Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Ausbildung bietet Einblicke in viele verschiedene Abteilungen, was den Arbeitsalltag abwechslungsreich und spannend macht. Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind sehr nett, freundlich und binden Auszubildende aktiv ein. Besonders die Kommunikationsabteilung bietet viel Raum für Kreativität und eigene Ideen. Die Arbeitszeiten sind flexibel, Gleitzeit gilt sowohl für Auszubildende als auch für reguläre Mitarbeiter, und die Ausbildungsvergütung ist nach Tarif geregelt. Insgesamt herrscht in den meisten Abteilungen eine sehr gute Arbeitsatmosphäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ein negativer Punkt war der Umgang mit Arbeitsmitteln: Mein Laptop ging kaputt und ich habe ihn einfach nicht zurückbekommen, über den Stand wurde ich nicht informiert. Zudem wurde mir als Auszubildendem eine Rechnung von 250 € für die Reparatur gestellt, die ich in vier Raten zahlen musste, obwohl finanzielle Mittel ohnehin begrenzt sind. Solche Situationen haben den Eindruck verstärkt, dass Wertschätzung und Unterstützung für Auszubildende verbessert werden könnten.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir mehr Transparenz bei Übernahme und Karrierechancen wünschen, damit Entscheidungen nachvollziehbarer sind. Außerdem wäre eine schnellere Bearbeitung von wichtigen Dokumenten, Reisekostenerstattungen und Tagespauschalen hilfreich. Fachlich stärker eingebundene Ausbilder – weniger Betreuung ausschließlich über die Personalabteilung – würden die Ausbildung noch praxisnaher machen. Bei finanziellen Leistungen, z. B. Tagespauschalen für Berufsschule oder Klassenfahrten, wäre es wünschenswert, sich an anderen Kammern zu orientieren oder mitzuhalten, um Wertschätzung zu zeigen. Auch regelmäßiges, konstruktives Feedback würde die Ausbildung insgesamt verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist je nach Abteilung unterschiedlich, aber überwiegend sehr gut. Ich habe es nur selten erlebt, dass Kolleginnen oder Kollegen die Stimmung negativ beeinflusst haben.
Karrierechancen
Die Karriere- und Übernahmemöglichkeiten empfand ich als sehr frustrierend. Es gab wenig transparente Informationen, und Entscheidungen wirkten teilweise unklar oder schwer nachvollziehbar. Für Auszubildende hätte ich mir hier mehr Perspektiven und eine klarere Kommunikation gewünscht.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind flexibel, Gleitzeit wird sowohl für Auszubildende als auch für reguläre Mitarbeiter angeboten.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung ist nach Tarif geregelt, daher kann ich hier nichts Negatives berichten.
Die Ausbilder
Während meiner Ausbildung hatte ich drei Ausbilder/innen. Am zufriedensten war ich mit meinem ersten Ausbilder, der mich auch eingestellt hat, jedoch früh die Abteilung wechselte. Der Umgang war stets sehr freundlich und verständnisvoll von allen drei. Eine Ausbilderperson aus der Personalabteilung halte ich persönlich jedoch nur bedingt für sinnvoll – hier hätte ich mir teilweise mehr fachliche Begleitung und Einsatz im Arbeitsalltag gewünscht.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor ist auf jeden Fall gegeben. Man durchläuft viele verschiedene Abteilungen, die meisten Kolleginnen und Kollegen sind sehr nett und beziehen einen aktiv mit ein. Besonders in der Kommunikationsabteilung hat man die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten und eigene Ideen einzubringen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben entsprechen überwiegend typischen Verwaltungs- und Sachbearbeitertätigkeiten. Je nach Abteilung unterscheiden sich die Inhalte – manche Bereiche machen mehr Spaß, andere weniger. Wie in jeder Ausbildung gehören natürlich auch Routine- und weniger spannende Aufgaben dazu.
Respekt
Grundsätzlich wird man respektvoll behandelt. Dennoch gab es Situationen, in denen ich enttäuscht war – besonders im Hinblick auf das Thema Übernahme, wo ich mir eine transparentere Kommunikation gewünscht hätte. Auch organisatorische Dinge, wie die Berufsschule mit Internatsaufenthalt, wurden nur nach Tarif abgegolten, während andere Kammern hier deutlich großzügiger sind. Ähnlich verhielt es sich bei der Klassenfahrt, die nicht vollständig übernommen wurde. Dazu kommt, dass man plötzlich nur noch mit der Bahn zur Berufschule fahren durfte und ich es erst danach erfuhr, und somit auf Kosten sitzen blieb.
Darüber hinaus gab es Verzögerungen bei wichtigen Dokumenten: Ich konnte nicht auf den Postweg warten, schrieb zwei E-Mails, erhielt jedoch keine Rückmeldung, was in dringenden Situationen sehr frustrierend war. Auch die Reisekostenerstattung ließ leider oft lange auf sich warten. Solche Erfahrungen lassen einen manchmal das Gefühl vermissen, wirklich wertgeschätzt zu werden. Leider war ich auch mit meinem Arbeitszeugnis nicht zufrieden.