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Bewertung

Vertrauen in die Führung komplett zerstört!

1,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion in Raisting gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Mittlerweile absolut gar nichts mehr. Ein Paradebeispiel dafür, wie man das Vertrauen eines Mitarbeiters in kürzester Zeit restlos zerstören kann.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Erst „Wir schaffen das!“ predigen, und dann folgt völlig überraschend der Abbau der eigenen Stelle. Mein ernsthafter Rat an jeden Bewerber: Lasst euch von schönen Worten im Vorstellungsgespräch nicht blenden. Nach meiner Erfahrung steht man hier ganz schnell auf der Straße, sobald es für die Geschäftsführung bequemer ist.

Verbesserungsvorschläge

Fangt endlich an, den Wert eurer Mitarbeiter zu schätzen! Kurzarbeit zu nutzen und gleichzeitig Stellen (wie in meinem Fall durch einen Aufhebungsvertrag) komplett abzubauen, passt moralisch absolut nicht zusammen.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung ist an einem absoluten Tiefpunkt. Zunächst wurde noch Zusammenhalt gepredigt („Wir haben Kurzarbeit, aber wir schaffen das zusammen“). Das hat viele in falscher Sicherheit gewiegt. Kurz darauf folgte für mich persönlich der absolute Schock: Meine eigene Stelle wurde völlig überraschend abgebaut und mir wurde ein Aufhebungsvertrag vorgelegt. Meinem Eindruck nach herrscht hier mittlerweile nur noch ein Klima der Angst um den eigenen Arbeitsplatz, und das Vertrauen in die Geschäftsführung ist bei mir restlos erloschen.

Image

Außen hui, innen pfu...i. Nach außen wird die erfolgreiche, heile Welt gespielt. Loyalität ist hier für mich eine reine Einbahnstraße geworden: In der Krise wird 100 % Einsatz gefordert, aber im Gegenzug erlebte ich 0 % Sicherheit.

Work-Life-Balance

Respektlos. Ich habe selbst miterlebt, wie Mitarbeiter trotz Krankschreibung kontaktiert und unter Druck gesetzt wurden, schnellstmöglich wieder an die Maschine zu kommen. Echte Erholung ist so kaum möglich.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung wurde mir von Vorgesetzten eher ausgeredet nach dem Motto: „Bleib lieber an der Maschine.“ Von Karriere zu sprechen, ist bei der aktuellen Lage völlig absurd. Wie soll man sich weiterentwickeln, wenn ständig gute Leute das Unternehmen verlassen? Investitionen in die Mitarbeiterförderung habe ich nicht gesehen. Meiner Beobachtung nach schauen sich extrem viele Kollegen aktiv nach etwas Neuem um. Die Fluchtbereitschaft wirkt riesig, und mein persönliches Motto lautet mittlerweile nur noch: Rette sich, wer kann!

Gehalt/Benefits

Es gab hier eine unerträgliche Salamitaktik auf dem Rücken der Belegschaft: Zuerst wurden wichtige Prämien für die ohnehin schon extrem belastenden Samstagsschichten gestrichen. Dann fiel die Nachtschicht weg. Als Nächstes wurden wir in die Kurzarbeit geschickt – natürlich mit entsprechenden finanziellen Einbußen. Der absolute Tiefpunkt war danach das unerwartete Ende meiner Anstellung durch den besagten Vertrag. Was hier für die harte körperliche Arbeit und den psychischen Stress gezahlt wird, fühlt sich am Ende wie reines Schmerzensgeld an.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Meinem Eindruck nach herrscht hier nur noch Angst. Die Verbliebenen müssen jetzt gefühlt die Arbeit der Kollegen mitmachen, die das Unternehmen verlassen haben. Sozialbewusstsein existiert in dieser Firma für mich nicht. Man hat das Gefühl, der Mensch wird hier nicht gesehen und man ist nur eine Nummer auf einer Liste für weiteren Personalabbau.

Kollegenzusammenhalt

Der einzige Lichtblick. Man versucht, sich gegenseitig zu unterstützen, auch wenn die allgemeine Unsicherheit groß ist.

Umgang mit älteren Kollegen

Von sozialer Verantwortung habe ich beim Verlust meines Arbeitsplatzes leider nichts gespürt. Meinem Eindruck nach trifft es oft ehrliche, hart arbeitende Leute, was für mich menschlich sehr enttäuschend war.

Vorgesetztenverhalten

Für mich völlig unverständlich. Einerseits befinden wir uns offiziell in Kurzarbeit, andererseits habe ich an den Maschinen persönlich weiterhin einen extrem hohen Leistungsdruck gespürt. Dass in einer solchen Phase dann auch noch meine eigene Stelle abgebaut und mir ein Aufhebungsvertrag vorgelegt wurde, passt für mich absolut nicht zusammen.

Arbeitsbedingungen

Absolut grenzwertig. Man wird an den Maschinen regelrecht verheizt. Es fehlen seit Ewigkeiten grundlegende Prüfmittel, was die Arbeit stark erschwert. Gleichzeitig herrscht ein unmenschlicher Druck: Die Maschinen sollen auf 100 % durchprügeln. Dass man sich offiziell in Kurzarbeit befindet, aber nach meinem Kenntnisstand in manchen Abteilungen sogar schon wieder nach freiwilliger Samstagsarbeit gefragt wird, ist für mich völlig widersprüchlich. Es scheint zudem niemanden zu interessieren, dass die verbliebenen Kollegen zusätzlich die Arbeit jener auffangen müssen, die das Unternehmen verlassen haben.

Kommunikation

Nach außen hin wird oft beschwichtigt, doch die Realität sieht meiner Erfahrung nach anders aus. Es hieß zwar immer, man könne bei Fragen oder Vorschlägen jederzeit auf die Führungsebene zukommen. In der Praxis hat sich für mich jedoch gezeigt, dass das absolut nicht erwünscht ist. Meinem Eindruck nach werden Mitarbeiter, die selbstständig mitdenken und konstruktive Kritik äußern, hinter ihrem Rücken sogar schlechtgemacht. Auf die anfänglichen Durchhalteparolen zur Kurzarbeit folgten für mich keine transparenten Gespräche, sondern ohne Vorwarnung direkt das Ende meiner Beschäftigung. Man wird völlig im Dunkeln gelassen.

Gleichberechtigung

Meinem persönlichen Empfinden nach spielt "Vitamin B" hier eine sehr große Rolle. Wer die richtigen Kontakte zur Führungsebene hat, scheint es im Arbeitsalltag spürbar leichter zu haben.

Interessante Aufgaben

Nur noch Frust. Quantität geht über Qualität, Hauptsache die Maschinen laufen auf 100 %, egal wie.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.