Gute Bezahlung, schwache Ausbildung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vergütung sowie generell die Rahmenbedingungen, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Geringer Lernzuwachs während der Ausbildung sowie ein wenig konstruktiver Umgang mit sachlicher Kritik, selbst wenn diese begründet war und extern bestätigt wurde.
Verbesserungsvorschläge
Eine stärkere Priorisierung der Ausbildung innerhalb des Unternehmens wäre wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Mit den anderen Azubis hat man leider selten etwas zu tun. Wie immer gibt es solche und solche.
Karrierechancen
Es besteht eine einjährige Übernahmegarantie nach der Ausbildung, die jedoch zunächst befristet umgesetzt wird und teilweise um ein weiteres Jahr verlängert wird. Das wirkt wenig konsequent, insbesondere da das Unternehmen die Auszubildenden bereits über mehrere Jahre kennt. Gleichzeitig werden externe Neueinstellungen teils direkt unbefristet übernommen und zusätzlich mit Wechselprämien angeworben. Diese Praxis empfinde ich gegenüber langjährigen Auszubildenden, die in der Regel bereits eingearbeitet sind und direkt produktiv eingesetzt werden können, als wenig wertschätzend.
Arbeitszeiten
Es gibt grundsätzlich Gleitzeit, wobei sich die tatsächlichen Arbeitszeiten nach den jeweiligen Abteilungen richten. Zusätzlich gibt es das Bündnis für Arbeit, im Rahmen dessen eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden anstelle der tariflichen 35 Stunden gilt. Als Gegenleistung besteht eine Zusage zur Beschäftigungssicherung ohne betriebsbedingte Kündigungen.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung erfolgt nach Tarifvertrag und wird durch zahlreiche Zusatzleistungen ergänzt, darunter unter anderem Hansefit sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In diesem Bereich gibt es nichts zu beanstanden.
Die Ausbilder
Der Elektroausbilder hat sich sehr für die Ausbildung eingesetzt und war darüber hinaus auch sehr engagiert und fachlich kompetent. Sein Anspruch an Ausbildungsqualität passte langfristig jedoch nicht zu den internen Rahmenbedingungen, weshalb seine Rolle als Ausbilder beendet werden musste.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor ist stark abteilungsabhängig. In den meisten Abteilungen sind die Aufgaben sehr repetitiv und bieten nur wenig Lerninhalt. Vereinzelt gibt es jedoch Bereiche, in denen man fachlich dazulernt und die Arbeit – insbesondere bei gutem Teamklima – auch Spaß machen kann.
Aufgaben/Tätigkeiten
Wie bereits erwähnt, sind die Aufgaben in den meisten Bereichen sehr repetitiv und bieten nur wenig Lerninhalt. Die Ausbildungsrahmenpläne werden im Elektrobereich zu weniger als 50 % abgedeckt, worauf auch der Ausbilder nur begrenzten Einfluss hatte. Hinweise auf diese Problematik stießen bei den zuständigen Stellen lange Zeit auf wenig Resonanz und teils deutliche Ablehnung. Erst beim Geschäftsführer konnte ein offenes Ohr gefunden werden, welcher dann auch erste Änderungen veranlasst hat. Wie nachhaltig diese wirken, bleibt abzuwarten.
Variation
Man lernt viele Abteilungen kennen, die Aufgaben sind jedoch wie oben beschrieben. Ausnahmen gibt es nur wenige.
Respekt
Wie immer gibt es solche und solche.

