Ich war im Hilton Berlin tätig und leider war die Erfahrung insgesamt eher enttäuschend.
Gut am Arbeitgeber finde ich
International bekannte Marke mit klaren Standards und professionellen Abläufen in vielen Bereichen. Die Lage und der Gästemix sind spannend, man lernt viel über große Hotel-Operationen.
Im operativen Team gab es viele engagierte Kollegen, auf die man sich im Alltag verlassen konnte. Prozesse, Trainings und Compliance-Themen sind grundsätzlich vorhanden und geben Struktur.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht zu viel interne Politik und zu wenig konsequente Umsetzung. Viele Probleme sind bekannt und werden auch besprochen, aber es bleibt oft bei „wir kümmern uns“ statt messbaren Entscheidungen. Entscheidungen wirkten teilweise intransparent, und es entstand der Eindruck von Favoritismus (nicht immer Leistung, sondern Nähe/Netzwerk).
Dazu viel „Bla bla“ in Meetings, wechselnde Prioritäten und wenig Follow-up. Das kostet Energie, bremst die Motivation und macht den Alltag unnötig schwe
Verbesserungsvorschläge
Klare, transparente Kriterien für Entwicklung, Beförderung und Verantwortlichkeiten
Konsequentes Handeln statt Problem-Acknowledgement ohne Follow-up
Weniger Politik, mehr Performance: messbare Ziele, regelmäßige echte Feedbackgespräche
Führungskräfte stärker an Teamstabilität, Fluktuation und Mitarbeiterzufriedenheit messen
Probleme nicht nur „kennen“, sondern sichtbar lösen, auch wenn es unbequem ist
Arbeitsatmosphäre
Es gab Phasen mit gutem Teamgeist auf operativer Ebene, aber die Kultur wurde meiner Wahrnehmung nach stark durch internes Taktieren, „Lagerdenken“ und unausgesprochene Hierarchien beeinflusst.
Statt Klarheit und Entscheidungen gab es oft viel Kommunikation, ohne spürbare Veränderung.
Kollegenzusammenhalt
Mit vielen war die Zusammenarbeit gut. Die operative Ebene trägt das Haus ,leider wird das nicht immer entsprechend unterstützt oder wertgeschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Das Hauptproblem war für mich das Management-Verhalten: viel „Wir kennen die Probleme“-Rhetorik, wenig Umsetzung. Entscheidungen wirkten teils intransparent, und es entstand der Eindruck, dass nicht Leistung, sondern Nähe zu den richtigen Personen entscheidend ist. Favoritismus wurde zumindest so wahrgenommen, was Motivation und Fairness massiv beschädigt.
Kommunikation
Viele Meetings, viele Worte wenig Wirkung. Feedback war nicht immer konsequent oder nachvollziehbar, Prioritäten wechselten, und operative Realität und Management-Story gingen teilweise auseinander.