Was dort in der Spritzerei abgeht, ist einfach nur unterste Schublade.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Bezahlung.
In anderen Abteilungen ist es auch viel harmonischer, habe schon öfter in anderen Bereichen arbeiten müssen , als wir zb zu viel Personal hatten.
All das negative, was ich geschrieben habe, bezieht sich ausschließlich auf die Spritzerei
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu viel.... Am meisten die Vorgesetzten, den ganzen Tag nur am quatschen, am Kaffee trinken, und Leute am kommandieren. Natürlich mit den Freizeitklamotten kommen, und diese wollen die nicht schmutzig machen , die sind sich zu fein, oder wie sie selber sagen "überqualifiziert" für solche Aufgaben. Dabei haben sie Gruppenleiter (nicht alle!), die absolut keine ahnung von der Spritzerei haben, von den Teilen die produziert werden, oder von Kunststoffen an sich. Total fehl am Platz.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Kontrollen, was die Koordinatoren oder Gruppenleiter den ganzen Tag tun. Bisher werden nur die Produktiven stark kontrolliert.
Werden 4 Gruppenleiter auf der Frühschicht benötigt? Wieso wird keiner auf der Mittagsschicht benötigt ?
Auf der Frühschicht rennen bestimmt 3-4 Leute rum, die den ganzen Tag nichts machen, und es wird sogar geduldet.
Leistungsbeurteilungen abschaffen, ein völlig korruptes System. Passt einem das Gesicht nicht, gibt es Punktabzüge.
Arbeitsatmosphäre
Katastrophal. Um die Produktivität zu steigern, werden die Leute maßlos überfordert, was zu hohen Krankheitsständen in der Firma sorgt.
Image
in ganz Deutschland denke ich ein gutes Image.. bei den Arbeitnehmern im Saarland jedoch ein ganz schlechtes Image.
Work-Life-Balance
An sich super, wenn man nicht den Druck von den Vorgesetzten bekommt, sich für Samstag oder Sonntag einzutragen. Es wird immer betont, dass es freiwillig ist, man bekommt jedoch Punkte bei der Leistungsbeurteilung abgezogen.
Karriere/Weiterbildung
Nur in höhere Positionen, oder man ist ein Privater Kollege des Gruppenleiters, dann geht alles ganz schnell. Innerhalb von einem halben Jahr kann man sich dann hocharbeiten von einem Produktiven zu einem Einrichter ohne abgeschlossene Ausbildung, wird auf alle Schulungen geschickt, während manche schon 25 Jahre im Beruf sind und den Beruf gelernt haben, und sich wünschen würden, auch auf solche Schulungen gehen zu können.
Gehalt/Benefits
An sich Super und immer pünktlich, bezahlung nach Tarif. Den einen Stern muss ich jedoch abziehen, da es Leute in der Firma gibt oder gab, die Tätigkeiten ausführen, aber schon mehrere Monate/Jahre um eine Erhöhung der Era kämpfen, bislang erfolglos. Obwohl er für diese Tätigkeit auch die Era bekommen müsste, für die er kämpft. Die finden aber immer einen neuen Grund, der Person bloß nicht die 50 eur Netto im Monat mehr zu bezahlen. Geht es jedoch darum, das Gehalt eines Gruppenleiters oder sonstiges zu erhöhen, geht das Ruckzuck, auch wenn sie nicht mehr machen wie vorher.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
War früher mal schlimmer, mittlerweile geht es in die richtige Richtung.
Kollegenzusammenhalt
Super. Klar gibt es immer schwarze Schafe, aber die hat man überall. Das schlimme jedoch, dass dies geduldet wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nichts zu sagen, mir ist nichts negatives aufgefallen.
Vorgesetztenverhalten
Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Manche Koordinatoren sitzen den ganzen Tag nur in ihrem Büro und machen wirklich nichts, außer E-Mails lesen und zu antworten. Bist du ein Kollege des Koordinators, wirst du stark bevorzugt in Sachen Urlaub oder Arbeitsplatz.
Die Gruppenleiter sind nur da, um irgendwelche Leute zu kommandieren und nach Schmutz zu suchen, und zu schauen, ob die Paletten exakt im markierten Bereich stehen. Sehen die, dass eine Druckluftpistole z.b. auf dem Boden liegt, machen Sie Fotos, gehen hoch in ihr Büro, schreiben eine E-Mail an den Koordinator, damit er eine Person abstellt, um diese Liste abzuarbeiten, anstatt die Druckluftpistole selber aufzuheben und vor sich an den Halter zu hängen oder den falsch stehenden Staubsauger an den richtigen Platz zu stellen. Ihre eigentliche Arbeit wird mittlerweile von Studenten erledigt.
Kommt ein neuer Tisch zb für die Produktiven, werden lieber 2 Maschinen abgestellt, damit der Produktive den Tisch zusammenbaut, wie diesen selber aufzubauen. Ihre Devise ist, sich bloß nicht die Hände schmutzig zu machen.
Und dann immer wieder von Produktivität sprechen.... lieber mal an sich selber arbeiten.
Arbeitsbedingungen
Manchmal gut, Manchmal schlecht. Kommt immer darauf an, wo man eingesetzt wird und wie viele Teile man machen muss. Haben Sie dich auf dem Kieker, hast du immer den schlimmsten Platz.
Kommunikation
Kommunikation nicht vorhanden.
Gleichberechtigung
Bist du jeden Samstag oder Sonntag da, bist du der König, dann wird dir jeder Wunsch erfüllt. Auch das Geld wird angepasst (Leistungsbeurteilung wird drastisch erhöht, auch wenn man nicht unter der Woche mehr leistet wie andere).
Interessante Aufgaben
Gibt es viele, kommt jedoch darauf an, wo man eingesetzt wird. Kann auch sehr Monoton sein.
Die interessanteste Aufgabe ist jedoch, wenn ich mal wieder zum putzen abgestellt werde, und Öl wegsaugen muss von den Maschinen Wannen, was in einem Tag wieder voll mit Öl ist. Anstatt endlich die Maschinen mal abzudichten, lieber wieder auf 3 Schichten 1-2 Personen abstellen für zum säubern, bevor der Gemba Walk Freitags beginnt.

