Gut am Arbeitgeber finde ich
Es wird viel getan für das Wohl der Mitarbeiter. Sei es Benefits oder auch eine Kleinigkeit zu Weihnachten oder Ostern. Im Sommer kommt der Eiswagen bei heißen Temperaturen. Wir haben einen Mitarbeitershop, mit 50% Rabatt. Auch Produkte, die nur in Amerika auf dem Markt sind, können wir erwerben, das ist klasse!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die betriebliche Blindheit muss verschwinden, sonst verschwinden bald die Mitarbeiter, die das mit klaren Augen sehen. Es muss ernst genommen werden, wenn Mitarbeitern etwas auf der Seele liegt und nicht alles monatelang beobachten wollen. Warum handeln wir nicht gleich? Das zwischenmenschliche Verhalten muss aufgebaut und vor allem ganz stark verbessert werden. Positionen an denen manche Mitarbeiter sitzen, eventuell überdacht werden, weil sie nicht für diese Position gemacht sind. Niemanden klein halten wollen, weil man sich selbst eingestehen müsste, dass der Vorschlag von jemandem anderen, besser ist als mein Eigener.
Verbesserungsvorschläge
Wir sollten die Probleme nicht mit Problem-Hemmern füttern, sondern sie bei der Wurzel packen. Wenn man sieht, dass sich immer mehr ansammelt, dann sinkt nicht nur das Vertrauen, sondern die steigende Wut und Frustration wächst. Es ist ein guter Arbeitgeber, aber vielen hier ist ihr Verhalten gegenüber selbst nicht einmal bewusst. Es sollte einen Spiegel für jede Person geben. Kein Geld der Welt ist es wert, dass man sich schlecht fühlen muss auf der Arbeit oder wegen einer Führungskraft, die sich gleichgültig verhält.
Arbeitsatmosphäre
Es wechselt teilweise wie das Wetter. Gesprochen wird immer von offener Kommunikation und einer Vertrauensbasis auf zwischenmenschlicher Sicht. Leider ist dieses Vertrauen nicht da. Es heißt, man solle sich einbringen, Vorschläge machen, Eigeninitiative zeigen, sich selbst & andere besser machen, dein Einzelnen sehen. Jedoch ist das eine längere Zeit im Unternehmen nur noch ein gegenseitiges 'Verpetzen'. Teils wird nur darauf gewartet, dass man als Angestellter mit normaler Position, mal das sagt, was einem an der Seele kratzt oder das es eine Situation gegeben hat, die nicht fair abgelaufen ist. Genau das wird dann klein gesprochen, die Chefpositionen werden dann entsprechend hervorgerufen und darauf verwiesen. Warum sollte man sich dann einbringen? Zwischenmenschliche Konfliktsituationen werden nicht bearbeitet und es wird so lange herausgezogen, bis die Mitarbeiter, die hier alles leisten, kündigen und gehen. Daran muss gearbeitet werden und nicht aus Bequemlichkeit weg geschaut werden, weil man sich damit nicht auseinander setzen will. Als Führungskraft, welche auch verantwortlich ist, dass sich die Teams verstehen und nicht gegeneinander arbeiten.
Image
Das Image wird nach außen hin ganz hoch gelobt, wirft man dann einen Blick hinter die Kulissen, sieht das Ganze ganz anders aus. Wie schon beschrieben, lebt in der Firma leider kaum eine Führungskraft nach den Werten. Es scheitert schon am Minimum des Respektes. Das tägliche Guten Morgen-Grüßen und sich einfach mal zu bedanken, hört man hier fast gar nicht. Das lernt man alles sehr früh in seinem Leben und sollte in JEDER Position, unabhängig vom Gehalt, auch gezeigt werden. Man sieht hier oft den Einzelnen, wie es unser Wert so schön beschreibt. Nur leider wird dieser einzelne dann abgespeckt behandelt und meist sogar negativ ihm/ihr gegenüber.
Work-Life-Balance
Mittlerweile ganz gut in fast allen Bereichen. Sonderschichten werden seit Monaten angekündigt, aber man hofft ja, das nächste Jahr wird besser hinsichtlich den ganzen Schichten, die zusätzlich stattfinden sollen.
