Es bröckelt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Firma ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der so genannte Fachkräftemangel nur Unternehmen betrifft, die unattraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze bietet.
Der "Nachwuchs" hier ist erstklassig und da die jungen Damen und Herren in ihren Berufsschulen vergleichen, wissen sie es auch zu schätzen.
Das sollten die Ausgelernten hin und wieder auch wieder in Erinnerung rufen, wenn die reichhaltigen Angebote im "Kasino" mal ausnahmsweise nicht dem eigenen Gusto entsprechen. Das eigene Gusto könnte ja auch seinen Horizont erweitern?
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Unterschied zwischen Außen- und Innendienst ist gefühlt ein wenig zu groß, nicht in Bezug auf die üblichen Gehaltsunterschiede, sondern die Freiheiten.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Aktionismus in Zeit des Umbruchs. Sicherheit und Transparenz vermitteln, motivieren und gute Leute fordern UND fördern. Es herrscht große Unsicherheit, da viele Arbeitsplätze absehbar wegfallen werden. Viele Führungskräfte versuchen derzeit Ihre "Schäfchen ins Trockene" zu bringen.
Die Fluktuation ist seit einigen Beförderungen stark gestiegen.
Arbeitsatmosphäre
Das ehemals erstklassige Unternehmen ist seit dem Umbruch von großer Unsicherheit und schlechter interner Kommunikation geprägt. Die gab es auch vorher schon, in Erfolgszeiten ist dies allerdings weniger schmerzhaft.
Die guten Zeiten feiern kann jeder, in herausfordernden Zeit einen kühlen Kopf bewahren, Ziele mit klarem Fokus und Kompass verfolgen, ohne die selbst definierten Tugenden über Bord zu werfen, ist eine große Herausforderung, die einige überfordert.
Kommunikation
Die Kommunikation nach außen ist solide, professionell, sollte nur zielgerichteter und selektiver sein, statt mit der Gießkanne.
Die interne Kommunikation ist ein großer Schwachpunkt des Unternehmens. Wichtige Infos werden über den Flurfunk gestreut, bevor sie von angemessener Stelle offiziell kommuniziert werden. Betrifft nicht nur inhaltiche, sondern auch personelle Themen. Da ist viel Luft nach oben.
Kollegenzusammenhalt
gut
Work-Life-Balance
gut
Vorgesetztenverhalten
unmittelbare Vorgesetzte sehr gut, die Führung unterhalb des Namensgebers ist falsch besetzt.
Gleichberechtigung
Keine Unterschiede wahrnehmbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Unterschiede wahrnehmbar.
Arbeitsbedingungen
1. Bundesliga für einen Betrieb dieser Größe. Das Unternehmen schafft es gut, sich trotz Wachstum von Konzernstrukturen und -gehabe fernzuhalten.
Was dem Unternehmen fehlt ist das Definieren und transparente Kommunizieren von Zielen, Strategien und den Prozessen dorthin. Die visionäre, motivierende Art des Namensgebers überträgt sich leider nicht auf die folgenden Führungskräfte. Die schaffen es oftmals nicht, Infos rhetorisch und inhaltlich so zu kommunzieren, dass es die Betroffenen in erster Runde auch verstehen.
Schon vor dem Verkauf im Dez 25 hat sich starker Aktionismus breit gemacht: Krisenstimmung, wo keine Krise war. Aktionen mit heißer Nadel gestrickt, die weder inhaltlich, noch strategisch wirklich ausgearbeitet, umgesetzt, geschweige den nachgehalten und optimiert wurden. Hat ein Vertriebler daran nicht teilgenommen, oder seine Jahresziele sechsstellig verfehlt, war es "egal". Es fehlt eine langfristige Vision, die jenseits von verfehlten Jahreszielen seit Amtsantritt einen Fokus auf nachhaltige Unternehmensführung legt. Zumeist sind diese durch Fehlbesetzungen in der Führung begründet. Es geht derzeit um mehr als die Zeit bis zum Renteneintritt zu überbrücken.
Gehalt/Benefits
Übertariflich.
Image
Erstklassig, zurecht.
Karriere/Weiterbildung
Sehr vielfältige Möglichkeiten, sich über die klassische Einarbeitung hinaus zu qualifizieren und zu verbessern. Eigenes Engagement ist natürlich dennoch gefragt. Die Einarbeitung ist zeitlich stark komprimiert und könnte etwas gestreckt werden. Die erste Zeit sollte in der eigenen Abteilung mit den unmittelbaren Kollegen stattfinden und nicht auf "Wanderschaft" durch die Abteilungen.

