Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Höher 
Management 
GmbH 
& 
Co.KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Warum engagierte Mitarbeitende das Unternehmen verlassen und wie Führung eine Unternehmenskultur verändern kann.

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 für dieses Unternehmen in Bitterfeld-Wolfen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Gesellschaftlich relevanter und sinnvoller Unternehmenszweck.
- Viele engagierte, fachlich starke und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen.
- Moderne technische Ausstattung in weiten Teilen des Unternehmens.
- Flache Hierarchien ermöglichen grundsätzlich kurze Entscheidungswege.
- Das Unternehmen verfügt über enormes Potenzial, wenn Führung und Unternehmenskultur konsequent weiterentwickelt würden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Führungskultur wirkt häufig emotionsgetrieben statt nachvollziehbar.
- Mikromanagement und ausgeprägtes Kontrollverhalten.
- Intransparente Kommunikation und fehlende Fehlerkultur.
- Deutliche Diskrepanz zwischen Außenwirkung und gelebter Unternehmenskultur.
- Hohe Fluktuation und geringe langfristige Mitarbeiterbindung.
- Kaum Entwicklungsperspektiven trotz Bildungsauftrag.
- Fehlende neutrale Ansprechpersonen für Mitarbeitende.
- Wirtschaftliche Kennzahlen scheinen häufig Vorrang vor nachhaltiger Mitarbeiterentwicklung zu haben.

Verbesserungsvorschläge

- Führung stärker an Führungs- und Sozialkompetenz ausrichten.
- Transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungen etablieren.
- Eine unabhängige HR-Abteilung oder neutrale Vertrauenspersonen schaffen.
- Mikromanagement durch Vertrauen und Eigenverantwortung ersetzen.
- Eine echte Fehler- und Feedbackkultur etablieren.
- Mitarbeitende stärker in Entscheidungen einbeziehen.
- Den eigenen Bildungsauftrag konsequent auch intern leben.
- Ursachen der hohen Fluktuation ehrlich analysieren und strukturelle Konsequenzen ziehen.
- Unternehmenskultur konsequent an den Werten ausrichten, die das Unternehmen nach außen vermittelt.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich aus meiner Wahrnehmung insbesondere in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Viele Entscheidungen wirken heute weniger nachvollziehbar und häufiger emotionsgetrieben. Dadurch entsteht ein Arbeitsumfeld, das zunehmend von Unsicherheit geprägt ist.

Wer fachlich oder menschlich nicht in das gewünschte Bild passt oder kritische Fragen stellt, gewinnt schnell den Eindruck, dies im weiteren Umgang zu spüren. Offenheit und gegenseitiges Vertrauen werden dadurch erschwert. Statt einer konstruktiven Fehlerkultur entsteht häufig das Gefühl, sich für Kritik oder abweichende Meinungen rechtfertigen zu müssen.

Besonders auffällig ist, dass viele dieser Entwicklungen aus meiner Sicht erst mit Veränderungen innerhalb der Führungsstruktur deutlich an Dynamik gewonnen haben. Das Unternehmen besitzt eigentlich engagierte Mitarbeitende und einen sinnvollen gesellschaftlichen Auftrag – genau deshalb fällt diese Entwicklung besonders negativ auf.

Kommunikation

Kommunikation erfolgt überwiegend hierarchisch und häufig wenig transparent. Entscheidungen werden oftmals getroffen, ohne dass Hintergründe nachvollziehbar erläutert oder unterschiedliche Perspektiven eingeholt werden.

Als Mitarbeitender entsteht häufig der Eindruck, darauf angewiesen zu sein, dass Informationen korrekt über mehrere Führungsebenen weitergegeben werden. Direkte Gespräche mit der Geschäftsführung oder die Möglichkeit, eigene Sichtweisen einzubringen, ergeben sich nur selten. Dadurch entstehen Missverständnisse, Interpretationen und ein ausgeprägter Flurfunk.

Zusätzlich wirkt Kommunikation häufig stark von Emotionen geprägt. Rückmeldungen oder Kritik werden nicht immer als Chance verstanden, sondern oft eher als persönlicher Angriff wahrgenommen. Das erschwert eine offene Feedbackkultur erheblich.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb einzelner Teams gibt es engagierte Kolleginnen und Kollegen sowie einen durchaus guten Zusammenhalt. Viele Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig und versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen gemeinsam Lösungen zu finden.

Unternehmensweit zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Teilweise haben sich feste Gruppen und informelle Strukturen entwickelt, wodurch neue oder kritisch wahrgenommene Mitarbeitende nur schwer Anschluss finden. Wer als "unbequem" gilt oder bestehende Abläufe hinterfragt, gewinnt teilweise den Eindruck, zunehmend ausgegrenzt zu werden.

