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Harro 
Höfliger 
Verpackungsmaschinen 
GmbH
Bewertung

Der trügerische Höhenflug: Vetternwirtschaft, HH-Spirit und der ungesunde Wachstum.

3,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH in Allmersbach im Tal gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Dieser Arbeitgeber bietet eine solide Arbeitsplatzsicherheit, was es den Mitarbeitern ermöglicht, langfristig zu planen und sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Der breite Aufgabenbereich ermöglicht den Angestellten, vielfältige Verantwortung zu übernehmen und bedeutende Entscheidungen zu treffen, was nicht nur die persönliche Entwicklung fördert, sondern auch ein Gefühl von Wertschätzung und Einfluss innerhalb des Unternehmens vermittelt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitgeber zeigt Nachteile durch Vetternwirtschaft und ein verstärktes Gefühl von Greenwashing. Beispiel: Der Schokonikolaus wurde aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands abgeschafft, jedoch erhielten einige Jahre später alle Mitarbeiter Honig aus einer privaten Produktion als Geschenk.

Die Betriebsleitung offenbart eine falsche Einstellung, indem sie sich nicht angemessen um das Wohlergehen der Mitarbeiter kümmert. Trotz eines zunehmenden Mitarbeiterstamms bleibt die Produktivität stagnierend. Zukünftige Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland, wie in die Türkei und nach Indien, deutet auf fehlende Wertschätzung der lokalen Arbeitskräfte hin und birgt ethische und qualitative Bedenken.

Verbesserungsvorschläge

Überdenken der Vorgesetztenrolle (Meister), Reduzierung von Meisterstellen zugunsten von technischen Spezialisten.

Kontrolliertes Wachstum anstreben und nicht unkontrollierten Rekorden hinterherjagen, die nicht nachhaltig sind.

Etablieren einer spezifischen Kommunikationsplattform für wichtige Unternehmensnachrichten.

Offene und ehrliche Kommunikation mit den Mitarbeitern fördern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre in der Firma ist im Großen und Ganzen positiv, wobei der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern spürbar ist. Es herrscht eine gute Stimmung, jedoch ist anzumerken, dass diese in der Vergangenheit schon ausgeprägter war. Es scheint, als ob die Bedingungen versucht werden auf ein höheres Niveau zu heben, was mal mehr und mal weniger erfolgreich durch das Engagement der Vorgesetzten gelingt.

Es ist klar erkennbar, dass die Führungsebene bemüht ist, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dabei variieren jedoch die Resultate je nach Einsatz der Vorgesetzten. In manchen Fällen gelingt es ihnen, ein besseres Arbeitsumfeld zu schaffen, während es in anderen Situationen noch Raum für Verbesserungen gibt.

Trotz dieser Schwankungen im Engagement der Vorgesetzten ist das Gesamtbild der Arbeitsatmosphäre positiv. Der Teamzusammenhalt ist vorhanden und trägt maßgeblich zu einer angenehmen Arbeitsumgebung bei. Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig und arbeiten gemeinsam an Projekten, was zu einer produktiven und kooperativen Atmosphäre beiträgt.

Insgesamt kann gesagt werden, dass die Arbeitsatmosphäre trotz möglicher Verbesserungspotenziale als gut bis sehr gut ist.

Kommunikation

In der Firma bleibt der Flurfunk eine unvermeidbare Quelle für Informationen, die oft ein realistisches Bild der Geschehnisse vermittelt. Die Mitteilungen der verschiedenen TB-Bereiche variieren stark in Tempo und Qualität, wodurch allgemeine Abteilungen oft über die TB-Netzwerke nach spezifischen Informationen suchen müssen. Die Kommunikation der Bereichsleiter erfolgt ausschließlich über E-Mails an Gruppenleiter, wodurch direkte Interaktionen mit den Mitarbeitern deutlich abgenommen haben im Vergleich zu früheren Zeiten, als ein Bereichsleiter regelmäßig persönlich mit den Mitarbeitern sprach. Im Allgemeinen bleibt die Kommunikation aber gut bis sehr gut. Weniger Social Media würde die Übersicht verbessern.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt in der Firma hat bedauerlicherweise stark nachgelassen, da individuelle Interessen im Vordergrund stehen und das Streben nach persönlichem Erfolg vorherrscht. Obwohl ein echtes Team gewünscht wird, fehlt es an gezielter Förderung seitens des Unternehmens, und der Zusammenhalt wurde mehrfach abgelehnt und als unerwünscht dargestellt, was die Entstehung eines soliden Teams behindert hat.

