1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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GSI DESIGN ist ein kleines Designbüro in Dresden mit den Schwerpunkten Branding, Leitsysteme und Barrierefreiheit. Für den Bereich Leitsysteme gibt es mit „Leitsysteme Dresden“ einen eigenen Webauftritt. Dazu gehört auch das barrierefreie Leitsystem CURVE. Besonders die Projekte im Bereich Leitsysteme und Barrierefreiheit waren für mich fachlich sehr interessant. Auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden habe ich als sehr positiv empfunden.
Die Führung war für mich der größte Kritikpunkt. Häufig wechselnde Entscheidungen, mangelnde Transparenz und ein hoher persönlicher Druck haben die Arbeit unnötig erschwert. Dazu kamen teilweise unklare Zuständigkeiten und eine wenig strukturierte Organisation.
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden war überwiegend sehr angenehm. Gleichzeitig war die Arbeitsatmosphäre durch den häufigen Druck und die wechselhafte Stimmung des Chefs belastet. Die nach außen vermittelte „familiäre“ Atmosphäre wirkte auf mich zunehmend aufgesetzt und erzwungen. Es gab durchaus gute und entspannte Momente, insgesamt überwog für mich jedoch die Unsicherheit.
Im Bereich Leitsysteme verfügt das Unternehmen durchaus über einen Namen in der Branche. Die Außendarstellung als besonders fürsorglicher und familiärer Arbeitgeber entsprach jedoch nicht meiner tatsächlichen Erfahrung. Im Laufe meiner Beschäftigung entstand dadurch eine deutliche Diskrepanz zwischen Außenwirkung und internem Erleben.
Homeoffice war grundsätzlich vereinbart, musste im Laufe meiner Beschäftigung jedoch teilweise erst durchgesetzt werden. Kurzfristige Anforderungen, zusätzlich ins Büro zu kommen, waren aufgrund meiner Anfahrt für mich schwierig. Auch gelegentliche Anrufe außerhalb der Arbeitszeit empfand ich als unangenehm.
Die Einarbeitung war insbesondere zu Beginn unzureichend und wenig strukturiert. Weiterbildungen oder gezielte Entwicklungsmöglichkeiten gab es nicht. Fachlich konnte ich mir dennoch Kenntnisse im Bereich Leitsysteme und Barrierefreiheit aneignen. In diesen Bereichen hätte ich mir allerdings deutlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten gewünscht.
Das Gehalt war grundsätzlich angemessen. Allerdings wurde es teilweise erst am 5. des Monats gezahlt. So spät wurde mein Gehalt in meinem bisherigen Berufsleben noch nie überwiesen. Die Umstände meiner Kündigung und die dabei gemachten Vorschläge, wie ich weiterhin für das Unternehmen hätte arbeiten können, empfand ich als ungewöhnlich und wenig professionell.
Abgesehen von der Mülltrennung ist mir kein besonderes Umweltengagement aufgefallen. Auch beim sozialen Umgang mit den Mitarbeitenden habe ich eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und tatsächlicher Erfahrung wahrgenommen. Bemerkenswert fand ich zudem, dass die eigenen Büroräume trotz des Tätigkeitsfeldes Barrierefreiheit nicht barrierefrei waren.
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden war für mich sehr gut. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und auch in schwierigen Situationen zusammengehalten. Dieser Zusammenhalt entstand vor allem aus dem Team selbst und wurde weniger durch die Führung geprägt.
Das Alter spielte aus meiner Sicht keine besondere Rolle. Den Umgang des Chefs mit einem langjährigen Mitarbeitenden habe ich jedoch teilweise als respektlos und herabwürdigend erlebt. Insbesondere Äußerungen vor anderen Mitarbeitenden empfand ich als unprofessionell.
Der Führungsstil war für mich sehr wechselhaft, wenig transparent und schwer einzuschätzen. Auf neue Ideen folgten häufig kurzfristige Richtungswechsel, gleichzeitig wurde regelmäßig erheblicher Druck hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation vermittelt. Teilweise wurden Mitarbeitende vor anderen abgewertet. Der Chef konnte durchaus für Projekte begeistern und hatte viele Ideen. Die fehlende Konstanz in der Führung überwog für mich jedoch deutlich.
Das Büro war ansprechend eingerichtet und grundsätzlich gut ausgestattet, allerdings sehr beengt und akustisch schwierig. An manchen Tagen arbeiteten fünf Mitarbeitende gleichzeitig in einem einzigen Raum, in dem sich zudem zwei große Hunde aufhielten. Dadurch war es entsprechend laut und teilweise stickig. Der Konferenzraum war gleichzeitig das Büro des Chefs. Eine Möglichkeit, die Mittagspause in einem ruhigeren oder ungestörten Bereich zu verbringen, bestand nicht. Einen eigenen Dienst-Laptop hatte ich bis zu meinem Ausscheiden trotz vorheriger Absprache nicht. Somit musste ich mit meinem privaten Laptop im Homeoffice arbeiten.
Gerade zu Beginn waren Aufgaben, Zuständigkeiten und Erwartungen häufig nicht eindeutig. Informationen wurden über unterschiedliche Wege weitergegeben und Entscheidungen waren teilweise schwer nachzuvollziehen. Mit der Einführung von MS Planner wurde die interne Abstimmung besser. Die Kommunikation von Seiten der Führung blieb für mich dennoch zu wenig transparent.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden durchgehend gleich behandelt wurden. Persönliche Sympathien schienen dabei teilweise eine Rolle zu spielen. Leistung war grundsätzlich relevant, gleichzeitig war die wechselnde Behandlung durch den Chef für mich schwer einzuschätzen.
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und fachlich interessant. Besonders Leitsysteme und Barrierefreiheit haben mir gefallen und waren ein wichtiger Grund für meine Bewerbung. Ich konnte eigene Ideen einbringen und direkt mit Kunden arbeiten. Gerade bei den Leitsystemen hätte ich mir noch mehr Verantwortung und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gewünscht.