Nach dem Führungswechsel leider stark verschlechtert
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nach dem Wechsel der Führung hat sich das Arbeitsklima aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Viele Mitarbeitende haben das Unternehmen verlassen oder wurden entlassen. Die dadurch entstandene zusätzliche Arbeitsbelastung wurde auf die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen verteilt. In meinem Arbeitsumfeld führte das zu einer deutlich höheren Belastung. Überstunden sowie Arbeit am Wochenende oder bis spät in die Nacht waren keine Seltenheit.
Besonders negativ habe ich den Umgang mit Frauen erlebt. Mehrere Kolleginnen aus dem technischen Bereich haben das Unternehmen nach persönlichen Gesprächen mit der Führungskraft verlassen. Mir wurden mehrfach Aussagen aus solchen Gesprächen geschildert, die ich als sexistisch, unangemessen und respektlos empfunden habe. Auch meine eigenen Erfahrungen haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Frauen nicht immer mit dem Respekt und der Professionalität behandelt wurden, die man von einer Führungskraft erwarten sollte.
Gerade in einem technischen Umfeld, in dem Frauen ohnehin häufig unterrepräsentiert sind, empfinde ich einen solchen Umgang als besonders problematisch. Mitarbeitende sollten unabhängig von ihrem Geschlecht ernst genommen, respektiert und nach ihrer fachlichen Leistung beurteilt werden.
Insgesamt hatte ich nach dem Führungswechsel zunehmend den Eindruck, dass sowohl die Arbeitsbelastung als auch der Umgang mit Mitarbeitenden nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Wenn viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen innerhalb relativ kurzer Zeit das Unternehmen verlassen und die verbleibende Arbeit auf immer weniger Personen verteilt wird, sollte das meiner Meinung nach ein deutliches Warnsignal sein.
Für mich sind eine respektvolle Kommunikation, ein professioneller Umgang mit Mitarbeitenden und eine realistische Arbeitsbelastung grundlegende Voraussetzungen für ein gutes Arbeitsumfeld. Diese Voraussetzungen waren während meiner letzten Zeit im Unternehmen leider zunehmend nicht mehr gegeben.