Ihr Unternehmen?

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Holmberg 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Guter Arbeitgeber mit Potenzial, aber zunehmend schwierigeres Arbeitsklima

2,5
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der "Hauptgeschäftsführer“ bemüht sich sichtbar um das Wohl der Mitarbeitenden, das zeigt sich in den vielen Benefits, die in den letzten Jahren eingeführt wurden: kostenlose Obstkörbe, betriebliche Altersvorsorge, Zusatzversicherungen, Fortzahlung bei Kindkrank (für die ersten zwei Tage), Mitarbeiterrabatte, Wasser aus einem Quooker, Kaffee, Dallmayr-Guthaben von 9 €/Monat für Snacks und Getränke sowie Mitarbeiterevents und Festivals.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

In den letzten zwei Jahren wurden massiv neue Mitarbeitende eingestellt, allerdings oft ohne ausreichende Einarbeitung. Einige Abteilungen haben sich personell verdoppelt, während in den wertschöpfenden Bereichen kaum Verstärkung kam. Entscheidungen über Neueinstellungen trifft oft allein die Abteilungsleitung, selbst wenn das Team andere Vorstellungen hat, mit der Begründung, es gebe keinen Platz.

Verbesserungsvorschläge

- Meetings stark kürzen und besser strukturieren z.B. mit einer vorher abgestimmten Agenda und einer Dauer von ca. 15 Minuten.
- Führungskräfte sollten keine Meeting Überschneidungen haben, um mehr Zeit für Ihre Mitarbeiter oder eigentlichen Tätigkeiten zu haben.
- Veranstaltungen wie Betriebsfeiern sollten freiwillig sein, alternativ sollte es möglich sein, regulär zu arbeiten.
- Mitarbeitende sollten die Aufgaben und Prozesse anderer Abteilungen kennenlernen, aktuell fehlt das Verständnis füreinander.
- Interne Stellenbeschreibungen aktualisieren, viele sind veraltet.
- Bei größeren Entscheidungen sollten Mitarbeitende durch Umfragen oder Workshops eingebunden werden, viele haben wertvolle Einblicke in die Praxis.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war vor ein paar Jahren noch deutlich angenehmer. Zwar war auch damals nicht alles perfekt, aber es herrschte ein besseres Miteinander. Inzwischen hat sich das Klima, insbesondere durch viele neue Kolleg:innen, verschlechtert.

Kommunikation

Kommunikation findet überwiegend in großen Meetings statt, häufig mit 10-20 Personen. Diese Sitzungen sind entweder regelmäßig angesetzt oder werden anlassbezogen einberufen. Leider läuft es oft darauf hinaus, dass Aufgaben auf ein bis zwei Personen verteilt werden, während der Rest passiv teilnimmt und seine Zeit absitzt. Viele Themen könnten mit einer kurzen, klaren E-Mail schneller und effizienter geklärt werden.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist sehr durchmischt. Es gibt einige, die hilfsbereit sind und unterstützen, aber auch solche, die versuchen ihre eigenen Aufgaben an andere abzuwälzen, oft aus reiner Bequemlichkeit oder Unwissen über ihre eigentlichen Tätigkeiten. Ein einheitlicher Teamgeist ist leider nicht durchgängig spürbar.

Work-Life-Balance

In der Fertigung ist die Work-Life-Balance dank Gleitzeit und einer tariflichen 35-Stunden-Woche sehr gut. In der Verwaltung und Entwicklung gelten in der Regel 40-Stunden-Wochen. Zwar gibt es mittlerweile wieder die Möglichkeit, bis zu zwei Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten, allerdings wurde dieser Anteil gegenüber früher reduziert.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist stark abhängig von der jeweiligen Abteilungsleitung. Manche sind fair und kompetent, andere weniger. Der Führungswechsel vor knapp zwei Jahren hat keine Verbesserung gebracht, im Gegenteil: Der Umgangston ist rauer geworden, und die Nähe zur Belegschaft hat spürbar nachgelassen.

Interessante Aufgaben

Interessante und abwechslungsreiche Aufgaben gibt es viele, das ist definitiv ein Pluspunkt. Allerdings sollte man vorsichtig sein: Wer sich überdurchschnittlich engagiert, wird oft mit noch mehr Aufgaben "belohnt", anstatt eine Perspektive für Weiterentwicklung oder Beförderung zu erhalten.

Gleichberechtigung

Es gibt weibliche Abteilungsleiterinnen, allerdings waren diese auch mal mehr. Elternzeit nehmen hier viele, unabhängig vom Geschlecht.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang ist in der Regel gut. Es gibt ein Firmen-internes Programm, in dem Teilnehmer früher in den Ruhestand gehen können. Ältere Kolleg:innen, welche schon lange im Unternehmen sind, haben oft deutlich bessere Verträge als neue Mitarbeitende.

Arbeitsbedingungen

In den letzten Jahren wurden viele Büros mit neuen Möbeln ausgestattet, insbesondere in der Verwaltung mit höhenverstellbaren Schreibtischen. Leider fehlt in einigen Räumen immer noch eine Klimaanlage, was die Arbeit im Sommer deutlich erschwert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zwar gibt es ein Umweltmanagementsystem, doch die Umsetzung wirkt wenig konsequent. Täglich werden tausende Blätter für Aufträge ausgedruckt, und viele Produkte mit minimalen optischen Mängeln landen direkt im Müll. Eine Lösung mit einer B-Waren-Produktlinie wäre hier sinnvoll und nachhaltiger.

Gehalt/Benefits

Holmberg orientiert sich zwar grundsätzlich an den Tarifen der IG Metall, ist jedoch seit einigen Jahren im Arbeitgeberverband, was zur Folge hat, dass die tatsächlichen Löhne oft unter dem Niveau der IG-Metall-Tarife bei vergleichbarer Arbeit liegen. Die Gehaltsstruktur ist insgesamt recht unausgewogen: In Verwaltung und Entwicklung sind Entgeltgruppen zwischen EG 6 und EG 11 (oder darüber) zu finden, während Mitarbeitende in den produktionsnahen Bereichen häufig mit EG 3 oder 4 vergütet werden, und das meist ohne realistische Aufstiegsmöglichkeiten. Man hat oft das Gefühl, bewusst kleingehalten zu werden. Zwar wird im Arbeitsalltag regelmäßig Lob ausgesprochen, doch beim jährlichen Mitarbeitergespräch werden dann plötzlich kleinere oder konstruiert wirkende Fehler angeführt, um Gehaltserhöhungen abzulehnen. Kolleg:innen mit älteren Verträgen haben in der Regel deutlich bessere Konditionen, während neue Mitarbeitende spürbar benachteiligt werden.

Image

Im Unternehmen herrscht momentan spürbare Unruhe. Seit rund zwei Jahren wird ein neues Programm eingeführt, in das m.M.n. unverhältnismäßig viele Ressourcen fließen. Viele Mitarbeitende arbeiten fast ausschließlich als Key-User, während ihre eigentlichen Aufgaben liegenbleiben. Das führt zu Unzufriedenheit bei den Kolleg:innen, die den Mehraufwand ausgleichen müssen.

Karriere/Weiterbildung

Interne Karrieremöglichkeiten gibt es kaum. Statt vorhandene Talente zu fördern, werden neue Stellen oft extern besetzt, was nicht nur demotiviert, sondern auch ineffizient ist, da externe Kandidat:innen erst langwierig eingearbeitet werden müssen. Weiterbildungen werden zwar angeboten, führten aber in der Regel nicht zu einem tatsächlichen Aufstieg.

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