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Hotel 
Stempferhof
Bewertung

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Schlimmsten eineinhalb Jahre meines Lebens

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Duale Studentin Hotelmanagement in Gößweinstein gemacht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich habe im Rahmen eines dualen Studiums mit 18 Jahren im Stempferhof angefangen und dort rund 1,5 Jahre gearbeitet. Leider waren meine Erfahrungen durchweg negativ und haben mich stark geprägt.

Die Inhalte des dualen Studiums wurden in der Praxis nicht vermittelt. Stattdessen sollten wir Studierende unsere Praxisberichte mit teilweise erfundenen Inhalten füllen. Von den insgesamt fünf dual Studierenden wurden drei – darunter auch ich – dauerhaft im Service eingesetzt. Über Monate hinweg arbeitete ich fast ausschließlich in Spätschichten, meist an Wochenenden.

Während dieser Zeit kam es regelmäßig zu übergriffigem Verhalten durch Gäste, ohne dass die Ausbilder einschritten. Auch vom Hotelleiter selbst gingen wiederholt körperliche Grenzüberschreitungen aus, etwa durch unerwünschtes Anfassen oder Festhalten.

Das Arbeitsklima war sehr angespannt: Vorgesetzte verhielten sich oft cholerisch, machten Mitarbeitenden ungerechtfertigte Vorwürfe und reagierten aggressiv, wenn man neue Aufgaben nicht sofort verstand. Von den fünf dual Studierenden kündigten während meiner Zeit drei – auch ich gehörte dazu.

Hinzu kamen gesundheitliche Belastungen. Durch den Umgang mit starken Reinigungsmitteln ohne ausreichende Schutzausrüstung entwickelte ich schwere Hautentzündungen, die eine langwierige medizinische Behandlung notwendig machten und bis heute nachwirken. Zusätzlich verschlimmerte sich durch das ständige Kellnern eine alte Verletzung an meinem Daumen. Ein Arzt diagnostizierte eine Sehnenscheidenentzündung sowie eine erhebliche Belastung des Gelenks, die zu einer möglichen Arthrose führen könnte. Trotz ärztlicher Empfehlung, nicht mehr im Service zu arbeiten, wurde ich nach einer kurzen Versetzung an die Rezeption wieder zurück in den Service geschickt. Für mich der ausschlaggebende Grund zu kündigen.

Pausen gab es kaum, da kein Pausenraum vorhanden war. Sie wurden meist im Stehen in der Küche verbracht oder fielen an stressigen Tagen komplett weg. Fehler – selbst wenn man nicht selbst verantwortlich war – führten regelmäßig zu lautem Anschreien.

Zusammenfassend kann ich sagen: Die Arbeitsbedingungen im Stempferhof waren in vielerlei Hinsicht untragbar und haben bei mir sowohl gesundheitlich als auch persönlich bleibende Spuren hinterlassen.

Arbeitszeiten

Meistens Spätschichten und am Wochenende, ein Privatleben war kaum möglich.

Die Ausbilder

Ich wurde unzählige Male von meinen Ausbildern angeschrien, schikaniert und übergriffig behandelt.

Aufgaben/Tätigkeiten

Eigentlich sollten im Rahmen des dualen Studiums alle Abteilungen gleichmäßig durchlaufen werden, um das Hotel als Ganzes kennen zu lernen. Nachdem wir dualen Studenten nach einem Jahr nur im Service eingesetzt worden sind, suchten wir das Gespräch mit dem Hotelleiter. Uns wurde mitgeteilt, wir sind da um Lücken im Dienstplan zu stopfen und wir haben keinen Anspruch auf Abteilungswechsel.

Respekt

Nicht vorhanden.


Arbeitsatmosphäre

Karrierechancen

Ausbildungsvergütung

Spaßfaktor

Variation

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.