Die Bewertungen sprechen leider für sich - mehr Schein als Sein.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zusammenfassend haben mich vor allem die aus meiner Sicht fehlende Transparenz bei Entscheidungen, die unzureichende Kommunikation auf Führungsebene und die mangelnde Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden enttäuscht. Ich hatte häufig das Gefühl, in erster Linie zur Erfüllung der Aufgaben beizutragen, ohne dass die Bedürfnisse oder das Feedback der Mitarbeitenden ausreichend berücksichtigt wurden.
Kritik wurde nach meiner Wahrnehmung nur selten konstruktiv aufgegriffen. Frustration war leider größer als Motivation. Zudem hatte ich den Eindruck, dass persönliche Beziehungen teilweise einen größeren Einfluss auf Chancen und Entscheidungen hatten als Leistung oder fachliche Kompetenz.
Auch Entwicklungsmöglichkeiten und Gehaltsentscheidungen waren für mich häufig nicht transparent oder nachvollziehbar. Hinzu kamen eine dauerhaft angespannte Arbeitsatmosphäre sowie eine technische Ausstattung, die den Arbeitsalltag teilweise unnötig erschwert hat.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz bei Gehaltsentscheidungen, Bonuszahlungen und Entwicklungsmöglichkeiten würde aus meiner Sicht wesentlich zu einem faireren Arbeitsumfeld beitragen. Klare und nachvollziehbare Kriterien für Gehaltserhöhungen, Beförderungen und die Vergabe besonderer Aufgaben könnten das Vertrauen der Mitarbeitenden stärken.
Darüber hinaus würde ich mir eine offenere und respektvollere Kommunikation auf allen Führungsebenen wünschen. Eine Unternehmenskultur, in der Leistung, fachliche Kompetenz und Engagement im Mittelpunkt stehen und Feedback ernst genommen wird, könnte Motivation, Zusammenarbeit und Identifikation mit dem Unternehmen nachhaltig verbessern. Ebenso würde ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden aus meiner Sicht zu einem deutlich positiveren Betriebsklima beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb der Teams und besonders unter den Kollegen war die Zusammenarbeit überwiegend positiv. Man hat sich gegenseitig unterstützt und war immer für einander da.
Anders habe ich die Arbeitsatmosphäre auf Führungsebene wahrgenommen. Aus meiner Sicht fehlten dort häufig eine offene Kommunikation sowie ein respektvoller Umgang. Ich hatte den Eindruck, dass Konflikte und Kritik nicht direkt mit den Betroffenen besprochen, sondern eher indirekt mit anderen Kollegen thematisiert wurden. Dadurch entstand eine sehr angespannte und wenig wertschätzende Arbeitsatmosphäre.
Spätestens nach der ersten Kündigungswelle habe ich das Arbeitsklima als dauerhaft belastend empfunden. Das Büro wirkte seitdem auf mich deutlich leerer. Ich hatte den Eindruck, dass die Motivation und Stimmung im Team spürbar nachgelassen haben. Aus meiner Wahrnehmung machte sich bei vielen eine gewisse Resignation breit, was sich für mich negativ auf die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die allgemeine Arbeitsatmosphäre ausgewirkt hat.
Kommunikation
Die Kommunikation innerhalb der Teams sowie mit Kollegen und externen Partnern habe ich überwiegend als offen, unkompliziert und gut funktionierend erlebt.
Auf Führungsebene hatte ich hingegen einen anderen Eindruck. Aus meiner Sicht wurden Meetings häufig sehr kurzfristig angesetzt, was bei mir und meinem Umfeld zu Unsicherheit führte.
Wichtige oder relevante Informationen wurden nach meiner Wahrnehmung oftmals verspätet oder erst auf Nachfrage weitergegeben. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass es an einer transparenten und frühzeitigen Kommunikation fehlte, was sich negativ auf das Vertrauen ausgewirkt hat.
Kollegenzusammenhalt
Dem ist nichts auszusetzen. Alle hatten bis zu den Kündigungen das selbe Ziel vor Augen und haben am gleichen Strang gezogen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich während meiner Beschäftigung als unzureichend empfunden.
Überstunden fielen nach meiner Erfahrung regelmäßig und tagtäglich an und konnten nur sehr schwer ausgeglichen werden.
Der Ausgleich war häufig erst nach wiederholter Nachfrage möglich. Eine Vergütung der Überstunden habe ich persönlich nicht erlebt.
Darüber hinaus kam es nach meiner Erfahrung regelmäßig zu Einsätzen an Wochenenden und Feiertagen, wodurch eine verlässliche Trennung zwischen Berufs- und Privatleben erschwert wurde.
Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Verteilung von Bereitschaften oder die Möglichkeit zum Freizeitausgleich nicht immer nach einheitlichen und transparenten Kriterien erfolgte. Aus meiner Sicht wurden einzelne Mitarbeitende dabei teilweise bevorzugt, was ich als ungerecht empfunden habe.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als unzureichend erlebt – mit einer positiven Ausnahme. Aus meiner Sicht fehlte es häufig an Präsenz und aktiver Führung. Eine strukturierte Einarbeitung oder ein persönliches Willkommen habe ich nicht erlebt. Selbst alltägliche Gesten wie eine Begrüßung blieben gänzlich aus.
Wichtige Informationen wurden aus meiner Sicht nicht transparent kommuniziert. Häufig erfuhr ich von relevanten Themen erst über Kollegen oder den sogenannten „Flurfunk“, anstatt im Rahmen einer offenen und direkten Kommunikation durch die Führungskräfte informiert zu werden.
Interessante Aufgaben
Ich habe meine Aufgaben über weite Strecken als eher monoton empfunden, da ich dauerhaft einem festen Kunden zugeordnet war. Dadurch gab es aus meiner Sicht nur wenige Möglichkeiten, abwechslungsreiche Aufgaben zu übernehmen oder Erfahrungen in anderen Projekten zu sammeln.
Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Vergabe besonderer Aufgaben - beispielsweise Außendrehs, oder die Mitarbeit an anderen Kundenprojekten - nicht immer nachvollziehbar erfolgte.
Aus meiner Sicht spielten persönliche Beziehungen oder Sympathien dabei teilweise eine größere Rolle, als fachliche Qualifikation oder Erfahrung. Entwicklungsmöglichkeiten gab es gänzlich und dementsprechend nicht.
Gleichberechtigung
Auch hier zählt leider - wie so häufig schon erwähnt - der Persönlichkeit-Bonus.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen waren eher die Ausnahme.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräumlichkeiten habe ich als modern und angenehm empfunden. Auch die Lage des Standorts war aus meiner Sicht ein klarer Pluspunkt.
Einen klaren Minuspunkt gibt es für die defekte Klimaanlage sowie die defekte Heizung.
Weniger positiv waren für mich die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel. Die Laptops waren nach meiner Erfahrung leistungsschwach und technisch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, was die tägliche Arbeit erschwerte. Der Austausch defekter oder ungeeigneter Geräte gestaltete sich aus meiner Sicht oft schwierig und zog sich teilweise unnötig in die Länge.
Ähnlich habe ich die Situation bei den Arbeitshandys erlebt. Häufig wurden ältere Geräte eingesetzt, die teilweise auch von anderen Mitarbeitenden abgeworben waren. Einige befanden sich in einem dementsprechend abgenutzten Zustand, was den Eindruck einer unzureichenden technischen Ausstattung verstärkte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während meiner Beschäftigung habe ich keine Maßnahmen wahrgenommen, die auf ein ausgeprägtes Umwelt- oder Sozialbewusstsein schließen ließen.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielten aus meiner Sicht im Arbeitsalltag keine erkennbare Rolle und wurden nach meinem Eindruck weder aktiv kommuniziert noch sichtbar gefördert.
Gehalt/Benefits
Meine Erfahrungen mit den Themen Gehalt und Weiterentwicklung waren insgesamt enttäuschend. In Aussicht gestellte Feedbackgespräche oder Gehaltserhöhungen wurden mehrfach verschoben oder nicht umgesetzt, sodass ich mich diesbezüglich hingehalten fühlte.
Auch bei Bonuszahlungen hatte ich den Eindruck, dass die Vergabe nicht immer transparent oder nachvollziehbar erfolgte. Für mich war nicht ersichtlich, nach welchen Kriterien diese entschieden wurden.
Die Zusatzleistungen habe ich als sehr begrenzt empfunden. Leistungen wie beispielsweise eine betriebliche Altersvorsorge oder ein 13. Monatsgehalt wurden mir während meiner Beschäftigung nicht angeboten.
Als Benefits standen aus meiner Erfahrung hauptsächlich kostenlose Getränke sowie eine Kaffeemaschine zur Verfügung. Darüber hinaus habe ich keine nennenswerten zusätzlichen Leistungen wahrgenommen.
Image
Nach außen vermittelt das Unternehmen aus meiner Sicht ein deutlich positiveres Bild, als ich es im Arbeitsalltag erlebt habe. Zwischen der Außendarstellung und meinen persönlichen Erfahrungen bestand für mich eine spürbare Diskrepanz.
Daher hatte ich insgesamt den Eindruck, dass das Image des Unternehmens nicht vollständig mit den internen Gegebenheiten übereinstimmt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich nur sehr eingeschränkt wahrgenommen.
Aus meiner Sicht gab es kaum realistische Perspektiven für eine fachliche oder berufliche Weiterentwicklung.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass Stellenbewertungen oder Einstufungen teilweise so vorgenommen wurden, dass ein weiterer Aufstieg nur schwer möglich war.