Wie zerstöre ich mich selbst
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die klassischen Aussagen: Die Kollegen und dass das Gehalt pünktlich kommt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Ignoranz Dinge zu verändern und auch mal Geld dafür in die Hand zu nehmen. Den Umgang mit den Mitarbeitern. Den Mut, der Inhaberfamilie die Wahrheit zu sagen und nicht immer nur alles schön zu reden und zu rechnen und unhaltbare Versprechungen zu machen um sich Ruhe zu erkaufen. Die Inkompetenz klare Strukturen zu schaffen und die Arroganz immer noch davon auszugehen, dass man als Marktführer nichts verändern müsse und dass die Zulieferer froh sein müssen, uns beliefern zu dürfen und unsere Händler dankbar sein sollten, dass wir sie überhaupt mit unseren Produkten beliefern.
Verbesserungsvorschläge
Eigentlich alles. Nicht an den Mitarbeitern sparen. Die Anhänger-Branche ist nicht so groß, dass man sich ständig neue Leute mit Branchenerfahrung holen könnte. Nicht nur heute jeden Cent rausholen wollen sondern auch in die Zukunft investieren. Die Stärken der Marke Humbaur nutzen und ihr Potenzial ausschöpfen und nicht zuschauen, wie die Konkurrenz vorbeizieht.
Arbeitsatmosphäre
Gern arbeitet hier so gut wie niemand mehr. Hohe Fluktuation, dadurch fehlt es an Erfahrung und Know-how. Durch den selbst auferlegten Sparkurs werden Stellen oft nicht nachbesetzt, was zu immer größerer Überforderung in jeder Abteilung führt. Darunter leidet schon das Tagesgeschäft. An Veränderung und Innovation ist schon lange nicht mehr zu denken. Dazu kommt der permanente Druck, denn das Einzige was zählt ist Betriebsleistung und Umsatz.
Image
Weder die Händler noch die Zulieferer sind uns noch wohlgesonnen. Und auch unter den Endkunden schwindet die Zufriedenheit mit Humbaur. Schlechte Qualität und Lieferverzüge sprechen sich halt irgendwann rum und die Konkurrenz schläft nicht. Diese sind mittlerweile günstiger, innovativer, moderner und qualitativ besser.
Work-Life-Balance
Zumindest gibt es noch die Möglichkeit, einen Tag in der Woche im Home-Office zu arbeiten. Das war's dann aber auch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Interessiert keinen. Könnte ja Geld kosten. So lange der Schein nach außen gewahrt wird reicht das.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt zwar ein Nachwuchsführungskräfte-Programm, aber weiter als bis zum Teamleiter bringt man es damit nicht. Alles andere wird lieber extern besetzt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist noch das Beste an der Firma, auch wenn dieser im Laufe der Zeit auch immer schlechter geworden ist, was der hohen Fluktuation und dem permanenten Druck geschuldet ist.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte sind selbst überfordert und in den meisten Fällen auch inkompetent was das Führen von Mitarbeitern angeht.
Arbeitsbedingungen
Alles ist veraltet, die Produktionsanlagen sind vorsteinzeitlich. Wenn Kunden das Werk besuchen muss man sich schämen. Arbeitssicherheit ist kaum gegeben und interessiert auch niemanden. Auf den ersten Blick sieht es ganz gut aus, aber auf den zweiten Blick merkt man schnell, dass hier in den letzten 20 Jahren nichts investiert wurde. Hauptsache möglichst viel Kohle aus dem Laden rausholen aber ja kein Geld reinstecken. Die Philosophie ist genauso veraltet wie die Arbeitsmittel.
Kommunikation
Die Gerüchteküche funktioniert und vieles von dem, was da im Umlauf ist, stimmt auch. Die offizielle Kommunikation von Seiten der Führungsebene lässt jedoch sehr zu wünschen übrig.
Gehalt/Benefits
Im regionalen Vergleich unterdurchschnittlich, aber es ist zumindest in letzter Zeit besser geworden. Da man mittlerweile aber anders keine Mitarbeiter mehr bekommt verdienen neue Kollegen meist mehr als die langjährigen Mitarbeiter, die den selben Job machen.
Gleichberechtigung
Es ist nach wie vor eine Männerdomäne, aber die Frauen die da sind werden nicht noch schlechter behandelt als die Männer.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben könnten interessant sein, wenn man vernünftig und strukturiert arbeiten könnte. Leider liegt der Fokus aber bloß noch darauf, irgendwie das Nötigste am Laufen zu halten. Es fehlt in jeder Abteilung an Quantität und Qualität um sich den wichtigen Themen widmen zu können. Zudem interessiert die Meinung der Mitarbeiter niemanden. Am besten, man macht stupide seinen Job und schaut nicht nach links und rechts.

