18 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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18 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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18 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Meine Bewerbung für einen Ausbildungsplatz bei Gühring liegt inzwischen fast ein Jahr zurück. Ich habe lange überlegt, ob ich noch eine Bewertung schreiben möchte, da mir dieses Bewerbungsgespräch bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Vor meiner Bewerbung hatte ich bereits Bewertungen zum Bewerbungsprozess gelesen. Dabei stieß ich auf eine Bewertung aus dem Jahr 2015, die eine sehr ähnliche Erfahrung mit der Gesprächsführung beschrieb. Damals dachte ich, dass es sich vermutlich um eine Ausnahme handeln müsse. Umso erschreckender war es für mich, 2025 selbst eine vergleichbare Erfahrung zu machen. Dass eine solche Erfahrung bereits zehn Jahre zuvor beschrieben wurde, finde ich besonders enttäuschend. Natürlich kann ich nicht beurteilen, was intern mit der damaligen Rückmeldung passiert ist, dennoch hätte ich erwartet, dass sich ein Bewerbungsprozess in zehn Jahren weiterentwickelt.
Ich wurde zu einem Eignungstest und anschließend zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Beides fand am selben Tag statt.
Der schriftliche Test war sehr umfangreich und in der vorgegebenen Zeit aus meiner Sicht kaum vollständig zu bearbeiten. Es entstand der Eindruck, dass neben dem Ergebnis auch der Umgang mit starkem Zeitdruck beobachtet wurde.
Das anschließende Gespräch empfand ich nicht als klassisches Bewerbungsgespräch, sondern als sehr konfrontativ und teilweise wie ein Verhör. Gegen gezielte Stressfragen habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden. Problematisch war für mich jedoch, dass sich die gesamte Gesprächsführung sehr stressintensiv gestaltete und wiederholt bei bereits beantworteten Fragen nachgehakt wurde.
Besonders irritierend empfand ich Aussagen und Fragen, die ich als unnötig oder herablassend wahrgenommen habe, unter anderem im Zusammenhang mit meinem Alter sowie die Aussage, meine Bewerbung sei „zu spät“ erfolgt.
Ich hatte mich im November für eine Ausbildung beworben, die im September des darauffolgenden Jahres beginnen sollte, also ungefähr zehn Monate vor Ausbildungsbeginn. Da gleichzeitig noch weitere Bewerberinnen und Bewerber eingeladen wurden, empfand ich die Aussage, meine Bewerbung sei zu spät, als schwer nachvollziehbar. Natürlich kann eine Bewerbung aus Sicht des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zu spät sein. Dann hätte ich jedoch eine frühzeitige Absage nachvollziehbarer gefunden, anstatt mich zunächst noch durch Eignungstest und persönliches Gespräch zu führen.
Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass mein Lebenslauf und mein Anschreiben nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, dass ich mich im Gespräch nochmals vorstellen oder Fragen zu meinem Werdegang beantworten sollte. Das gehört für mich selbstverständlich dazu. Problematisch waren vielmehr grundlegende Fragen, deren Antworten bereits aus meinen Unterlagen hervorgingen. So wurde ich beispielsweise in einem für mich herablassenden Ton gefragt, ob ich in diesem Bereich kein Praktikum gemacht hätte. In meinem Anschreiben hatte ich ausdrücklich geschrieben, dass ich gerne ein entsprechendes Praktikum machen würde, und auch aus meinem Lebenslauf ging hervor, dass ich keines absolviert hatte. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass meine Unterlagen vor dem Gespräch nicht ausreichend gelesen wurden.
Diese Bewertung schreibe ich nicht aufgrund einer Absage. Eine Absage wäre für mich völlig in Ordnung gewesen. Entscheidend ist für mich die Art und Weise, wie das Auswahlverfahren und insbesondere das persönliche Gespräch geführt wurden.
Selbst wenn ich einen Ausbildungsplatz angeboten bekommen hätte, hätte ich mich nach diesem Gespräch bewusst gegen das Unternehmen entschieden. Ein Bewerbungsprozess sollte meiner Meinung nach nicht nur dazu dienen, Bewerber zu beurteilen, sondern auch dem gegenseitigen Kennenlernen dienen. Gerade bei einer Ausbildung sollte ein respektvoller und wertschätzender Umgang eine wichtige Rolle spielen.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Schwerpunkt weniger auf einem gegenseitigen Kennenlernen als auf Stress, Rechtfertigung und Druck lag. Nach mehreren anderen Bewerbungsgesprächen kann ich sagen, dass diese Erfahrung für mich keineswegs der normale Ablauf eines Bewerbungsgesprächs war.
Mit was für Problemen wurden sie beruflich schon konfrontiert und wie haben sie diese gelöst
Dem Bewerber mehr Wertschätzung entgegen bringen.
Fachkräfte bzw. Bewerber mit mehr Respekt behandeln.
Zu Zeiten eines Bewerbermarktes nicht tragbar.
Keine
Bei diesem Fachkräftemangel heutzutage können die es sich eigentlich nicht leisten so unsympathisch zu sein. Nicht die Arbeitnehmer sind auf die Arbeitgeber angewiesen, sondern andersherum.
Eventuell zukünftige Entwicklungen in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen.
Die Personalabteilung sollte sich zeitnah bei Bewerbern melden (2-3 Wochen sind auch in größeren Unternehmen machbar). Wenn ein Bewerber ernsthaftes Interesse am Unternehmen zeigt und keine Rückmeldung erhält wirkt das sehr unprofessionell. Hier ist die Personalabteilung in der Bringschuld.
Bewerbungsprozess verbessern
In 50 Minuten wurde ein umfangreicher Test bestehend aus ca 20 A4 Seiten durchgeführt. Dieser bestand aus Fragen zum Unternehmen, Mathematik, Deutsch, IT-Spezifische Fragen und Konzentrationstests. 1 A4 Seite war beispielsweise voller Buchstabenreihen und man sollte am Ende der Zeile jeweils angeben, wie oft der Buchstabe 'd' darin vorkam. Der Test ist sehr umfangreich und in der angegebenen Zeit niemals zu schaffen.
Danach fand ein "Vorstellungsgespräch" mit zwei Personen statt. Ich empfand es allerdings eher als Kreuzverhör, da hauptsächlich Fragen gestellt wurden - darunter auch einige Private, die einen Arbeitgeber nichts anzugehen haben. Von eigenen Fragen wurde der Gesprächsverlauf nicht beeinflusst, diese wurden auf das Ende verschoben.
Dazu kam im Vorfeld etwas durcheinander, da mir angeblich eine Zusage per Mail geschickt wurde. Ich habe jedoch keine erhalten. Bei etlichen anderen Firmen ist das nicht passiert. Von einer solch großen Firma bin ich enttäuscht, dass so mit den Bewerbern umgegangen wird!
Sehr angenehmes Bewerbungsgespräch
Wieso haben Sie sich für dieses Unternehmen entschieden?
So verdient kununu Geld.