Gute Urlaubsregelung, aber toxisches Arbeitsklima und fehlende Wertschätzung
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung in vielen Abteilungen ist angespannt und von Misstrauen geprägt. Mitarbeitende werden aktiv dazu angehalten, Kollegen zu beobachten und bei Vorgesetzten zu melden. Lästereien sind an der Tagesordnung. Teamarbeit wird nicht gefördert, Zusammenarbeit innerhalb der Abteilungen findet kaum statt.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern und professionell – mit einem betont positiven Außenauftritt. Intern sieht es jedoch oft ganz anders aus: Die Unternehmenskultur, der Umgang miteinander und die internen Strukturen stehen in starkem Kontrast zum öffentlichen Bild. Viele Mitarbeitende erleben täglich, dass das positive Image nicht mit der Realität im Arbeitsalltag übereinstimmt. Kurz gesagt: außen hui, innen pfui.
Work-Life-Balance
Positiv ist, dass Sabbaticals ermöglicht werden und Urlaubsanträge meist problemlos genehmigt werden. Flexible Arbeitszeiten sind ebenfalls möglich, sobald auf Gehalt verzichtet wird.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Weiterbildungen werden nicht gefördert, da Aufstiegschancen praktisch nicht existieren.
Gehalt/Benefits
Keine Gehaltserhöhungen, höchstens minimale Anpassungen. Es gibt keine nennenswerten Benefits – kostenloser Kaffee und ein 70-Cent-Zuschuss zum Essen werden als „Benefits“ verkauft. Vorschläge wie Tankgutscheine oder Fitnessstudiozuschüsse werden direkt abgelehnt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Umgang mit Ressourcen ist zwiegespalten. Es wird noch immer viel Plastik verwendet, insbesondere bei Verpackungen und im Arbeitsalltag. Gleichzeitig sind erste Bemühungen erkennbar.
Kollegenzusammenhalt
Kollegen versuchen sich gegenseitig zu unterstützen, jedoch wird selbst Smalltalk kritisch beäugt, außer natürlich bei den Vorgesetzten selbst, die regelmäßig private Gespräche während der Arbeitszeit führen. Das erzeugt ein ungerechtes Klima.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen werden auf Mitarbeitende abgewälzt, die im Nachhinein dann für vermeintlich „falsche“ Entscheidungen kritisiert werden. Führungskräfte haben offensichtliche „Lieblinge“, die bevorzugt behandelt werden. Verbesserungsvorschläge, z. B. zu Benefits oder interner Kommunikation, werden ignoriert oder direkt abgelehnt. Hauptsache die Zahlen stimmen.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung ist okay. Arbeitszeitmodelle sind flexibel, man kann die Stunden anpassen oder reduzieren. Urlaub kann relativ unkompliziert genommen werden.
Kommunikation
Zwischen den Abteilungen herrscht so gut wie keine Kommunikation. Die Fehler und Verantwortlichkeiten werden einfach hin- und hergeschoben. Wichtige Informationen werden zurückgehalten oder gehen im Zuständigkeitswirrwarr unter. Transparenz existiert nicht.
Gleichberechtigung
Zweiklassengesellschaft – wer beliebt beim Vorgesetzten ist, bekommt die angenehmeren Aufgaben und wird geschont. Andere werden stark belastet, ohne Anerkennung.
Interessante Aufgaben
Oft sind nur wenige Personen in relevante Prozesse eingebunden, was zu Frust führt, wenn man keine Informationen hat oder nicht mitreden kann. Aufgabenverteilung erfolgt willkürlich und nicht nach Kompetenz oder Auslastung.