Statt Moonshot Thinking mal wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homeoffice ist das größte Benefit. Wenn es das nicht mehr gibt wird es eng.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlechte Kommunikation. Arroganz der Führungskräfte. Fokus auf die falschen Dinge. Wertschätzung gegenüber der Mitarbeiter nur auf dem Papier.
Verbesserungsvorschläge
Die Führungsebene muss mal wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommen. Man kann nicht wirtschaftlich arbeiten, wenn man sich auf alten Sachen ausruht und versucht auf Zwang KI ins Spiel zu bringen. Anstatt die Qualität der eigenen Projekte und Produkte zu verbessern, wird nur viel geredet. Die Leute, die wirklich pushen wollen/wollten werden entweder klein gehalten oder gehen gelassen. Es wird zu viel geredet und zu wenig gemacht. Nach innen, wie nach außen. Begebt euch mal wieder auf Augenhöhe und behandelt die, die am Ende das Geld einfahren nicht von oben herab.
Arbeitsatmosphäre
Das Klima ist seit gut zwei Jahren angespannt, aber seit letztem Jahr Dezember komplett im Keller. Eine Kündigungswelle ohne große Ankündigungen und sehr schlechte Kommunikation danach, haben ein Klima der Unsicherheit und stellenweise sogar Angst (den Job zu verlieren) gefördert.
Image
Naja. Intern denkt man, man hat ein tolles Image. Nach außen sieht das aber ganz anders aus, wenn man sich mal umhört. Es wird versucht mit Sponsoring was zu retten. Zusätzlich gibt es Beiträge auf Instagram, die aber doch sehr zum Fremdschämen sind.
Work-Life-Balance
Homeoffice. Keine Kernarbeitszeit. Da kann man nicht viel gegen sagen. Man läuft natürlich Gefahr keinen richtigen Feierabend zu haben. Aber das ist jedem selbst überlassen, wie er/sie das Hand habt.
Karriere/Weiterbildung
Beides nahezu null. Karriere kann man machen, wenn man auf Linie der Geschäftsführung ist. Weiterbildung, wie Konferenzen wurden gestrichen. Das Geld steckt man dann doch lieber in KI, so kann man sich den einen oder anderen Mitarbeiter sparen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt stagniert schon seit Jahren im unteren Bereich. Natürlich leben wir in Thüringen, da sind die Löhne etwas geringer. Aber man sollte nicht vergessen, dass auch die Mitarbeiter mit der Inflation zu kämpfen haben. Boni und Gehaltserhöhungen sind auf unbestimmte Zeit gestrichen oder stark eingeschränkt. Dafür wird viel Geld in KI investiert. Natürlich um alle zu entlasten....... Der eine Obstkorb ist zwar nett, aber das würde ich nicht mehr als Benefit verkaufen. Gesundheitstage gelten als Freizeit, vielleicht machen darum auch so wenige mit.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ja, doch. Das ist in Ordnung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team und auch mit dem einen oder anderen Kollegen außerhalb des Teams passt weiterhin.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich es mitbekomme ist auch der Umgang mit älteren Kollegen in Ordnung.
Vorgesetztenverhalten
Ehrlich gesagt schlecht. Kritik wird nicht mehr gerne gesehen. Verbesserungsvorschläge verpuffen. Die Führungsebene strotzt nur so vor Arroganz, aber am Ende kommt nicht viel bei rum. Think moonshot ist das neue Kredo, aber wirklich eine saubere Führung da hin gibt es nicht. Manager und Direktoren machen am Ende nur noch das, was von ganz oben vorgegeben wird. Man hat immer mal das Gefühl, dass es nicht die fachliche Qualifikation ist, die einem einen Führungsposten einbringt.
Arbeitsbedingungen
Homeoffice ist super. Möchte man mal im Büro arbeiten wird es eng. Wer Großraumbüros mag wird hier glücklich. Ansonsten muss man sagen, dass Homeoffice durch den Mangel an ausreichend Arbeitsplätzen auch für den Vorstand ein Glücksgriff ist. Die Technik ist Standard. Um neues muss man hart kämpfen und wirklich sehr gut begründen.
Kommunikation
Die Kommunikation von oben nach unten ist nur scheinbar transparent. Es gibt monatliche Unternehmensupdates. Was am Ende aber wirklich gemacht und geplant wird, erfahren alle erst, wenn die Dinge bereits umgesetzt sind. Wie mit den Kündigungen umgegangen wurde, war unter aller Sau.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird gefordert und auch größtenteils gelebt. Da gibt es nicht viel gegen zu sagen.
Interessante Aufgaben
Wenn man es mag jeden Tag das gleiche zu tun, dann ja. Ansonsten gibt es nicht wirklich spannendes. Natürlich lebt eine Firma wie die Ibykus von Langzeitaufträgen und -projekten, aber selbst da kann man für Abwechslung sorgen.