Work-Life-Balance

In der Firma wird intensiv an der Verbesserung der Work-Life-Balance gearbeitet, wobei Lebenszeitmodelle angekündigt, aber nicht weiterverfolgt wurden. Die Möglichkeit einer Arbeitszeitreduzierung variiert je nach Vorgesetztem, wobei kurzfristiger Urlaub oder Sabbaticals schnell und unkompliziert beantragt werden können und in der Regel selten auf Probleme stoßen.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten in der Firma variiert stark und zeigt sich besonders negativ im Verhalten einiger Meister, die zunehmend ihrer Verantwortung ausweichen. Diese Beobachtung ist besonders im TB4 ersichtlich, wo Mitarbeitern wenig Unterstützung geboten wird und die Reaktionen nur noch aus dem Büro kommen, anstatt aktiv zu unterstützen. Leider bleibt dieses Verhalten im TB4 bestehen, da zwischen Abteilungsleitern und Meistern eine private, auf Gegenseitigkeit beruhende Freundschaft besteht. Es ist wichtig anzumerken, dass sich auch die Mitarbeiter geändert haben, was die Rolle als Vorgesetzter nicht einfacher macht.

Interessante Aufgaben

Der Aufgabenbereich in der Firma ist äußerst faszinierend und innovativ, was die Mitarbeit sehr spannend gestaltet. Es macht Freude, an diesen vielseitigen Aufgaben mitzuwirken, da ständige Abwechslung geboten wird. Die Vielfalt an Kunden mit unterschiedlichen Anforderungen trägt dazu bei, dass die Arbeit interessant und herausfordernd bleibt.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung in der Firma wird je nach Team und Bereich unterschiedlich gehandhabt, obwohl für alle die gleichen Regeln gelten sollten. Es ist offensichtlich, dass Führungsqualitäten hier eine entscheidende Rolle spielen und verdeutlichen, wo Verbesserungspotenzial besteht. Manchmal werden Mitarbeiter wegen geringfügiger Angelegenheiten gerügt. Frauen erfahren keine offensichtliche Benachteiligung, aber es besteht eine Präferenz für Fußballspieler. Zudem ist eine ausgeprägte Vetternwirtschaft festzustellen, die sich von A wie Arbeitskleidung (Sneaker) bis hin zu unbedeutenden Belangen wie H wie Honig durchzieht.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Firma sind insgesamt sehr gut, sowohl was die Arbeitsmaterialien als auch die Arbeitsumgebung betrifft. Einziger Kritikpunkt ist die Herausforderung, viele verschiedene Standorte erreichen zu müssen. Die Arbeitsbelastung ist aufgrund des aggressiven Wachstums der Geschäftsleitung hoch, wird jedoch vom Betriebsleiter mit Aussagen wie "Besser als Kurzarbeit" heruntergespielt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Betrifft Umwelt:
Im Jahr 2023 führte die Firma die Mülltrennung ein, die teilweise umgesetzt wird (traurig). Es wurden verschiedene Aktionen initiiert, die jedoch eher dem Greenwashing ähneln, wobei die Firma sich selbst etwas vormacht. Die Umweltbeauftragten agieren eher als Schausteller als als wirkliche Akteure im Umweltschutz. Obwohl Pläne für ein Wasserstoffkraftwerk in Verbindung mit einem überdachten PV-Parkplatz für die Zukunft bestehen, ist deren Umsetzung fraglich aufgrund vergangener kurzfristiger Änderungen. Die Umstellung auf LED Technik in allen Bereichen sehe ich als Standard und nicht als positives Umweltbewusstsein.

Gehalt/Sozialleistungen

In der Firma werden Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld geleistet, jedoch fällt die Prämie für die erbrachte Leistung oft zu gering aus. Das Gehalt variiert je nach Bereich und liegt im Vergleich zur Branche teilweise unter dem Durchschnitt. Obwohl sich Mechaniker und Elektriker häufig über das Gehalt beschweren, befindet es sich dennoch auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zur Branche fehlen etwa 10-15%, jedoch sind die Sozialleistungen standardmäßig und werden durch zusätzliche betriebliche Krankenversicherungen erweitert.

Image

Das Image der Firma bleibt in internen und Social-Media-Beiträgen vage, und man fragt sich oft, um welche Firma es eigentlich geht - es entsteht der Eindruck von Unklarheit und Unsicherheit. Extern hat das Image der Firma stark gelitten. Die Aktion "Harro WHO?" wurde zwanghaft eingeführt, um Mitarbeiter zu gewinnen und Experten anzulocken, erreichte jedoch nicht mehr als reine Aufmerksamkeit, ohne tatsächliche Erfolge bei der Anwerbung von Experten zu verzeichnen. Messbare Erfolge oder Experten, die durch diese Maßnahme gewonnen wurden, sind in den relevanten Bereichen nicht ersichtlich.

Karriere/Weiterbildung

In der Firma gibt es für viele junge Mitarbeiter keine attraktiven internen Weiterbildungsmöglichkeiten, wodurch viele das Unternehmen verlassen. Obwohl mit Weiterbildungsmöglichkeiten geworben wird, entspricht die Realität nicht den Versprechungen. Mitarbeiter, die eine Fortbildung als Meister, Techniker oder Studium anstreben, kündigen oft, da die Firma keine Unterstützung in Form von reduzierten Arbeitsstunden oder ähnlichem bietet. Die beste Karrieremöglichkeit scheint ein talentierter Fußballspieler zu sein, da Fach- und Sozialkompetenz hier zweitrangig sind.

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