Karriere/Weiterbildung
Für Führungskräfte steht jede Möglichkeit offen. Für "Normal" Angestellte ist das nicht so. Was nicht beruflich benötigt wird oder personell, wird abgelehnt. Das ist sehr schade, weil es viele Mitarbeiter gibt, die sich weiter bilden wollen oder es wollten. Man verliert irgendwann den Spaß an neuer Wissensaufnahme. Karriere ist in so einer Art von Unternehmen aufgrund der Größe nicht ganz einfach. Jedoch gibt es des Öfteren auch interne Stellen, auf die sich jeder natürlich bewerben kann. In seiner Position selbst kann man sich nicht wirklich weiter bilden, höchstens mehr Erfahrung/Zertifikate sammeln.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt kann man wirklich nicht meckern. Aber der Wasserkopf wird immer voller geblasen und die Produktion bekommt davon nicht sehr viel ab. Dahingehend sollte eine Gleichberechtigung geschaffen werden. Es gibt Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Leistungszulagen, das schätzen die Mitarbeiter sehr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das steht hier leider weiter oben, als andere, wichtigere Themen.. das ist ein Punkt, den wir sehr gut beherrschen und auch leben.
Kollegenzusammenhalt
Beim Zusammenhalt kommt es hier auch sehr darauf an, wer unter welcher Hand steht. Kleine, vereinzelte Teams existieren, aber das war es dann auch schon. Teilweise wird sich gar nicht großartig unterhalten, weil die Art und Weise von manchen Mitarbeitern immer schlimmer wird. Die Antworten werden immer kürzer, immer sinnloser und nicht mehr berufsbezogen. Wenn man so festgesessen in seinem Beruf ist, dass man ihn eigentlich nicht mehr ernst nimmt und die Aufgaben, für die man verantwortlich ist, abgewunken werden, sollte man diesem Problem nachgehen, statt es zu fördern. Das Geld wird an dieser Stelle falsch ausgegeben. Irgendwann kommt immer eine Routine in den Alltag. Aber vergessen darf man dabei seine Aufgaben, die im Arbeitsvertrag stehen, nicht.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen bekommen mehr Urlaub angerechnet und die jüngeren Kollegen unterstützen ganz gut. Ist in den Abteilungen unterschiedlich, aber grundsätzlich klappt das.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt unzählige Workshops, Seminare usw. die Frage ist, wozu? Normalerweise sollte man Firmenwerte widerspiegeln. Aber warum auch immer, scheitern wir hier wirklich sehr. Es wird vieles hinter dem Rücken belächelt, als Führungskraft gelästert, Themen nicht ernst genommen. Wenn man schon ein komisches Gefühl hat, mit der Führungskraft alleine in einem Raum zu sein, ist es bedrückend zugleich. Das Verhalten entwickelt sich immer mehr ins Negative und unter die Gürtellinie.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind top. Die Technik ist hier auch schon sehr weit, mit einigen Fehlern zwischendurch, aber das sollte akzeptabel sein. Es ist für alle nicht einfach, der ganzen Digitalisierung gerecht zu werden. Nur muss man hier auch an ältere Generationen denken und sollte keinesfalls die Augen verdrehen, wenn diese Mitarbeiter etwas mehr Fragen stellen, als die, die damit aufwachsen.
Kommunikation
Die Kommunikation hat hier noch ganz viel Potenzial nach oben. Es passieren manchmal Dinge oder Entscheidungen werden getroffen, wovon man nichts gehört hat davor. Mit einer offenen Kommunikation, was unseren Mitarbeitern so wichtig ist, hat das noch lange nichts zu tun. E-Mails, Umfragen und Aushänge haben wir sehr gut drauf, aber Unterhaltungen und die beste Beschäftigung der vielen Meetings, davon bekommt man auch als Teammitglied nichts weitergegeben. Von oben nach unten, wie es hier von jedem vorgelebt wird, so wird auch entsprechend kommuniziert. Ohne Vertrauen, ohne Einbindung, ohne Eile. Hier bemerkt man dann auch immer, wer der Chef ist und sich gerne so aufspielen möchte. Private Telefonnummern werden dafür hier auch gerne benutzt, was absolut gar nicht geht in meinen Augen. Reden, von Gesicht zu Gesicht wird nie altmodisch.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich und entwickeln sich ständig weiter.