Viele negativ Szenarien sind bereits übertroffen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich rechne fest mit einem Kommentar von HR, der auf „interne Zufriedenheitsumfragen" oder „unsere gelebte Wertschätzungskultur" verweist.
Kein Problem - ich war neun Jahre in der Realitat, nicht in der PowerPoint-Präsentation.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass langjährige Loyalität still vorausgesetzt, aber nie zurückgegeben wird.
Dass Führung nicht nach Können oder Erfahrung entschieden wird, sondern nach Nahe zur richtigen Person.
Dass Kritik nicht gehört, sondern abgeblockt wird - egal wie belegbar sie ist.
Dass Kommunikation oft nur stattfindet, um Kontrolle auszuüben - nicht, um Probleme zu lösen.
Dass man dich über Jahre ignoriert, wahrend andere ohne Können, aber mit Vitamin B befördert werden.
Dass Mitarbeiter - also die, die den echten Wert schaffen - intern behandelt werden wie Verschleißteile.
Dass das äußere Image wichtiger ist als die innere
Realität.
Und dass selbst höhere auf belegte Kritik mit Floskeln reagiert - statt mit Haltung.
Gehaltskürzungen, dafür länger arbeiten
Verbesserungsvorschläge
Weniger Fassade, mehr Fundament: Außenwirkung bringt nichts, wenn innen die Menschen nicht mehr können.
Wertschätzung zeigen - nicht behaupten:
Die Konstrukteure halten den Laden am Laufen. Auch ohne PowerPoint.
Führung nach Haltung, nicht nach Beziehung: Wer Menschen führt, sollte Menschen verstehen.
Kritik aushalten können: Nicht jede unbequeme Meinung ist ein Angriff - manchmal ist sie einfach wahr. PS Meldungen helfen auch nicht weiter.
Karrierewege transparent machen: Leistung und können sollten entscheiden, nicht Name oder Netzwerke.
Aufrichtigkeit statt Reaktion: Wer erst handelt, wenn's eskaliert, hat vorher nicht geführt.
Sehr wenig Mitbestimmung durch einen Betriebsrat macht gute Führung umso wichtiger - doch diese Verantwortung wird zu oft nicht wahrgenommen.
Wäre gut wenn der Betriebsrat sich öfters zeigen würde und auch
Arbeitsatmosphäre
Lob findet selten statt - stattdessen herrscht eine Kultur des Schweigens.
Fairness wirkt oft wie eine Fassade, Vertrauen wie ein Einzeltall.
Anfangs motivierend - zum Ende hin kühl, distanziert und respektlos.
Kommunikation
Informationen kommen spät, gefiltert oder gar nicht. Was nicht offiziell kommuniziert wird, erfahrt man über Flurfunk - und das kann kein Anspruch eines professionellen Unternehmens sein.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenarbeit endet hier oft dort, wo der eigene Vorteil beginnt - Ehrlichkeit weicht Bequemlichkeit.
Vereinzelt gab es gute Teams aber auch diese wurden durch „gezielte Reize von oben" zersetzt.
Zusammenhalt ist nicht erwünscht, sondern wird als Risiko gesehen.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist offiziell erwünscht - inoffiziell wird sie dir im Nachhinein als Nachteil ausgelegt, wenn du sie nutzt.
Wer wenig Überstunden schiebt, steht schnell als „nicht engagiert" da.
Flexibilitat nur, wenn sie dem Betrieb nutzt.
Minusstunden werden spontan verordnet, Überlastung stillschweigend hingenommen.
Vorgesetztenverhalten
Vermeintliche Distanz durch „Sie -Kultur" ersetzt keine Führung.
Gespräche dienen der Form, nicht der Lösung.
Konflikte statt Konfliktlösung.
Entscheidungen wirken oft wie Durchsagen, nicht wie Führungsleistung.
Mitarbeiterbeteiligung? Nur, wenn's keine echte Entscheidung ist.
Fürsorgepflicht? Leider nur auf dem Papier.
Ein „Guten morgen“ wäre auch schön
Interessante Aufgaben
Technisch vielseitig - aber selten mit Gestaltungsspielraum.
Zusätzliche Aufgaben landen bei dir, wenn andere austallen - Wertschatzung dafur: selten.
Gleichberechtigung
Offiziell vorhanden - inoffiziell abhängig von Anpassung.
Sympathie entscheidet mehr als Qualifikation.
Umgang mit älteren Kollegen
Sobald sie Kritik äußern oder nicht mehr
„funktionieren"
", kippt der Umgang spürbar.
Loyalität wird als Selbstverständlichkeit gesehen - nicht als Wert, den man zurückgeben müsste.
Vielen wird die Altersteilzeit oder das Freiwilligenprogramm schmackhaft gemacht
Arbeitsbedingungen
Ergonomie? Wird kommuniziert, aber nicht ernst genommen.
Wer sich beschwert, gilt schnell als „kompliziert".
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Außen Nachhaltigkeit predigen - intern
Plastikberge produzieren.
Verpackungen, Einwegmaterialien, doppelt und dreifach verpackt: Greenwashing mit Ansage.
Wer das anspricht, hört, dass es „nicht anders geht".
Gehalt/Benefits
Lohnkürzungen
Keine Tariferhöhungen mehr bis 2028 und dann weiß niemand wie es weitergeht.
Image
Hochglanz nach außen, Ignoranz nach innen.
Der Fokus liegt auf Darstellung - nicht auf den Menschen, die das Ganze überhaupt möglich machen.
Der Konstrukteur, trägt das Unternehmen - wird aber behandelt, als wäre er jederzeit ersetzbar.
Karriere/Weiterbildung
Werdegänge verlaufen hier nicht nach Kompetenz sondern nach Nähe zur richtigen Person.
Manchmal reicht der richtige Name - manchmal reicht der falsche schon aus, um nicht gesehen zu werden.
Also beim richtigen am Wochenende Rasen mähen

