Mehr Schein als Sein
Gut am Arbeitgeber finde ich
Schwierig zu beschreiben, da die negativen Aspekte seit vielen Jahren überwiegen. Es tut weh mit zu erleben was aus diesem eins so tollen Unternehmen geworden ist
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskräfte werden nicht aufgrund ihrer Befähigung sondern durch Seilschaften nach oben geschoben. Dieses Phänomen besteht seit über 20 Jahren. Da Führungskräfte immer nur ihresgleichen nachziehen, kann und wird sich auch nichts ändern
Verbesserungsvorschläge
Der Spruch "der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken" kann man bezogen auf Honda nicht treffender beschreiben. Essen müssen grundsätzliche Veränderungen vorgenommen werden um die negative Entwicklung der letzten 20 Jahre umzukehren
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt durch Misstrauen und Kontrollwahn. Was nützen die besten PDCAs, wenn der letzte Punkt "Act" grundsätzlich außer Acht gelassen wird. Man malt bunte Bilder in PP Präsentationen um dem japanischen Headquarter ein X für ein U vorzumachen, fernab von jeder Realität.
Image
Honda war mal ein Vorzeigeunternehmen in Deutschland. Die Honda Fachhandelspartner waren mit Herzblut und Leidenschaft Honda Partner. In ihren Adern floss buchstäblich rotes Blut. Leider ist diese tolle Partnerschaft im Laufe der Jahre immer weiter durch Managementfehler zerstört worden so dass die Marke Honda mittlerweile in Deutschland einen Großteil seines ehemals so guten images eingebüßt hat
Work-Life-Balance
Grundsätzlich kann jeder machen was er möchte. Die Spielräume innerhalb der Rahmenbedingungen sind sehr groß und Mitarbeiter freundlich gefasst. Jedoch muss man hier grundsätzlich zwischen Mitarbeitern in der Zentrale in Frankfurt und Kollegen im Außendienst (Home Office) klar unterscheiden. Gefühlt sind Menschen welche keinen festen Bürostuhl in Frankfurt haben Kollegen 2. Klasse.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten stehen nur einigen wenigen treuen Gefolgsleuten zur Verfügung. Weiterbildung wird auf ein Mindestmaß reduziert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kann man als durchschnittlich einstufen. Warum man Honda Deutschland nicht wie andere Automobil Hersteller in der IG-Metall ansiedelt ist schlichtweg dem Thema Lohndumping geschuldet
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Honda Deutschland gibt sich selbst durch gewisse Maßnahmen und Aktivitäten einen vermeintlich grünen Anstrich als verantwortungsbewusstes Unternehmen welches der größte Verbrennungsmotor Hersteller der Welt ist
Kollegenzusammenhalt
Gibt es nur zum Teil. Es dominiert jedoch die Ellenbogen Mentalität, was gerne und eindrucksvoll vom Management vorgelebt wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich unproblematisch aber kaum haben sie das Unternehmen verlassen und gehen in den wohlverdienten Ruhestand hat man diese bereits 4 Wochen später in Gänze vergessen.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte haben bei Honda gefühlt einen Freifahrtsschein und sind unantastbar. Auch wenn Mitarbeiterumfragen noch so schlecht ausfallen, wird weder vom Steeringboard noch von HR eine Maßnahme ergriffen, um die Situation zu verbessern. Das Management schützt sich hierbei untereinander selbst.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich kann man die Arbeitsbedingungen in puncto Computer und Büroausstattung als auch z. B. Dienstwagen als gut bezeichnen.
Kommunikation
Die interner Kommunikation ist schlichtweg eine Katastrophe. Mitarbeiterumfragen die dies seit Jahren bezeugen werden dahingehend interpretiert, dass man beim Punkt schlechte Kommunikation als Maßnahme Tische im Büro neu stellt oder umräumt, was leider den Kern der Aussage oder Anmerkung der Mitarbeiter gänzlich verfehlt. Das offene und ehrliche Wort ist nicht gewünscht
Gleichberechtigung
Eine tatsächliche Gleichberechtigung oder Chancengleichheit ist nicht gegeben. Vetterless Wirtschaft und gezielte Beförderung durch internes Geklüngel ist die gelebte Praxis seit Jahrzehnten. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle
Interessante Aufgaben
Honda zieht sich aus immer mehr Bereichen mit diversen Produkten aus den deutschen bzw. europäischen Markt zurück. Innovation oder vom ehemaligen Slogan "The Power of Dreams" ist nicht mehr viel zu spüren. Insofern gibt es sehr viele Mitarbeiter die einzige und allein Dienst nach Vorschrift machen und ihre Stunden pflichtbewusst abreißen. Hierrunter leidet auch die Aufgabenvielfalt.