Eine sehr unprofessionelle Firma. Unangenehme Arbeitsatmosphäre.
Arbeitsatmosphäre
Kollegen sind nicht freundlich.
Die Arbeitsatmosphäre war oft angespannt, da der Firmeninhaber manchmal Vorstellungen hatte, die in Deutschland nicht als üblich gelten. Hier sind einige Beispiele:
Anrufe außerhalb der Arbeitszeiten
Erledigung privater Aufgaben für den Chef, z. B. Möbelumzüge, Getränketransporte, Gartenarbeit am Haus des Chefs
Es gab sogar Besprechungen an Sonntagen, obwohl die offizielle Arbeitszeit von Montag bis Freitag war
Unregelmäßigkeiten während der Corona-Zeit (wir arbeiteten in Vollzeit, aber auf dem Papier war es nur Teilzeit)
Kommunikation
Die Kommunikation läuft so ab, dass man häufig Nachrichten auch nach 23 Uhr erhält – mit Informationen darüber, wo man am nächsten Tag arbeiten soll. Wenn man seine Unzufriedenheit darüber äußert, muss man mit einer Kündigung rechnen.
Kollegenzusammenhalt
Der Chef erkundigt sich in Einzelgesprächen häufig danach, wie bestimmte Personen sind, und überschreitet dabei oft die Grenze zur Privatsphäre. Leider arbeiten viele Ausländer in der Firma, deren Aufenthaltsstatus in Deutschland von diesem Unternehmen abhängt – daher traut sich niemand, sich offen zu äußern. Ich konnte keinem einzigen Kollegen vertrauen, denn jede private Aussage gelangte letztlich zum Inhaber der Firma.
Work-Life-Balance
So etwas wie Work-Life-Balance existiert in diesem Unternehmen nicht. Die Firma ist sehr klein und auf dem Markt kaum bekannt. Sie nimmt häufig Aufträge und Projekte an, die kein seriöses Unternehmen übernehmen würde. Das bedeutet unter anderem Arbeit an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen.
Zudem betreibt das Unternehmen mehrere Schein-Firmen außerhalb der EU. Es arbeiten oft Kollegen mit, die kein Deutsch sprechen, keine Kenntnisse über ihre Rechte in Deutschland haben und gezwungen werden, alles auszuführen, was ihnen befohlen wird. Die Firma stellt diesen Arbeitskräften zwar eine Unterkunft zur Verfügung, allerdings arbeiten sie offiziell für eine Firma, die beispielsweise in Slowenien gemeldet ist – was jedoch nur auf dem Papier existiert.
Vorgesetztenverhalten
Uns wird ständig die Geschichte erzählt, dass wir alle eine große „blaue Familie“ seien. Ich bin diese ständige Erzählung über „Firma als Familie“ ehrlich gesagt leid – ich wollte einfach nur acht Stunden am Tag in einer angenehmen Atmosphäre arbeiten. Aber so etwas gibt es hier nicht.
Interessante Aufgaben
Das gibt es hier nicht – dazu muss man wirklich nichts weiter sagen