude in Grenzen.
Work-Life-Balance
На. Ha. Ha. Grundsätzlich wird "Alles für die Firma!" verlangt. Uberstunden sind vorprogrammiert. Schichtdienst zu Randzeiten mit heftigen Wechseln wird als Normalität gesehen, Zuschläge gibt es wenig.
Ein chronisch lückenhafter Dienstplan kommt jedes Mal aufs Neue überraschend, Einspringen wird dann über die private Handynummer (im Einzeltall auch im Urlaub) angefragt.
Urlaub zu Wunschzeiträumen muss man sich erkämpfen und Übertage werden dann genommen, wenn es dem Unternehmen passt.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegschancen gleich null. Bevor Mitarbeitende die Chance bekommen, sich eine Ebene höher zu beweisen, wird lieber jemand von außen eingestellt.
Fortbildungen oder Ausflüge in andere Abteilungen muss man sich über Monate erkämpfen. Oft wird viel versprochen, damit man Ruhe gibt, aber man hört nichts mehr.
Kollegenzusammenhalt
Wie in jedem anderen Unternehmen.
Ohne den wären viele Mitarbeitende, die aus dem Unternehmen ausgeschieden sind, schon viel früher gegangen.
Vorgesetztenverhalten
Kommt auf die Abteilung an.
Bei sehr wenigen: auf Augenhöhe und modern.
Bei anderen: Entscheidungen von oben herab, die sind dann gesetzt. Mitarbeitende werden lange kleingehalten und bekommen oft das Gefühl, sie würden ihren Job nicht können. Es sei denn, es gibt eine Lücke im Dienstplan. Dann gibt es niemand besseren für den Job.
Probleme werden sich angehört, danach hört man wenig. Auf Gespräche wird sich kaum vorbereitet, wenn sie überhaupt stattfinden.
Arbeitsbedingungen
SAP PS Meldungen
Kommunikation
Totalausfall. Das meiste weiß man vom Flurfunk, wenn man Glück hat. Das Team, das Dinge am Ende umsetzen muss, erfährt oft als letztes von Neuerungen und wird nahezu nie in Entscheidungen eingebunden. Feedback aus der Praxis wird dann meistens ignoriert. Ansonsten Intranet und PS Meldungen.
Gehalt/Benefits
Kurzarbeit und Verschiebung der T-Zug Zahlungen
Gleichberechtigung
Dafür, dass Frauen im Team sind, ist das arbeiten (vor allem morgens) häufig sehr chaotisch. Bestimmte SAP PS Meldungen können (unausgesprochen, natürlich) nur von Mannern wahrgenommen werden.
Interessante Aufgaben
Es sind die Maschinen, daher ist der Job
naturlich interessant und abwechslungsreich. Man könnte aber oft deutlich spannendere und innovativere Wege wählen, Dinge umzusetzen. Das Chaos wird selten verlassen.
Mitarbeitende bringen sich oft auch mit neuen Ideen ein und bekommen meist nur schräge Blicke und Achselzucken.
Umsetzen kann man davon aber aber aus Zeit-, Geld-, oder sonstigen Gründen... garnichts.
Ideen haben auch grundsätzlich aus der Führungsebene (Manner) zu kommen.

