Außen reaktionsschnell. Innen inkonsequent und unstrukturiert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
An meinem ehemaligen Arbeitgeber kritisiere ich vor allem die inkonsequente, von mangelndem Vertrauen geprägte Führung, die zusammen mit chaotischen internen Strukturen und fehlender Wertschätzung ein frustrierendes Arbeitsklima geschaffen hat.
Verbesserungsvorschläge
Um sich als Arbeitgeber zukunftssicher aufzustellen, sollte das Unternehmen dringend an einer transparenten und vertrauensvollen Führungskultur arbeiten, klare interne Strukturen und Verantwortlichkeiten definieren und eine faire, leistungsgerechte Vergütung etablieren.
Arbeitsatmosphäre
Das Betriebsklima gestaltete sich insgesamt herausfordernd. Es mangelte spürbar an einem vertrauensvollen Umgang der Geschäftsführung hinsichtlich der erbrachten Arbeitsleistungen. Eine proaktive, offene und direkte Kommunikation seitens der Unternehmensleitung fand kaum statt; diese musste zumeist durch die Initiative der Belegschaft eingefordert werden. Die Anerkennung und Wertschätzung der Mitarbeiterleistungen fielen äußerst gering aus und wurden zudem oft missverständlich kommuniziert.
Image
Extern genoss das Unternehmen den Ruf einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit und großer Einsatzbereitschaft bei zeitkritischen Kundenanfragen. Die traditionell hohe Fachkompetenz im Bereich der Drucklufttechnik wurde am Markt jedoch nicht optimal kommuniziert. Zudem beeinträchtigte der teilweise unzureichende Wartungszustand der Maschinen vor Ort immer wieder die Kundenzufriedenheit. Intern wurde die Unternehmensorganisation von der Belegschaft häufig als unzuverlässig und unstrukturiert wahrgenommen.
Work-Life-Balance
In der Vergangenheit überzeugte das Unternehmen durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auf persönliche Belange und Termine wurde zumeist Rücksicht genommen. Allerdings ließ sich ab dem Jahr 2026 ein sukzessiver Abbau dieser Flexibilität beobachten, was sich unter anderem in der Streichung von Homeoffice-Tagen äußerte.
Karriere/Weiterbildung
Auf Eigeninitiative der Mitarbeiter wurden Weiterbildungsmaßnahmen in der Regel bewilligt. Eine systematische, proaktive Personalentwicklung sowie eine strategische fachliche Förderung durch das Unternehmen fanden hingegen zumeist nicht statt.
Gehalt/Benefits
Die Vergütungsstrukturen fielen unterdurchschnittlich aus und spiegelten die tatsächlich erbrachten Leistungen nur unzureichend wider. Vereinbarte Zusatzleistungen (Benefits) blieben oftmals unerfüllt. Positiv zu erwähnen ist jedoch die stets pünktliche und zuverlässige Gehaltszahlung. Mangels etablierter Strukturen waren innerbetriebliche Aufstiegschancen praktisch nicht vorhanden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Obwohl prinzipiell ein gewisses Sozialbewusstsein auf Seiten der Geschäftsleitung vorhanden schien, mangelte es an der tatsächlichen Umsetzung im betrieblichen Alltag. Initiativen im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz waren im Unternehmenskontext nicht erkennbar.
Kollegenzusammenhalt
Der kollegiale Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft war erfreulich positiv. Jedoch fehlte es im Falle von internen Konflikten an einer professionellen Konfliktlösung oder Moderation, sodass die Mitarbeiter bei Auseinandersetzungen fast ausnahmslos auf sich allein gestellt blieben.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Belegschaftsmitgliedern basierte stark auf dem Ermessen der Geschäftsführung und weniger auf der erbrachten Leistung. Dies führte zu teils jahrzehntelangen Arbeitsverhältnissen, bei denen eine unkritische Haltung gegenüber der Unternehmensleitung stärker gewichtet wurde als Leistungsbereitschaft. Mitarbeiter, die sich stets wohlwollend verhielten, erfuhren eine bevorzugte Behandlung, während abweichendes Verhalten oft mit Missachtung und Spott quittiert wurde.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten der Geschäftsführung erwies sich trotz anfänglich kollegialer Zusammenarbeit im weiteren Verlauf als inkonsequent. Getroffene Vereinbarungen wurden oftmals nicht zielführend umgesetzt. Zudem ließ die Geschäftsführung den notwendigen Rückhalt für die Belegschaft vermissen, und konstruktives Feedback erfolgte nur in Ausnahmefällen.
Arbeitsbedingungen
Die technische Büroausstattung war überwiegend modern gestaltet. Darüber hinaus reichende Maßnahmen für ein ganzheitlich modernes, ergonomisches und sicheres Arbeitsumfeld kamen jedoch zu kurz. Positiv hervorzuheben ist hingegen das hochwertige und zeitgemäße Arbeits- sowie Werkstatt-Equipment. Für das leibliche Wohl standen den Mitarbeitern kostenfreies Wasser und Kaffee zur Verfügung.
Kommunikation
Ein regelmäßiger, strukturierter Austausch arbeitsrelevanter Informationen war nicht gegeben. Zwar zeigten sich die Teams untereinander gut vernetzt, jedoch fehlte es an einer angemessenen Führung der Teamleiter. Transparente Richtlinien sowie klar definierte Kommunikationskanäle waren im Unternehmen bedauerlicherweise nicht etabliert.
Gleichberechtigung
Die Beurteilung der Mitarbeiter erfolgte bedauerlicherweise nicht primär nach objektiven Leistungskriterien. Maßnahmen zum aktiven Abbau struktureller Benachteiligungen waren nicht erkennbar. Zudem wurden Mitarbeiter in den Niederlassungen oftmals isoliert und ohne ausreichende Unterstützung seitens der Zentrale belassen.
Interessante Aufgaben
Das operative Tagesgeschäft bot durchaus vielfältige Tätigkeitsfelder. Durch stetige Umverteilungen der Zuständigkeiten konnten jedoch Aufgaben und Projekte häufig nicht von denselben Personen zu Ende geführt werden. Eine strukturierte Einarbeitung (Onboarding) für neue Mitarbeiter fand faktisch nicht statt. Da Verantwortlichkeiten und Kompetenzbereiche seitens der Geschäftsführung nur unzureichend definiert wurden, ergaben sich für die Belegschaft wiederholt Unklarheiten bezüglich ihrer Zuständigkeiten.