Häufige Umstrukturierung und Führungswechsel, aber trotzdem unterm Strich ein guter Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt, Arbeitsbedingungen, 'die Sache' (Krankheiten heilen/behandeln), weitgehend positiver Umgang, Benefits und vor allem: Homeoffice!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Umstrukturierungen dauern viel zu lang und passieren im Moment zu häufig.
Verbesserungsvorschläge
Es muss wieder etwas Ruhe in den Apparat kommen, damit man die Arbeitskraft optimaler einsetzen kann und nicht ständig aus Sorge um den Job oder durch wechselnde Ziele/Führung abgelenkt ist. Man braucht auch mal etwas Zeit zwischen den Änderungen, um eben die Ziele auch zu erreichen (nicht immer anfangen, dann neues Ziel, also was neues anfangen, und wieder von vorne).
Arbeitsatmosphäre
Nach über 20 Jahren bei GSK würde ich die Arbeitsatmosphäre normalerweise als positiv bewerten, aber die häufigen Umstrukturierungen der letzten Jahre und die damit verbundene Unsicherheit zehrt doch an der Substanz und lenkt von den eigentlichen Zielen ab. Ebenso häufige Führungs und Strategiewechsel führen zu einer mentalen Ermüdung und auch Stress, weil es ja immer eine gewisse Anpassung braucht, um mit einem neuen Vorgesetzten wieder optimal eingespielt nach vorne hin zu arbeiten.
Image
Gut, denke ich. Finde es positiv, dass das Unternehmen wieder in die Onkologie eingestiegen ist und die 'Limo-Sparte' (Consumer Health) nun extra läuft.
Work-Life-Balance
Sehr gut, weil wir - anders als andere Firmen - immer noch die Möglichkeit haben, zumindest teilweise im Homeoffice zu arbeiten. Ich hatte auch noch nie Probleme, meine Arbeitszeit innerhalb der Woche flexibel zu gestalten z.B. um unvermeidliche Arzttermine wahrnehmen zu können. Forciertes 'Back to Office' würde mEn das Unternehmen nicht weiterbringen.
Karriere/Weiterbildung
HIer gilt das gleiche wie für interessante Aufgaben. Man muss mitmachen und pro-aktiv sinnvolle Entwicklungsmöglichkeiten für die eigene Karriere ausfindig machen und dann im Vorgesetztengespräch verdeutlichen, wie das der Firmentstrategie zuträglich ist. Dann bekommt man auch die Weiterbildung, die man braucht. Auch wird es positiv gesehen, wenn man die interne Lernplattform und Kurse nutzt (und man spielt den eigenen Skills zu). Super auch, dass momentan wirklich viele (online) Trainings zur AI Nutzung angeboten werden. Wenn man aber passiv darauf wartet, dass man 3 Mal im Jahr ins 5 Sterne Hotel zu einer 5-tägigen externen Schulung geschickt wird, werden die Erwartungen vielleicht nicht erfüllt.
Gehalt/Benefits
Sehr gut. Es gibt viele Möglichkeiten und Absicherungen bei GSK. Weihnachts/Urlaubsgeld, extra Gehalt, betriebliche Altersvorsorge, Betriebsratunterstützung, Gewerkschaftsanbindung, reduzierte Preise z.B. für Fahrräder, Unfallversicherung, Yogakurse im Büro etc. Und v.a. flexibles Arbeiten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gut, glaube ich (habe aber den letzten Corporate Responsibility Report nicht gelesen, um ehrlich zu sein).
Kollegenzusammenhalt
Ist grundsätzlich gut, auch weil GSK deutliche Regeln zu Mobbing/Harassment und zum Umgang miteinander hat, was glaube ich echt hilft.
Umgang mit älteren Kollegen
Gut. Es gibt etliche Kollegen in dne (geschätzt) 50ern+ , und neben Angeboten wie Altersteilzeit habe ich auch nicht das Gefühl, dass man schlecht mit diesen Kollegen umgeht. Flexibles Arbeiten stemmt hier bestimmt den großteil der Bedürfnisse.
Vorgesetztenverhalten
Überwiegend ok, nur der ständige Wechsel wirkt sich auf die Produktivität und den Fokus aus.
Arbeitsbedingungen
Ziemlich gut. Es gibt ein modernes klimatisiertes Büro in München mit Stellplätzen bzw. gut per Ubahn erreichbar. Dazu eine Vereinbarung zu flexiblem Arbeiten im Homeoffice. Die technische Ausstattung ist ok (Laptop bzw. iPad, plus Handy). Im Büro gibt es Getränke aus fancy' Kaffeeautomaten (oder Wasser/Tee) umsonst, eine Kantine (nicht billig aber ganz gut, finde ich) und einen Kiosk.. so muss man keine Zeit verschwenden in der Pause. Grossraumbüro muss man halt mögen. Für konzentriertes Arbeiten ist es nicht immer optimal (auch wenn es etliche 'Telefonzellen' zum stillen Arbeiten gibt, zum Ausweichen), aber unterm Strich finde ich die Arbeitsbedingungen modern und gut.
Stress-Level ist im Moment etwas erhöht wegen Umstrukturierungen, aber normalerweise ist es machbar. Der Druck und die Arbeit gehen nie aus (und das kann beizeiten etwas stressig werden), aber man wird nicht systematisch kaputtgearbeitet im Unternehmen. HR Unterstützung ist gefühlt etwas dünn gesät (ausgelagert). Da muss man sich mit einem Ticketsystem arrangieren.
Kommunikation
Könnte in einigen Bereichen verbessert werden z.B. schnellere/häufigere (konkrete!) Updates zu Umstrukturierungs-Resultaten. Aber grundsätzlich ist v.a. das deutsche Kommunikations-Team immer auf Zack und die Kombination aus all-hands Meetings, ad hoc Emails, Newsletter und Firmen-Social-Media fühlt sich ausreichend an.
Gleichberechtigung
Trotz dem Druck aus Übersee wird die Gleichberechtigung gross geschrieben, was ich sehr schätze. Der Arbeitgeber ist auch bereit, Anpassungen am Arbeitsverhältnis zu erwägen und ggfs. umzusetzen z.B. reduzierte Arbeitszeit für eine junge Mutter, etwas mehr Homeoffice für einen behinderten/älteren Kollegen etc. Finde ich gut, denn letztlich ermöglicht man den Mitarbeitern so, maximale produktiv zu sein, was ja am Ende dem Unternehmen selbst zugute kommt.
Interessante Aufgaben
Wenn man sich selbst kümmert und Interesse zeigt, findet man zumindest im IT Bereich eine Vielzahl von interessanten und abwechslungsreichen Pprojekten und Aufgaben. Man muss halt auch pro-aktiv sein und die Augen aufhalten, und sich nicht darauf verlassen, dass man bei maximal passiver Haltung alles auf dem silbernen Tablett serviert bekommt ;) .