Mehr Schein als Sein
Arbeitsatmosphäre
Es gibt einen beständigen Kern, der seit Beginn dort arbeitet. Allerdings haben in den letzten drei Jahren auch knapp 25 Personen das Unternehmen verlassen.
Man merkt sehr, welche Abteilungen und welche Mitarbeiter von der Chefetage gemocht werden und wer nicht. Je nach dem in welcher Abteilung man arbeitet, herrscht hoher Druck, Umsatz zu generieren. Wertschätzung an der Person und der Arbeit ist bis auf weihnachtliche Standard-Ansprachen nicht existent, monitär schon gar nicht.
Kommunikation
Sehr schlecht. Dinge werden nicht weitergeben, obwohl es anders gesagt wurde. Die Abteilungen arbeiten zum Teil sehr unterschiedlich, Versuche es einheitlicher zu gestalten, sind schwer umsetzbar. Hier fehlt es oft an einer klaren Linie, was dann wiederum zu Mehrarbeit führt. Obwohl mehrmals bei den direkten Vorgesetzten angesprochen, ändert sich nichts.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut. Einer der Hauptgründe, wieso noch viele dort arbeiten. Es werden verschiedene Firmenevents wie Kohltour, Weihnachtsfeier und Sommerfest (je auf der Arbeit meist auf Selbstzahlerbasis, bzw. mitgebrachtem Essen) veranstaltet, meist initiativ ausgehend von den Mitarbeitern.
Work-Life-Balance
"Vollzeit" heißt fast immer 9-18 Uhr, jeden Tag. Home Office ist möglich, aber nicht jeden Tag und auch sehr unterschiedlich von Abteilung zu Abteilung.
Vorgesetztenverhalten
Schlecht. Jedes, wirklich jedes Lob wird mit einem "Aber" versehen. Es ist nie genug. Meetings werden des öfteren unsachlich geführt, VG wird laut oder unterbricht einen. Angebrachte Kritik wird ignoriert. Es kam auch des öfteren vor, dass man während seiner Pause mit Geschäftlichem behelligt wird.
Gehalt/Benefits
Es gibt Unterschiede zwischen Altverträgen und neueren, vor allem in der Gehaltsklasse. Es mag mit ein Grund sein, wieso sich in den letzten Jahren viele jüngere Leute noch einmal umorientiert haben oder dies planen.
Karriere/Weiterbildung
Außer dem Umstieg zum Produkteinkäufer gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten.