Eintritt in Abteilung kam "überraschend"?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Mensch (unabhängig ob als Kunde oder Mitarbeiter) seht im Vordergrund. Der wertschätzende und respektvolle Umgang ist ein fester Bestandteil der Unternehmenswerte.
Die Umwelt und deren Schutz und Erhaltung ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Unternehmenswerte.
Die Stimmung im Unternehmen, das Gefühl von: wir halten zusammen, hat mich begeistert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
HAWN ist Teil eines Konzerns und damit nicht so flexibel wie ein mittelständisches Unternehmen. Individuelle Ideen und Lösungen können daher nicht einfach mal ausprobiert werden.
Dass ich nach 6 Wochen gekündigt habe, liegt nur in Teilen am Arbeitgeber. Daran haben meine Vorgesetzte und ich selbst auch ebenso unseren Anteil dran. Das sagt aber eben nicht viel über den Arbeitgeber aus und das möchte ich hiermit unterstreichen.
Verbesserungsvorschläge
Die Digitalisierung im Technik-Bereich weiter vorantreiben, das bringt viel für die MitarbeiterInnen, das Unternehmen UND DIE UMWELT.
Die Digitalisierung in der Verwaltung/im kaufm. Bereich dringend in Angriff nehmen. Nur so können alle heute bereits verfügbaren Möglichkeiten gewinnbringend für alle Beteiligten genutzt werden, Fachkräftemangel aufgefangen werden.
Ich empfehle weiterhin einen elektrischen Shuttel-Service alle 30 min zwischen HAWN und der nächsten S-/U-/AKN-Station, damit die Nutzung des ÖPNV noch eher in den Fokus genommen werden kann. Alternativ einen elektr. Shuttel-Service von zwei umliegenden P+R-Parkplätzen, an denen die Arbeitnehmer ihre PKW abstellen. Idee: Kooperation zwischen MOIA und HAWN.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich angenehm - ich erhielt bereits am 2. Arbeitstag Infos/Internas über KollegInnen, die ich mal vorsichtig als Klatsch und Tratsch bezeichnen würde. Das fühlte sich komisch an und ich war vorsichtig, was ich wem nun von mir berichten kann/sollte.
Image
Das Unternehmen mit seinen Zielen ist als Arbeitgeber eher unbekannt. Hier kann HAWN noch sichtbarer werden.
Work-Life-Balance
Die tägliche/flexible Arbeitszeit soll von 6 Uhr bis 19.15 Uhr erledigt werden. Grundsätzlich ist eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit in jew. 10%-Schritten möglich, so wurde es im Vorstellungsgespräch mitgeteilt.
Als ich in der Praxis (leider) sehr schnell festgestellt habe, dass ich aus persönlichen Gründen Vollzeit nicht schaffe, habe ich das sofort angesprochen. Natürlich ist es eine richtig doofe Situation, wenn Vollzeit vereinbart wurde (so war die Stelle auch ausgeschrieben), ich aber schnell feststelle, dass ich meine Zusage nicht einhalten kann. Ich habe um eine Reduzierung auf 80% gebeten - und als Kompromiss 90% angeboten.
Das war aus organisatorischen Gründen laut meiner Vorgesetzten nicht möglich, da eine Zustimmung des Personalrats notwendig ist und meine Stelle von zwei Unternehmen finanziert wird. Außerdem sei so viel Arbeit da, dass es die Stundenzahl braucht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
HAWN denkt in allen Punkten sehr umweltbewusst und versteht sich als Vorreiter. Das gilt auch bei der Frage, der Verantwortung gegenüber jedem einzelnen Kunden: was bedeutet die umweltbewusste Wärmeversorgung kostenmäßig für jeden Verbraucher als auch für die Umwelt ingesamt. Respekt.
Jeder Mitarbeiter ist wichtig und soll abends gesund und unversehrt nach Hause kommen. Dafür wird sehr viel im Bereich Gesundheit und Sicherheit getan.
Kollegenzusammenhalt
Die KollegInnen gehen oftmals und gerne zusammen in die Mittagspause und gehen kameradschaftlich miteinander um.
Vorgesetztenverhalten
Meine Vorgesetzte hat sich Zeit Gespräche genommen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass ich überraschend oder zu früh angefangen habe. Ich hatte den Eindruck, dass es keine Struktur und keinen Einarbeitungsplan für mich und die Aufgabenstellung gab. Ich habe hier nachgefragt, ob und wo ein Einarbeitungsplan zu finden ist, zumal ich zwei entsprechende Dokumente für zwei andere Kolleginnen gefunden hatte. - Das wollte meine Vorgesetzte mal mitnehmen.
Auf meine konkreten Nachfragen, wie ich meine 20 Jahre Berufserfahrung rund um digitale Aktenverwaltung/Kundenverwaltungen sowie die Digitalisierung und Automatisierung von kaufm. Arbeitsprozessen gewinnbringend für HAWN einbringen kann, wenn jetzt die Aufgabe, über die wir konkret im Vorstellungsgespräche gesprochen hatten, von einer Kollegin übernommen worden ist, gab es keine Antworten.
Arbeitsbedingungen
Die Digitalisierung im Bereich der Technik ist bei HAWN beeindruckend weit fortgeschritten - in der Verwaltung/im kaufmännischen Bereich ist noch sehr viel Potential = Luft nach oben.
Die 50/50 Regelung Büro/Home-Office ist super; ob es eine gute Idee ist, die sog. modernen Arbeitswelten umzusetzen, wird sich heraus stellen. Der Spagat zwischen: notwendig, weil dann alle Arbeitsplätze auch regelmäßig genutzt werden zu, Demotivation langjähriger KollegInnen, die sich dann nicht mehr zugehörig fühlen, dürfte auch hier alles dabei sein.
Es gibt viele tolle add-ons, die einen Arbeitstag vor Ort sehr angenehm machen.
Kommunikation
Meine Fragen habe ich offen aber sorgfältig direkt meinem Gegenüber gestellt, wie z.B. mit welchem Ziel ich mir aus diverse Ordnern über 70 Dokumente durchlesen soll. Oder: ob ich mich in dem Projekt, für das ich eingestellt worden bin, mit einbringen und beteiligen kann. Oder: ob und wo es einen Einarbeitungsplan für mich gibt.
Die Antworten waren ausweichend oder: das nehme ich mal mit.
Interessante Aufgaben
Da es keinen Plan gab, welche Aufgaben ich denn nun übernehmen soll und wie ich denn nun konkret eingesetzt werden kann, kann ich dazu schlicht nichts sagen.


