Das wunder Holmberg
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spontan würde ich die Hilfsbereitschaft der Kollegen sagen. Der Zusammenhalt unterhalb der Abteilung ist auch gegeben. (Naja...zum größten Teil)
Die Gleitzeit, da man nicht Punkt genau um eine Uhrzeit anfangen muss & man ggf. bei Terminen früher gehen kann. Es keine Kernzeit gibt.
Die Möglichkeit, wenn man sich einen Tag nicht fühlt, sich einen KO-Tag nehmen zu können ohne sich gleich beim Arzt eine Krankschreibung zu holen.
Ich finde es gut, das die Abrechnung digital stattfindet. (Zu mindestes für die, die es wollen)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Wertschätzung und Anerkennung. Ich muss das jetzt aus der Sicht eines Key-Users sagen. In den 2 Jahren einmal ein Danke zu bekommen ist zu wenig. Vor allem das was die Key-User leisten. Prozessmanagement, Datenbereinigung und schulen der Mitarbeiter. Da ist mir ein Danke einfach zu wenig. Wir Key-User räumen jetzt das auf was die Firma Jahrzehnte hat liegen lassen. Da reicht einfach kein Danke mehr.
Die Feedback Wahrnehmung. Was bringt mir der "Kummerkasten" oder gezieltes Feedback, wenn das nur mitgenommen wird und in Sande verläuft.
Verbesserungsvorschläge
Auf Feedback besser reagieren und auch zeigen das es Ernstgenommen wird.
Besser Kommunikation und nicht alles in Unzähligen Meetings oder E-Mails tot diskutieren. Und vor allem sich zu Überlegen wer wirklich was zum Thema beitragen kann oder nicht.
Die Mitarbeiter besser Wertschätzen und Anerkennen.
Vielleicht noch paar Benefits wie z.B. Jobticket, Tankgutschein, Jobrad, Kostenlose Parkplätze, Fitnessstudio Zuschuss etc.
Arbeitsatmosphäre
Angespannt. Die Firma fährt auf Grund eines ERP-Projektes (Was über 2 Jahre mittlerweile geht) einen ziemlichen Sparkurs, was zur folge hat das Gehaltsforderungen nicht erfüllt werden, Sonderzahlungen entfallen & jetzt auch der Betriebsausflug ausfällt. Das druckt natürlich allen auf das Gemüt. Dazu bringt Klatsch & Tratsch weiter unnötige Unruhe rein. Dazu muss ich sagen das für die Key-User des Projektes es nochmal angespannter ist, da die wegen dem Projekt noch Zeitlichen Druck & komplett andere Verantwortungen haben & tragen.
Image
Ich kann nur das Image bewerten was im Betrieb herrscht. Wie Holmberg von außen wirkt, kann ich nicht beurteilen.
Es wird immer davon gesprochen wir seien eine Familie. Was ich ehrlicherweise ziemlich kritisch finde. Veränderungen werden nur spärlich Angenommen und ist schwer umzusetzen. Es herrscht eine Meckerkultur. Ich komme aktuell sehr ungerne zur Firma.
Work-Life-Balance
Wir haben 30 Tage Urlaub. Gleitzeit & die meisten haben eine 35h/Woche. Man hat die Möglichkeit auf Mobiles Arbeiten (sofern es der Job zulässt). Einige Kollegen nutzen auch die Möglichkeit der 4 Tage Woche. Da kann man eigentlich nicht meckern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wir haben sehr viel Papier. Und auch mit dem Wechsel auf das neue ERP System, wird es noch viel Papier geben. Stellenweise einfach als unnötig erachte.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nicht. Man bekommt seine jährlichen Schulungen und das wars. Auch die Karriereleiter aufsteigen kann man nicht.
Kollegenzusammenhalt
Ich würde sagen unter den Abteilungen halten die Kollegen schon zusammen. Abteilungsübergreifend sieht es aber Stellenweise schon anders aus. Schuld wird auf andere geschoben bzw. schuldige werden gesucht.