Der informelle Austausch ("Flurfunk") nimmt dadurch einen hohen Stellenwert ein und ersetzt häufig die eigentlich notwendige transparente Kommunikation.

Work-Life-Balance

Auf dem Papier bestehen durchaus Möglichkeiten für Homeoffice oder flexible Urlaubsplanung. In der praktischen Umsetzung entsteht jedoch der Eindruck, dass diese Möglichkeiten nicht für alle Mitarbeitenden gleichermaßen gelten.

Gerade bei Mitarbeitenden, die kritisch wahrgenommen werden oder sich für Veränderungen einsetzen, scheinen Urlaub oder Homeoffice häufiger mit zusätzlichem Rechtfertigungsaufwand verbunden zu sein. Entscheidungen wirken dabei nicht immer nachvollziehbar und erscheinen teilweise personenabhängig.

Hinzu kommt, dass Belastungen im Arbeitsalltag nicht ausschließlich durch die Arbeitsmenge entstehen. Vielmehr tragen die Unternehmenskultur, Unsicherheit im Umgang miteinander und fehlende Planbarkeit erheblich dazu bei, dass die eigentliche Work-Life-Balance leidet.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht liegt hier die Ursache für einen Großteil der beschriebenen Probleme.

Führung wird häufig als inkonsistent, wenig transparent und stark emotionsgetrieben wahrgenommen. Entscheidungen erscheinen nicht immer nachvollziehbar und wirken teilweise von persönlichen Eindrücken statt von objektiven Kriterien beeinflusst.

Kritische Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschläge werden nur selten als Chance verstanden. Stattdessen entsteht aus Mitarbeitendensicht teilweise eine Kultur von Mikromanagement, Kontrolle und Misstrauen. Maßnahmen werden häufig mit Qualitätssicherung begründet, vermitteln im Arbeitsalltag jedoch eher den Eindruck mangelnden Vertrauens.

Besonders in den vergangenen Jahren hat sich dieser Eindruck deutlich verstärkt. Veränderungen innerhalb der Führungsstruktur scheinen sich spürbar auf Kommunikation, Unternehmenskultur und Führungsverhalten ausgewirkt zu haben. Viele heute bestehende Probleme wirken aus meiner Sicht weniger operativer Natur, sondern sind Ausdruck einer Führungskultur, die Vertrauen zunehmend durch Kontrolle ersetzt.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird nach außen zwar kommuniziert, im Arbeitsalltag entsteht jedoch häufig ein anderer Eindruck.

Dabei geht es weniger um Geschlecht, Alter oder Herkunft, sondern vielmehr um die Gleichbehandlung innerhalb des Unternehmens. Aus Mitarbeitendensicht hängt der Umgang häufig davon ab, wie loyal oder angepasst eine Person wahrgenommen wird. Wer Dinge hinterfragt, Verantwortung übernehmen möchte oder offen Kritik äußert, gewinnt teilweise den Eindruck, anders behandelt zu werden als Mitarbeitende, die sich weniger kritisch positionieren.

Zusätzlich entstehen vereinzelt Situationen, in denen respektlose Bemerkungen, beispielsweise gegenüber inklusiver Sprache oder Menschen mit Migrationshintergrund, nicht konsequent eingeordnet werden. Das wirkt wenig zeitgemäß und passt aus meiner Sicht nicht zu den Werten, die das Unternehmen nach außen vertritt.

Umgang mit älteren Kollegen

Alter oder Betriebszugehörigkeit spielen im täglichen Umgang aus meiner Wahrnehmung nur eine untergeordnete Rolle. Maßgeblich scheint vielmehr zu sein, wie eine Person innerhalb der Organisation wahrgenommen wird.

Langjährige Mitarbeitende genießen häufig einen gewissen Vertrauensvorschuss. Gleichzeitig entsteht jedoch der Eindruck, dass neue oder kritisch denkende Mitarbeitende deutlich schneller bewertet werden. Entscheidend scheint weniger die fachliche Leistung als vielmehr die persönliche Einordnung innerhalb der bestehenden Strukturen zu sein.

Dadurch entsteht keine Kultur, in der unterschiedliche Erfahrungen oder Perspektiven selbstverständlich zusammenfinden.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung entspricht überwiegend dem heutigen Standard und ermöglicht grundsätzlich effizientes Arbeiten. Dieser positive Eindruck wird jedoch durch organisatorische und infrastrukturelle Defizite deutlich relativiert.

