In der Branche als Firma viel Potenzial, in der Praxis nur sehr bedingt empfehlenswert für Beschäftigte.
Gut am Arbeitgeber finde ich
In Deutschland Tariftreue, absolut pünktliche Gehaltszahlungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In zu vielen Bereichen sehr schlechtes Führungsverhalten. Das drückt die Stimmung, die Arbeitsmoral, den Zusammenhalt. Aussendarstellung bestes "Werbeversprechen", hinter den Kulisssen und unter vorgehaltener Hand zu oft sehr mager.
Verbesserungsvorschläge
Dringend an der Führungsmentalität arbeiten. Führungspersönlichkeiten nicht ausschliesslich nach fachlicher Qualifikation benennen/auswählen. Sozialkompetenz sollte stärker im Fokus stehen. Mag zwar im konservativen Denken als Schwäche gelten. Hilft aber den Mensch nicht nur als Resource zu betrachten. Das hilft gegen "aussen hui, innen pf.i". Bei der Auswahl auch mal beleuchten, wer bereits ehrenamtlich langjährig führt - da hat man nämlich keine Weisungsbefugnis etc. und muss dennoch Teams zusammen halten.
Ansonsten ehrlichen, transparenten und konstuktiven Umgang nicht nur "propagieren", sondern einfach mal den Mut aufbringen dies zu leben. Die Stärke haben als Führungskraft anderes Denken nicht als persönlichen Angriff auf Fachkompetenzen zu empfinden.
Arbeitsatmosphäre
Eine Frage der "richtigen" Abteilung. Von ganz mies (mittelalterliches Ständedenken) bis sozial empathisch und innovativ ist alles möglich. In den operativen Einheiten besser und ehrlicher, im klassischen Verwaltungsbereich zum Teil sehr anonym.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich durch Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice gut. In der Praxis sehr stark von der Abteilungsleitung abhängig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In der Aussendarstellung top, in der praktischen Umsetzung eine Frage des Budget, des Baustellenteams, des Vorgesetzten etc.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsprogramm vorhanden und umfangreich. Nutzungsmöglichkeiten bestimmt die Führungskraft, selten die persönlichen Fähigkeiten des Beschäftigten.
Kollegenzusammenhalt
Durch viele Umstruktrukrierungen und Fluktuation "altgedienter" braucht es Zeit um wieder wie eine Familie zusammen zuhalten.
Umgang mit älteren Kollegen
Nach Umstrukturierungen und Verkauf schlechter geworden, was sich wiederum in der Fluktuation der "alt-gedienten" zeigt.
Vorgesetztenverhalten
Leider in der Mehrzahl schlecht (wenige Leuchttürme). Drop down, wenig soziale Kompentenz, bedingte Kritikfähigkeit, häufige Gesprächsablehnungen...
Arbeitsbedingungen
Technisch gut - höhenverstellbare Tische, Diensthandys, Firmenwagen, vernünftige Bildschirme und Bürostühle, augenfreundliches Beleuchtungskonzept.....
Kommunikation
Buschfunk, weil die "Schweiz" als Mutter vorgibt was, wann und wie kommunikationswürdig ist (hat sich zuletzt mehr nach Glaubensgemeinschaft satt Unternehmen angefühlt). Je nach Abteilungsleitung wird das "obrigkeitshörig" so weiter gelebt, vereinzelt (also positiv) wird im Rahmen der Möglichkeiten versucht den eigenen Mitarbeitern Transparenz zu ermöglichen.
Gehalt/Benefits
Grundsätzlich gut, da Gehaltsschema nach Tarif. In der Praxis fehlen oft Stellenbeschreibungen & somit erfolgen Eingruppierungen gerne mal nach Nasenfaktor statt Qualifizierung/Tätigkeit.
Gleichberechtigung
Über die Jahre weniger Diskriminierung zwischen den Geschlechtern. Ist halt der "Bau". Im operativen Geschäft eher mögliches Thema, in der Verwaltung nahzu keines.
Interessante Aufgaben
Hängt a) von der Abteilung/der Einheit ab und b) was die Führungskraft zulassen möchte.