Vorgesetztenverhalten
Ist mir manchmal ein Rätsel. Stellenweise habe ich das Gefühl es werden Themen bewusst nicht angegangen. Dazu sind einige Entscheidungen echt anzuzweifeln. Trotz Anmerkungen von Bestimmten Mitarbeitern oder auch Key-Usern werden andere Entscheidungen getroffen. Feedback wird zwar mit genommen und vielleicht fällt dann mal einer aus allen Wolken, aber mehr passiert dann auch nicht. Feedback wird liegen gelassen oder verläuft in Sande.
Und bei einigen Abteilungsleitern merkt man dann doch, das die einige Kollegen bevorzugen als andere. Nicht jeder Abteilungsleiter, aber es gibt definitiv einige.
Dazu werden, im Zuge des ERP-Projektes, unrealistische Ziele gesetzt.
Es fehlt auch an Durchsetzungsvermögen. Wenn man mit einem Problem kommt, gibt es vielleicht mal eine Ansage, aber das wars. Spätestens paar Tage später ist es so wie vorher.
Arbeitsbedingungen
Die Technik ist größten Teils auf dem Laufenden.
Die Fahrstühle technisch sehr veraltet und häufig defekt, was zum Problem wird, da die Firma sich auf mehreren Etagen befindet.
Zum Beispiel sitzt das Lager in der 4 Etage (& in einem anderen Flügel) und muss Teile in die Produktion zur ersten Etage bringen, was hinderlich wird, wenn der Fahrstuhl ausfällt.
Räumlichkeiten sind alle ziemlich gleich. Arbeitskleidung & Arbeitsmittel werden bereitgestellt.
Kommunikation
Sehr viel über E-Mails oder stellenweise unnötige Meetings bzw. Meetings wo zu viele Leute eingeladen sind, die Meist zum Thema gar nichts dabei tragen können. Themen werden oft tot Diskutiert meist ohne wirklichen Ergebnis/ Entscheidungen.
Manchmal bekommt man Informationen oder neue Tatsachen früher durch den Klatsch & Tratsch mit, als durch die offiziellen Kanälen.
Dann eine Anmerkung eines Key-Users. Mir wurde die Rolle als Key-User als "Beta-Tester" verkauft. Es stellte sich aber raus das ich Datenerheben und bereinigen muss, die Endanwender schulen muss und neue Prozesse erstellen muss (Prozessmanagement). Dazu habe ich erfahren das die Rolle als Key-User auch nach dem Live gehen des ERP-Projektes, behalten werde. Komischerweise gab es dann über eine Gehaltsanpassung nie ein Gespräch.
Gehalt/Benefits
Gehaltserhöhung gibt es nicht selbstständig von der Firma. Die einzige Erhöhung die kommt ist, wenn die IG was neues Aushandelt. Kommt man von selbst & will mehr haben, ist das eine ziemliche Torture die zu bekomme.
Benefits hat man das Übliche. Den berühmten Obstkorb, Kaffeeautomat wo man umsonst Kaffee ziehen kann. Einen Chip wo 9€ drauf sind, um sich Snacks beim Snackautomaten zu holen. Und noch paar Sachen mehr. Nichts Weltbewegendes. Selbst für den Parkplatz muss man zahlen. (50/50 mit dem Betrieb)
Gleichberechtigung
Ist die Frage wie man es definiert. Ich würde schon sagen das Holmberg kein Unterschied zwischen dem Geschlecht macht und auch nicht ob man körperlich beeinträchtigt ist oder nicht.
Wenn dann aber andere Sachen gemeint sind (z.B. Gehalt, Aufgabenverteilung etc.) sieht es anders aus.
Interessante Aufgaben
Gibt es nicht. Man macht das, wofür man Eingestellt wurde. Ich muss fairerweise sagen es die Jobrotation bei uns gibt, da ich das aber bis jetzt nicht genutzt habe, kann ich dies nicht bewerten.