Toxische Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Relativ krisensichere Branche und Produkte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Organisation und Strukturen wurden nie an Größe des Unternehmen angepasst
Verbesserungsvorschläge
Inhaber sollte loslassen und ein externes Management einsetzen
Transparente Lohnstruktur schaffen und marktübliche Löhne zahlen
Einfach mal schauen, wie andere Firmen arbeiten und nicht immer den eigenen Weg suchen
Arbeitsatmosphäre
Schlechtes Betriebsklima und fehlende Wertschätzung führen zu einer extremen Fluktuation. Wer kann verlässt das Unternehmen früher oder später. Alle anderen haben sich irgendwie mit der Situation abgefunden oder sich ihren Mikrokosmos geschaffen. Nur weil es anderswo noch schlechter läuft, ist es noch lange nicht gut.
Image
Das Bild in der Öffentlichkeit ist gemischt. Auf der einen Seite sind erfolgreiche Infrastrukturprojekte, die in der ganzen Welt Beachtung finden. Auf der anderen Seite steht ein Arbeitgeber, bei dem der Name Programm ist. Der Firmengründer trägt mit seinem tölpelhaften Benehmen nicht gerade dazu bei, das Image zu verbessern ("Kübel-Gate").
Work-Life-Balance
Schlecht. Überstunden gelten als Zeichen von Engagement, dürfen aber nicht genommen werden. Homeoffice ist ein rotes Tuch, es gibt keine einheitliche Regelung. Manche dürfen, manche nicht.
Karriere/Weiterbildung
Wer Konflikte meidet und immer brav Ja zu allem sagt, kann es weit bringen. Die fachliche und soziale Eignung ist nicht ausschlaggebend.
Gehalt/Benefits
Leider unterdurchschnittlich. Keine Eingruppierung der Tätigkeiten, alle Gehälter werden individuell verhandelt. Dies führt zu Unmut. Es wird zwar behauptet, dass man sich an den IG Metall Tarifvertrag anlehnt, de facto gibt es große Abweichungen. Immerhin: Das Gehalt kommt immer pünktlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen engagiert sich für soziale Projekte in der Region. In den Punkten Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist noch Luft nach oben. Wie in Osteuropa und Asien produziert wird, interessiert nicht.
Kollegenzusammenhalt
In den meisten Bereichen gut. Zwischen den Fachbereichen manchmal schwierig, was sicherlich dem hohen Workload geschuldet ist. Nicht alle ziehen am selben Strang. Im Zweifel ist sich jeder selbst der Nächste.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Alter spielt keine Rolle, solange man seine Leistung bringt. Hier kann ich nichts negatives berichten.
Vorgesetztenverhalten
Autoritärer Führungsstil und Mikromanagement ziehen sich durchs gesamte Unternehmen. Entscheidungen werden oben getroffen und nach unten delegiert. Mitarbeitende sollen nicht mitdenken, nur ausführen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber der Großteil der Führungskräfte ist charakterlich ungeeignet.
Arbeitsbedingungen
Das Equipment ist auf dem Stand der Technik. Büros sind nicht topmodern, aber absolut zumutbar. Es gibt kostenlosen Kaffee.
Kommunikation
Betriebsversammlungen finden vor der Weihnachtsfeier und dem Sommerfest statt. (Abstempeln nicht vergessen!) Für alles andere gibt es den Flurfunk. Das viel zitierte Strategieprojekt ist Augenwischerei - in den Werkshallen macht man jetzt 5S, wow. Man ist offensichtlich bemüht, aber Transparenz sieht anders aus.
Gleichberechtigung
Nur wenige Frauen in Führungsrollen, was teilweise auch der Branche liegen mag. Maschinenbau und Bau sind eben sehr männerlastig. Man ist aber auch nicht bestrebt, dies zu ändern.
Interessante Aufgaben
Einer der wenigen positiven Punkte. Anspruchsvolle Produkte und interessante Projekte, da ist Abwechslung garantiert. Wer möchte, kann viel von der Welt sehen. Langweilig wird's nicht.


