Hohe Belastung durch fehlende Strukturen & Kommunikation, großes Verbesserungspotenzial in der obersten Führungsebene
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsmittel in der Produktion und die Büroausstattung sind modern und in gutem Zustand. Die Küchen sind sauber und funktional. Mineralwasser wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zum Gehalt gibt es bei entsprechendem Geschäftsverlauf eine Sommer- und eine Winterprämie.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsatmosphäre wird als dauerhaft belastend empfunden. Der Führungsstil ist wenig wertschätzend und teilweise unprofessionell. Das Verhalten der Führung wird von Teilen der Belegschaft als einschüchternd wahrgenommen, wodurch Gespräche teilweise vermieden werden.
Meetings sind häufig ineffizient, da klare Ziele, Protokolle und Nachverfolgung fehlen. Es gibt kein strukturiertes Onboarding oder eine verlässliche Einarbeitung. Ansprechpartner und klare Zuständigkeiten fehlen aufgrund extrem flacher Hierarchien. Viele Themen müssen direkt mit der Geschäftsführung bzw. dem Inhaber geklärt werden. Der Umgang mit Krankheit wird als wenig vertrauensvoll erlebt.
Verbesserungsvorschläge
Führungsstil grundlegend überdenken und respektvollen Umgang sicherstellen. Meetings effizienter gestalten und Ergebnisse verbindlich dokumentieren. Strukturierte Einarbeitung und klare Verantwortlichkeiten einführen. Die extrem flachen Hierarchien führen zu Überlastung und Unsicherheit und sollten dringend angepasst werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wird insgesamt als angespannt und belastend empfunden. In einzelnen Bereichen entsteht durch Personalmangel eine dauerhaft hohe Arbeitslast. Diese Überlastung wird aus Sicht der Mitarbeitenden nicht ausreichend anerkannt, sondern teilweise relativiert, indem sie auf angeblich fehlende Struktur oder Zielorientierung zurückgeführt wird. Tatsächlich ist die Arbeitsmenge in bestimmten Positionen objektiv zu hoch, was zusätzlichen Druck erzeugt.. Der Umgangston ist teilweise wenig wertschätzend, was dazu führt, dass Mitarbeitende zurückhaltend agieren und Gespräche mit der Führung teilweise meiden.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen professionell, intern wird dies jedoch nicht durchgängig so wahrgenommen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich in Ordnung, unterstützt durch gleitende Arbeitszeiten. Gleichzeitig werden Überstunden häufig als selbstverständlich erwartet, ebenso kurzfristige Arbeitseinsätze an Samstagen.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bestehen vereinzelt, sind jedoch nicht strukturiert oder transparent geregelt. Entwicklung erfolgt überwiegend eigeninitiativ.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist marktüblich. Zusätzlich gibt es ergebnisabhängige Sonderzahlungen in Form einer Sommer- und einer Winterprämie.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist sehr gut. Mitarbeitende helfen und unterstützen sich gegenseitig, wo immer es möglich ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich respektvoll.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil wird als stark autoritär empfunden. Zwar wird erwartet, dass Mitarbeitende eigenständig Entscheidungen treffen, insbesondere aufgrund der flachen Hierarchien, bei abweichenden Entscheidungen kommt es jedoch zu negativer Reaktion seitens der Inhaberschaft. Dies führt dazu, dass viele Mitarbeitende Hemmungen entwickeln, eigenverantwortlich zu handeln.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind hinsichtlich Arbeitsmaterial und Büroausstattung gut. Die vorhandenen Küchen sind funktional, werden jedoch kaum als Pausenräume genutzt, da viele Mitarbeitende ihre Pausen am Arbeitsplatz verbringen.
Kommunikation
Die Kommunikation mit dem Inhaber wird häufig als respektlos und unprofessionell wahrgenommen. Dies führt dazu, dass Mitarbeitende zögern, ihre Meinung offen zu äußern oder eigenständig Entscheidungen zu treffen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich und können inhaltlich interessant sein. Durch hohe Arbeitslast und fehlende Struktur bleibt jedoch oft wenig Raum, sich vertieft oder qualitativ mit den Themen auseinanderzusetzen.

