Sehr viel reden, aber sehr wenig aussagen.
Verbesserungsvorschläge
Man sollte überdenken, welchen Mitarbeitern bzw. Vorgesetzten man seitens der Chefetage Vertrauen beimisst und ob nicht gerade deren Aussagen, für eine verzehrte Wahrnehmung zwischen alltäglicher Realität und Wunschdenken liegen.
Arbeitsatmosphäre
Als solches wirkt die Arbeitsatmosphäre innerhalb der einzelnen Abteilungen im Unternehmen weitestgehend harmonisch, wobei das auch nur eine subjektive Einschätzung von außen ist. Zwischen den einzelnen Abteilungen ist der Umgang jedoch geprägt von Neid und Missgunst. Nach außen zeigt sich jeder freundlich und hilfsbereit, ganz dem Motto #höherfamily, sobald die Bürotür zu ist, wird kein gutes Wort am anderen gelassen. Selbst Vorgesetzte sind davon nicht ausgenommen, man merkt sofort, welche Abteilungen favorisiert behandelt werden und welche eben nicht. Ich wüsste niemanden, der am Morgen gerne zur Arbeit kommt und das auch ehrlich so meint, selbst nach dem Urlaub reichen einige Minuten und die Laune ist im Keller.
Image
Sowohl nach außen als auch nach innen, wird das Image einer großen glücklichen Familie stets gepredigt. Ob jemand wirklich noch daran glaubt, ist fraglich. Maximal die Chefetage, die selbst nicht vor Ort ist und sich dementsprechend auf Aussagen einzelner verlassen muss. Dass man hierbei ggf. auch den falschen Leuten Vertrauen beimisst, kommt einem natürlich nicht in den Sinn. Sollten dann doch einmal Unstimmigkeiten auftreten, ist man schockiert, wie mit den Unternehmenswerten, die man mit harter Arbeit aufgebaut hat, umgegangen wird. Anstatt die Thematik zu hinterfragen, werden ach so geschätzte Mitarbeiter bzw. Familienmitglieder schneller entfernt, als man kucken kann.
Work-Life-Balance
Sehr abhängig von den einzelnen Vorgesetzten. Zeitweise herrscht Verständnis für private Termine und auch kurzfristige Urlaubsanträge. Andererseits gab es auch schon Situationen, in denen quasi sekundengenau darauf geachtet wurde, dass man auch ja die 5 min nacharbeitet, die man durch einen Termin etc. versäumt hat. Im Urlaub Nachrichtenterror für Belange, die dermaßen irrelevant sind und auch problemlos bis nach dem Urlaub hätten warten können. Raucherregellungen ergeben keinen Sinn und sind für jede Abteilung, wenn nicht sogar jede Person, anders.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremäßig bringt die Anstellung im Unternehmen einen selbst grob gesagt sehr wenig weiter. Ein sehr nichts-aussagender Punkt im Lebenslauf. Wobei eingeräumt werden muss, dass auch einige Mitarbeiter Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen dürfen und dies auch entsprechend nach Abschluss wertgeschätzt wird.
Gehalt/Benefits
Gehalt wird zu Beginn des Folgemonats ausgezahlt. Was hierbei schlussendlich auf dem Konto ankommt, ist für die mentale Belastung, mit der man zahlt, schlechthin ein Witz. Das Gehalt liegt knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn und Luft nach oben gibt es quasi keine. Konzepte für eine variable Vergütung, mit wiederkehrenden Personalgesprächen, wurden abgeschafft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung sucht man hier vergebens, ein Mülleimer für Papier, Plastik und Biomüll ist doch mehr als ausreichend. Stellenweise werden Arbeitsprozesse bereits digitalisiert, hier ist aber noch sehr viel Luft nach oben. Gespart wird definitiv an der falschen Stelle, während täglich diverse Ausdrucke und Kopien im Unternehmen in der Tonne landen, erhalten Kunden ihre Abschlusszertifikate nur noch digital.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der eigenen Abteilung herrscht prinzipiell ein kollegiales Miteinander, man sitzt schließlich im selben Boot und teilt auch seinen Unmut und die Wut, die der Arbeitsalltag mit sich bringen. Man merkt jedoch sofort, wie sich der gemeinsame Umgang ändert, sobald einzelne Mitarbeiter ins Straucheln mit der sogenannten Unternehmenspolitik geraten. Auf einmal ist jeder nur noch seiner selbst bedacht, schließlich möchte niemand selbst zur Zielscheibe werden. Einem wird die kalte Schulter gezeigt und es scheint für alle normal zu sein.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen haben sich augenscheinlich mit den Zuständen im Unternehmen abgefunden. Einfach die eigenen Aufgaben erledigen, den Mund nicht aufmachen und dann wird einem selbst schon nichts passieren. Im Unternehmen sind Mitarbeiter aus den verschiedensten Altersklassen angestellt.
Vorgesetztenverhalten
Bei einigen Vorgesetzten fragt man sich, wie sie es überhaupt in diese Position geschafft haben. Weder Führungsqualitäten noch unternehmerisches Denken oder sonstige Qualifikationen sind vorhanden. Es gibt zwar auch positive Beispiele, allerdings lassen sich diese von anderen Abteilungsleitern übergehen und zeigen keine Courage. Man merkt, dass man mit Schleimen deutlicher weiter kommt, als mit wirklichen Kompetenzen.
Arbeitsbedingungen
Ebenfalls hier gibt es starke Unterschiede, während eine Person nur mit dem Finger schnipsen muss, wartet eine andere vergebens auf neue Hardware. Bei technischen Änderungen darf man sich weitestgehend alleine damit auseinandersetzen, was gerade für Mitarbeiter, die technisch weniger versiert sind, zu Problemen führt. Beim Lüften ist es zeitweise durch die angrenzende Straße sehr laut, woran das Unternehmen jedoch selbst wenig ändert kann.
Kommunikation
Unternehmensentscheidungen oder Änderungen werden zwar zeitnah gestreut, darauffolgende Fragen oder Anpassungsvorschläge werden jedoch nicht gerne gesehen oder gleich gekonnt ignoriert. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Hierarchiestufen ist zeitweise ziemlich herablassend: nach oben buckeln und nach unten treten. Was wirft das schließlich für ein Bild auf einen selbst, wenn untergeordnete Mitarbeiter bessere Vorschläge bringen?
Gleichberechtigung
Da im Unternehmen überwiegend Frauen angestellt sind, lässt sich über die Gleichberechtigung in dieser Hinsicht wenig sagen. Generell ist eindeutig erkennbar, dass es im Unternehmen Lieblingsabteilungen gibt und dahingehend auch Mitarbeiter unterschiedlich behandelt werden. Für Person a) wird alles erdenkliche möglich gemacht und für Person b) bleibt dann leider nichts mehr übrig.
Interessante Aufgaben
Soweit ich es mitbekommen habe, hat jeder Mitarbeiter feste Aufgaben zugeordnet und kann sich diese weitestgehend frei einteilen. Neue Prozesse möchte niemand annehmen und so werden diese immer auf die selbe Handvoll Mitarbeiter abgewälzt. Unterstützung folgt wenig, man kann selber zusehen, wie man schlussendlich damit fertig wird.