Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass auf pünktlichen Feierabend geachtet wird und dass es überall Hubwagen, Motorkräne und sonstige Hilfseinrichtungen gibt, damit man nicht schwer heben muss.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass man konsequent auf später vertröstet wird und dauerhaft Versprechen gemacht werden, die am Ende mit "nur noch eine Woche" oder "nur noch dieses eine Mal" gebrochen werden.
Außerdem ist die Organisation mangelhaft, da selbst einfachste Aufgaben wie das Ausdrucken eines Arbeitszeugnis 2 Monate und eine Drohung mit rechtlichen Schritten benötigt hat.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Sachen versäumen und ehrlicher sein.
Es ist okay zu sagen, dass es Ausbilder durch ein hohes Arbeitsaufkommen seiner Ausbildungspflicht nicht nachkommen kann. Es ist auch okay zu sagen, dass die Personalabteilung nicht in der Lage ist, im gesetzlichen Rahmen ein Arbeitszeugnis auszudrucken.
Wenn man aber immer auf "später", "wir kümmern uns schon" oder "nächste Woche" vertröstet wird, fühlt man sich irgendwann nicht mehr ernst genommen.
Arbeitsatmosphäre
Der Arbeitsplatz ist angenehm temperiert, allerdings ist es sehr laut.
Sonst ist die Atmosphäre angenehm.
Karrierechancen
Auf proaktive Nachfrage, dass man sich gerne weiterbilden möchte und man sogar passende Angebote dabei hat, wird mit "wir kümmern uns" beantwortet.
Leider hat sich nie jemand gekümmert, sodass man in seiner position Festgefahren ist und das Gefühl hat, dass man sich nicht weiterentwickeln kann. Das ist sehr schade.
Arbeitszeiten
Es gibt zwar keine Gleitzeit aber wenn man mal etwas früher gehen oder später kommen möchte, ist das meist kein Problem, denn es gibt ein Zeitkonto.
Wer möchte kann auch nur Spät- und teilweise auch Nachtschicht arbeiten.
Ausbildungsvergütung
Zwar minimal über der gesetzlichen Ausbildungsvergütung, allerdings weit unter dem Durchschnitt in der Region. Andere Betriebe zahlen bei gleicher Arbeitszeit deutlich mehr.
Leider gibt es auch keine Boni bei guten Leistungen oder sonstige Sonderzahlungen.
Wenigstens wird die Vergütung pünktlich gezahlt.
Die Ausbilder
Der Ausbilder ist fachlich kompetent und stets bemüht sein Wissen weiterzugeben.
Jedoch sind einige organisatorische Dinge offenbar so schwierig, dass in einem Zeitraum von 4 Monaten kein Berichtsheft gegengezeichnet wurde.
Das ist sehr schade, weil man sich natürlich auch irgendwann fragt, wie es denn mit den fachlich anspruchsvollen Themen weitergehen soll, wenn trotz Nachfrage noch nicht mal das Berichtsheft unterschrieben wird.
Spaßfaktor
Die Arbeit hat einen geringen Spaßfaktor und könnte relativ einfach deutlich Interessanter gestaltet werden. Z.B. durch gemeinsame Projekte in der Lehrwerkstatt.
Aufgaben/Tätigkeiten
Das erste Lehrjahr soll komplett in der Lehrwerkstatt verbracht werden. Diese Aussage finde ich sehr toll und auch wichtig, um die Grundlagen zu erlernen. Dort bestehen die Aufgaben zu einem großen Teil aus Feilen, Drehen, Fräsen und aufgrund mangelnder Struktur, trotz proaktiver Nachfrage, auch zu einem großen Teil aus Zeit absitzen.
Darüber hinaus bestehen die Tätigkeiten leider aus repetitiven Arbeitsabläufen und viel Putzen.
Trotzdem möchte ich die Idee mit dem Nachhilfeangebot positiv hervorheben. Ich finde gut, dass es sowas gibt, würde mir aber auch wünschen, dass der Ausbilder öfter dabei ist. Nur eine Stunde alleine lernen bringt wenig - Zumindest wenn die Auszubildenden noch nicht einmal das Thema verstehen - Schließlich ist eine Nachhilfe genau dafür da.
Variation
Neben sehr viel Feilen sind die Aufgaben eher Monoton. Wenn es welche gibt heißt es oft:
"Auch wenn 80 Gewinde schneiden langweilig klingt, dürft ihr euch glücklich schätzen, dass man euch daran arbeiten lässt"
Das gibt einem das Gefühl, dass es wenig Variation in der Ausbildung bringt.
Respekt
Der Respekt unter den Kollegen ist gut. Man steht sich meistens auf Augenhöhe gegenüber.
Jedoch haben gerade in der Anfangszeit einige Kollegen von der Ausbildung bei Hein & Oetting abgeraten und gesagt, man sei woanders besser aufgehoben