Für dieses Unternehmen muss man geschaffen sein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es hart, das sagen zu müssen, aber ich war froh, dass ich ihn nur selten gesehen hab.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist nicht gut, sich als Arbeitgeber auf seiner "Macht" auszuruhen und die Belegschaft entsprechend zu behandeln.
Verbesserungsvorschläge
Das nach außen Gepriesene hat mehr Glaubhaftigkeit, wenn es auch hinter der Tür so gelebt wird. Ganz besonders Wertschätzung gegenüber jedem Einzelnen und das Umdenken von Zahlen und Nummern dazu, was sich dahinter verbirgt (nämlich Menschen) wäre ein erster und sehr wichtiger Schritt zu gegenseitigem Vertrauen.
Arbeitsatmosphäre
Auf Produktionsmitarbeitereben ist die Atmosphäre ok. Es gab auch Schichtabgrenzungen. Umgang mit anderen war teils geprägt durch persönliche Gesinnungen.
Ebenenübergreifender Umgang miteinander, glich oft einem Schauspielwettbewerb.
Image
Das Unternehmen versucht mit vielen Öffentlichkeitsauftritten und Internet Publikationen unter anderem in den Social media sich als Das darzustellen, was es einmal war: ein Familienunternehmen. Jedoch sind die Stimmen der Mitarbeiter auch nach außen nicht leise.
Work-Life-Balance
"Kannste quatschen, kommste weit". Unverheiratete und kinderlose waren immer im Nachteil.
Karriere/Weiterbildung
Persönlich kann ich hier keine positive Antwort geben, denn ich hatte keine Chance auf Weiterbildung oder Karriere. Ich habe wohl nicht die richtigen Worte bei den zahlreichen Anfragen gefunden.
Gehalt/Benefits
Zum Zeitpunkt meines Ausstieg gab es Tarifgruppen. Einteilung der Mitarbeiter in die Gruppen erfolgte auch hier weniger nach Leistung oder Kenntnisstand/Erfahrung. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, geschweige denn Umsatzbeteiligung gab es nicht. Einzig guter Punkt ist, dass das Geld pünktlich kam.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gab Umweltprojekte um das Unternehmen nach außen gut darzustellen, sowie das "Team" nach außen sozial gepriesen wurde. Im Inneren zeigte sich schnell der Schein. Bemühungen des sozialen Zusammenhalt gab es nur auf den unteren beiden Ebenen. Darüber stellte ich immer wieder fest, dass ich nur eine Nummer war.
Kollegenzusammenhalt
Starke Grüppchenbildung vorhanden, ebenfalls zum großen Teil an der persönlichen Gesinnung orientiert.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab auch hier keine Unterschiede im Alter. Jeder musste die gleiche Arbeit machen und schaffen.
Vorgesetztenverhalten
Es wurden viele Worte gesprochen, denen sehr oft entweder völlig entgegengesetzte oder gar keine Taten folgen (bezogen besonders auf höchster Ebene).
Arbeitsbedingungen
Sparkurs war auch hier groß geschrieben, sodass gerade Belüftung und Klimatisierung sowie auch Maschinenwartung zu wünschen übrig ließ.
Kommunikation
Kommunikation von oben nach unten fand in meiner Abteilung nicht wirklich statt. In der anderen Richtung wurde sie eher belächelt und nicht ernst genommen.
Gleichberechtigung
Es wurden keine Geschlechterunterschiede im Bereich der Tätigkeiten in der Produktion gemacht. Aufstiegschancen richteten sich meiner Meinung nach nach Aussehen und Wortvielfalt, weniger nach Leistung.
Interessante Aufgaben
Direkter Vorgesetzter war meist mit zu vielen Aufgaben betraut, die oft nicht in seine Zuständigkeit gehörten, sodass ich zu 90% Erfahrung und Kenntnisse durch Selbststudium erlangt habe.