Stress, Überlastung und Ignoranz – leider Alltag bei Heidemark
Gut am Arbeitgeber finde ich
Manche Kollegen halten zusammen und unterstützen sich, vor allem in schwierigen Phasen.
Neue Teams haben teilweise ein gutes persönliches Miteinander, auch wenn die fachliche Zusammenarbeit noch hakt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Unternehmenskultur ist toxisch: Überlastung, fehlende Wertschätzung, kein Respekt.
Es gibt keine Perspektiven für Weiterentwicklung.
Bezahlung und Sozialleistungen sind unfair und unterdurchschnittlich.
Führungskräfte übernehmen keine Verantwortung, stattdessen bleibt die Last bei den Mitarbeitern hängen.
Hohe Fluktuation, ständig neue Gesichter – kein stabiles Arbeiten möglich.
Verbesserungsvorschläge
Arbeitsbelastung fair verteilen: Statt gute Mitarbeiter mit Aufgaben zu überhäufen, sollte die Arbeit gleichmäßiger verteilt werden.
Echte Wertschätzung zeigen: Nicht nur Feier zum Jubiläum ab 10 Jahren Betriebszugehörigkeit oder jährlich eine nicht authentische Rede auf der Weihnachtsfeier, sondern Anerkennung im Alltag – auch durch kleine Dinge.
Klare Strukturen schaffen: Verantwortlichkeiten benennen und einhalten, statt Fehler nach unten durchzureichen.
Karriere und Weiterbildung ermöglichen: Mitarbeiter durch Schulungen und Entwicklungsperspektiven fördern.
Faire Gehälter und Sonderleistungen: Weihnachts- und Urlaubsgeld sollten Standard sein, Boni nicht nur für Führungskräfte.
Kommunikation verbessern: Regelmäßige und transparente Infos statt Buschfunk.
Umweltbewusstsein zeigen: Mülltrennung und Nachhaltigkeit wären ein Anfang, der über das Symbolische hinausgeht.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist durchgehend angespannt. Es herrscht ständiger Druck, Überlastung und ein Klima der Resignation. Zwischen den Abteilungen gibt es kaum Zusammenarbeit, oft arbeitet jeder für sich, und wenn Fehler passieren, werden diese gerne auf andere abgewälzt. Besonders frustrierend ist, dass gute Mitarbeiter mit zusätzlichen Aufgaben überhäuft werden, während Schwächere geduldet werden.
Image
Das Image nach außen entspricht leider genau der Realität: Viele wissen schon vorher, dass Heidemark als Arbeitgeber keinen guten Ruf hat. Es ist schon oft vorgekommen, dass neue Mitarbeitende nach wenigen Monaten wieder kündigen.
Work-Life-Balance
Die 40 Stunden werden regelmäßig überschritten. Überstunden sind selbstverständlich. Eine Kontrolle der Zeiten durch die Personalabteilung geschieht nicht. Kollegen machen teilweise viele Überstunden und werden trotzdem noch kritisiert, wenn etwas nicht perfekt ist. Dazu kommt eine strenge Anwesenheitspflicht: mindestens eine Person pro Abteilung muss bis 17 Uhr im Büro bleiben, auch freitags. Flexibilität? Nur wenig.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt praktisch keine Entwicklungsmöglichkeiten. In meiner Abteilung konnte man nur aufsteigen, wenn die direkte Führungskraft gegangen ist – sonst gibt es keinen Weg.
Gehalt/Benefits
Sehr enttäuschend: Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, keine Prämien für normale Angestellte. Boni gibt es nur für Führungskräfte. Für die Verantwortung und Belastung, die man trägt, ist die Bezahlung schlicht unfair. Ungleichheit bei der Zahlung von Sonderleistungen (wie zu Corona oder Inflationsausgleich) zwischen den Unternehmensbereichen. Das sorgt für viel Frust.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Von Umweltbewusstsein ist nichts zu spüren. In der Verwaltung gibt es nicht mal Mülltrennung.
Dazu kommt, dass Betriebszugehörigkeit ebenfalls nicht wertgeschätzt wird – man muss zehn Jahre durchhalten, bevor man überhaupt zu einem Essen eingeladen wird, und selbst da merkt man, dass die Geschäftsführung eigentlich keine Lust hat, anwesend zu sein.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist gemischt. Früher gab es viel Streit und Mobbing, inzwischen verstehen sich die meisten neuen Kollegen untereinander etwas besser. Aber durch die hohe Fluktuation brechen Teams ständig auseinander. Auf fachlicher Ebene läuft vieles gar nicht rund.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden weder besonders respektiert noch gefördert. Sie müssen die gleiche Überlastung stemmen wie alle anderen. Oft verlassen gerade die Erfahrenen irgendwann das Unternehmen, weil sie die Bedingungen nicht mehr ertragen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte sind größtenteils überfordert oder schlicht desinteressiert. Probleme werden ausgesessen, Verantwortung abgeschoben. Wer mit Ideen kommt oder Veränderungen anstoßen will, stößt auf taube Ohren.
Fehler bleiben meist an den Falschen hängen. Konstruktives Feedback oder regelmäßig Mitarbeitergespräche gibt es nicht.
Arbeitsbedingungen
Einmal pro Woche Homeoffice ist möglich, aber die Regeln sind willkürlich. Manche dürfen freitags ins Homeoffice, andere nicht. Es wird ständig suggeriert, man wolle zuhause sowieso nur faulenzen. Moderne Arbeitsbedingungen sehen anders aus.
Kommunikation
Nach einem Führungswechsel hat sich die Kommunikation leicht verbessert, aber sie ist immer noch unzureichend. Viele wichtige Infos erfährt man über den Buschfunk. Es gibt keine Transparenz. Das führt ständig zu Missverständnissen und unnötigem Stress.
Gleichberechtigung
Mitarbeitende in Verwaltung und Produktion werden sehr unterschiedlich behandelt, vor allem bei Sonderzahlungen. Während die Produktion immerhin noch etwas bekommt, geht die Verwaltung meistens leer aus.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich könnte es spannende Aufgaben geben, aber Eigeninitiative ist nicht erwünscht. Ideen werden regelmäßig abgeblockt, man soll stumpf abarbeiten. Wer engagiert ist, bekommt am Ende einfach nur noch mehr Arbeit – als „Belohnung“.

