Fragwürdiger Umgang mit Krankheit und BEM Verfahren
Verbesserungsvorschläge
Vorgesetzte sollten langjährige Betriebszugehörigkeit stärker wertschätzen, krankheitsbedingte Ausfallzeiten differenziert betrachten insbesondere bei Arbeitsunfällen, BEM-Gespräche transparent und lösungsorientiert führen, Einschätzungen des Betriebsrats ernsthaft in Entscheidungen einbeziehen, Einsatzbereiche klar regeln um Arbeitsunfälle zu vermeiden, ehrlich und konsistent kommunizieren, Verantwortung persönlich übernehmen auch bei gerichtlichen Terminen, Kündigungen wirklich als letztes Mittel einsetzen und wirtschaftliche Interessen nicht über soziale Verantwortung stellen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Arbeitskollegen war sehr gut, und der Betriebsrat zeigte sich engagiert und unterstützend.
Vorgesetztenverhalten
Nach der Übernahme von ATU durch ID Logistics haben sich die Rahmenbedingungen für langjährige Mitarbeiter aus unserer Sicht deutlich verschlechtert.
Mein Mann war nahezu 15 Jahre bei ATU beschäftigt. Nach der Übernahme kam es zu mehreren Entwicklungen, die wir als problematisch empfunden haben. Trotz der langen Betriebszugehörigkeit wurde der Umgang mit krankheitsbedingten Ausfällen als wenig verständnisvoll wahrgenommen. Besonders zu erwähnen ist ein Arbeitsunfall, der in einer Abteilung geschah, in der mein Mann eigentlich nicht eingesetzt werden sollte. Die daraus resultierenden Fehlzeiten wurden später aus unserer Sicht nicht ausreichend berücksichtigt.
Die durchgeführten BEM-Gespräche wirkten formal, aber nicht lösungsorientiert. Der Betriebsrat war hinzugezogen und äußerte die Einschätzung, dass eine positive Entwicklung der Krankheitstage zu erwarten sei. Diese Prognose fand nach unserem Eindruck jedoch keine Berücksichtigung bei den weiteren Entscheidungen.
In der Folge kam es zu einer Kündigung, die gerichtlich überprüft wurde. Beim Termin vor dem Arbeitsgericht waren weder der zuständige Vorgesetzte noch die anwaltliche Vertretung persönlich anwesend, sondern lediglich p