Die Büroräume entsprechen teilweise älteren Standards. Wiederkehrende Probleme wie ausgefallene Heizungen im Winter oder fehlende Klimatisierung im Sommer führen regelmäßig zu unangenehmen Arbeitsbedingungen.

Gravierender erscheinen jedoch die organisatorischen Rahmenbedingungen. Es existiert keine unabhängige Personalabteilung oder neutrale Anlaufstelle für Mitarbeitende. Konflikte werden überwiegend innerhalb bestehender Hierarchien behandelt. Dadurch entsteht häufig der Eindruck, dass unterschiedliche Sichtweisen nicht gleichermaßen berücksichtigt werden.

Zusätzlich belasten Mikromanagement, fehlende Transparenz und Unsicherheit den Arbeitsalltag deutlich stärker als die eigentlichen Arbeitsaufgaben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen vermittelt das Unternehmen ein verantwortungsbewusstes und werteorientiertes Bild. Im Arbeitsalltag entsteht jedoch häufig der Eindruck, dass ökologische und soziale Verantwortung gegenüber wirtschaftlichen Interessen nachrangig behandelt werden.

Maßnahmen wie konsequente Mülltrennung oder nachhaltige Beschaffung sind nur eingeschränkt erkennbar. Auch intern entsteht teilweise der Eindruck, dass Wirtschaftlichkeit und Außenwirkung einen höheren Stellenwert besitzen als eine nachhaltige Unternehmenskultur.

Gerade für ein Unternehmen, das Bildung vermittelt und gesellschaftliche Verantwortung betont, bleibt hier aus meiner Sicht Entwicklungspotenzial.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung wird aus Mitarbeitendensicht häufig als nicht angemessen im Verhältnis zur Verantwortung und Arbeitsbelastung wahrgenommen. Im Vergleich zu ähnlichen Positionen erscheint sie größtenteils unter dem Marktniveau.

Auch Gehaltsverhandlungen wirken wenig transparent. Statt klarer Kriterien oder nachvollziehbarer Entwicklungsmöglichkeiten entstehen häufig vage Zielbilder oder persönliche Einschätzungen, wodurch Gehaltsentwicklung nur schwer planbar erscheint.

Die angebotenen Sozialleistungen beschränken sich weitgehend auf übliche Mindeststandards wie betriebliche Altersvorsorge oder Corporate Benefits. Im Vergleich zu modernen Arbeitgebern entsteht insgesamt kein Bild besonderer Wertschätzung.

Image

Das Unternehmen genießt als Bildungsanbieter und Dienstleister weiterhin einen guten Ruf. Die Außendarstellung wirkt recht professionell, modern und versucht Werte wie Wertschätzung, Menschlichkeit und persönliche Entwicklung zu vermitteln.

Als Arbeitgeber entsteht aus meiner Wahrnehmung jedoch ein deutlich anderes Bild. Gerade hier scheint das Arbeitgeberimage zunehmend hinter dem eigentlichen Unternehmensimage zurückzubleiben.

Die größte Schwäche liegt aus meiner Sicht nicht im Marketing, sondern in der Diskrepanz zwischen den kommunizierten Werten und der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur. Nach außen wird ein modernes und familienorientiertes Unternehmen vermittelt. Intern erleben Mitarbeitende jedoch häufig Kontrolle statt Vertrauen, Intransparenz statt offener Kommunikation und wirtschaftliche Zielsetzungen, die den Eindruck vermitteln, wichtiger zu sein als nachhaltige Mitarbeiterentwicklung.

Diese Diskrepanz dürfte aus meiner Sicht einer der Hauptgründe sein, weshalb das Unternehmen als Arbeitgeber deutlich kritischer wahrgenommen wird als als Bildungsanbieter.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen lebt von Bildung und persönlicher Entwicklung. Intern entstehen jedoch kaum erkennbare Entwicklungswege oder strukturierte Fördermöglichkeiten für Mitarbeitende. Weiterbildung scheint eher von einzelnen Führungskräften oder persönlichen Konstellationen abhängig zu sein als Teil einer langfristigen Personalentwicklung.

Die Hierarchie ist sehr flach und bietet nur begrenzte Entwicklungsperspektiven. Gleichzeitig ist über Jahre hinweg eine hohe Fluktuation zu beobachten. Viele engagierte Mitarbeitende verlassen das Unternehmen bereits nach vergleichsweise kurzer Zeit. Besonders in einigen Bereichen, insbesondere im Vertrieb, scheint dies regelmäßig der Fall zu sein.

Aus Mitarbeitendensicht entsteht dadurch der Eindruck, dass die eigentlichen Ursachen dieser Entwicklung zu selten kritisch hinterfragt werden.


Interessante Aufgaben

4Hilfreichfinden das hilfreich4Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.