Gut am Arbeitgeber finde ich
Verpflegung.
Get togethers.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitszeit: Keine Gleitzeit.
Gehalt: verspätete Zahlung.
Aufgaben: 98% PowerPoint für den Papierkorb. Kaum Kundenkontakt (Back-Office).
Führung: Fachlich überfordert. Private Grenzüberschreitungen. Druck nach unten.
Datenschutz: Privater Daten-Zugriff für alle Mitarbeiter (DSGVO-Verstoß).
Image: Gekaufte Awards.
Verbesserungsvorschläge
Trennung von Fach- und Führungsrolle: Führungskräfte dürfen nicht zu 100% im operativen Kundengeschäft (Beratung) gebunden sein. Es müssen feste Kapazitäten für Mitarbeiterführung, Feedback und Ressourcenplanung geschaffen werden.
Delegation statt Mikromanagement: Mitarbeitern muss echte Projektverantwortung übertragen werden, anstatt sie lediglich als „Zuarbeiter“ für isolierte PowerPoint-Folien einzusetzen. Das fördert die Lernkurve und die Motivation.
Wertschätzung etablieren: Etablierung einer konstruktiven Feedback-Kultur. Führung sollte durch Coaching und Unterstützung erfolgen, nicht durch Druckweitergabe nach unten.
Ehrliche Rollenprofile: Bereits im Bewerbungsprozess müssen die realen Arbeitszeiten und der tatsächliche Back-Office-Anteil offen kommuniziert werden. Falsche Versprechungen bezüglich der Vor-Ort-Präsenz beim Kunden führen zu schneller Fluktuation und Vertrauensverlust.
Definition von Erwartungen: Aufgabenbereiche und Deadlines müssen klar definiert sein, um Last-Minute-Chaos und unnötige Überstunden zu vermeiden.
Datenschutz-Audit (DSGVO): Es ist technisch und organisatorisch sicherzustellen, dass private Daten (Gehälter, Adressen, Krankmeldungen) ausschließlich für die Personalabteilung und die jeweilige Führungskraft einsehbar sind. Der aktuelle „Gläserne Mitarbeiter“-Zustand ist ein massives rechtliches Risiko.
Pünktlichkeit der Entgeltzahlung: Die pünktliche Zahlung des Gehalts zum Monatsende muss oberste Priorität haben, um die Existenzsicherung der Mitarbeitenden nicht zu gefährden.
Arbeitsatmosphäre
Aufgabenverteilung erfolgt oft sehr kurzfristig und unter hohem Zeitdruck. Es mangelt an vorausschauender Planung, was unnötigen Stress im Team erzeugt.
Image
Nach außen hin schmückt sich das Unternehmen mit zahlreichen (teils gekauften) Siegeln und Awards. Diese spiegeln jedoch in keiner Weise die interne Realität wider. Es wird viel Budget in das Employer Branding gesteckt, während an der Vergütung der Fachkräfte und an grundlegenden Strukturen gespart wird.
Die mitarbeiter sind grundlegend nicht zufrieden. Der Großteil beklagt sich über grundlegende Zusicherungen.
Work-Life-Balance
Die versprochene Gleitzeit existiert nur auf dem Papier. In der Realität herrscht eine starre Präsenzpflicht von 09:00 bis 18:00 Uhr, die jedoch regelmäßig durch massiven Termindruck überschritten wird. Arbeitswochen von weit über 60 Stunden sind für Festangestellte keine Seltenheit, werden aber weder erfasst noch wertgeschätzt. Auch als Werkstudent sind regelmäßige Überstunden keine Ausnahme.
Karriere/Weiterbildung
Karriere ist hier eine Einbahnstraße. Man erhält als Werkstudent zwar durch das Back-Office Einblicke in verschiedene Themenbereiche (Projektmanagement, Prozessmanagement, Sanierungsthemen, Restrukturierungsthemen, Quartalsreporting etc.), aber eine echte fachliche Weiterbildung oder strukturierte Förderung existiert nicht. Aufstiegschancen sind reine Formsache: Festangestellte erhalten zwar nach einer gewissen Zeit einen neuen Titel, weder das Gehalt noch die Verantwortung passen sich entsprechend an. Ohne echte Lernkurve und Kundenkontakt (entgegen der Versprechungen) ist die Position eine berufliche Sackgasse.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung für Werkstudenten ist mit 1.500 € Brutto (bei offiziellen 20h) vergleichsweise gut. Doch Vorsicht: Für Festangestellte ist das Gehaltsniveau äußerst schlecht.
Innerhalb eines Jahres kam das Gehalt zweimal stark verspätet im Folgemonat).
Kollegenzusammenhalt
Nach außen hin wird durch Afterwork-Events ein starker Zusammenhalt suggeriert, doch im Arbeitsalltag herrscht eine ausgeprägte Einzelkämpfer-Mentalität. Eine echte Teamkultur existiert kaum. Unterstützung untereinander ist eher die Ausnahme.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte agieren primär als Fachkräfte in Beratungsrollen, wodurch die eigentliche Führungsarbeit (Planung, Struktur, Mitarbeiterentwicklung) völlig auf der Strecke bleibt. Die Kommunikation ist diffus, und Aufgaben werden oft erst 'auf den letzten Drücker' unter extremem Zeitdruck delegiert. Besonders kritisch ist die mangelnde professionelle Distanz: Grenzüberschreitende Einmischungen in das Privatleben der Mitarbeitenden sind an der Tagesordnung und schaffen ein belastendes Klima.
Arbeitsbedingungen
Keine Stehplätze verfügbar. Laptops sehr schwach.
Interne Softwares sind vorhanden. Die internen Kommunikationsregeln und Freigabeprozesse sind jedoch Contraproduktiv.
Es existieren Desk-Sharing Plätze.
Verpflegung ist gewährleistet.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist sehr lückenhaft. Informationen fließen nicht proaktiv, sondern oft erst unter Druck oder wenn es bereits zu spät ist. Es fehlt an einer klaren Linie und verlässlichen Ansagen durch die Führungsebene.
Die professionelle Distanz wird leider nicht immer gewahrt. Es kommt vor, dass private Angelegenheiten der Mitarbeitenden ungefragt zum Thema gemacht oder kommentiert werden. Hier fehlt das Gespür für eine gesunde Grenze zwischen Job und Privatleben.
Interessante Aufgaben
Wer als Werkstudent wertvolle Einblicke in die Kundenberatung sucht, wird enttäuscht. Ca. 98 % der Arbeitszeit bestehen aus dem Erstellen von PowerPoint-Folien im Back-Office. Davon landet wiederum der Großteil im Papierkorb, da die interne Kommunikation so mangelhaft ist, dass Vorgaben ständig revidiert werden. Ein „Learning“ findet kaum statt, da man lediglich isolierte Teilaufgaben ohne Kontext zur Gesamtsituation beim Kunden bearbeitet.