Viel Vision, wenig Struktur: Monologe statt Onboarding, 10-Stunden-Tage, Kündigung per Geräte-Reset
Gut am Arbeitgeber finde ich
Intensiver erster Kennenlerntermin mit Einführung in Strukturen.
Klare Vision/Drive für das Eigenprojekt (hohe Ambition, Zuversicht).
Hilfsbereiter Technik-Kollege (externer MA hat Setup zügig ermöglicht).
Remote-Arbeitsumgebung grundsätzlich möglich.
Gehalt pünktlich gezahlt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Projektklarheit: Statt angekündigtem Kundenprojekt sofort Einsatz im US-Eigenprojekt; frühere „coole Ideen“ spielten keine Rolle.
Onboarding/Prozesse: Keine Tickets/Tasks/Doku; Aufgaben rein mündlich, monologlastig, wenig Raum für Rückfragen.
Codebasis/Qualität: Einstieg schwer; begonnene Refactorings gestoppt („erst liefern, später aufräumen“); deine Verbesserungen wurden gefühlt nicht geprüft.
Kommunikation: Rückfragen blieben teils offen; spontane Abend-Calls (18–19 Uhr+), gelegentlich angespannter/herablassend wirkender Ton.
Work-Life-Balance/Rücksicht: Sehr lange Arbeitstage (10 h+); Anrufe wiederholt genau zum Fastenbrechen trotz Hinweis.
Krankheit & Offboarding: Während Arbeitsunfähigkeit wurden Zugänge deaktiviert/Laptop zurückgesetzt; Kündigung telefonisch ohne vorheriges Abschlussgespräch; postalischer Originalvertrag zuvor trotz Nachfrage nicht zugegangen.
Hardware-Logistik: Zu Beginn Selbstabholung (≈1,5 h, am Vorabend des Starts); Monate später Frist zur persönlichen Abgabe trotz angebotener Abholfenster; kurzfristige „in 1 h zuhause?“-Anrufe trotz bekannter Arbeitszeiten.
Verbesserungsvorschläge
Strukturiertes Onboarding: Tickets, klare Aufgabenbeschreibungen, kurze Doku; definierte Q&A-Slots und Antwortzeiten.
Code-Qualität pragmatisch: Refactorings angehen
Vorgesetztenverhalten: Dialog statt Monolog, konkret umsetzbares Feedback, eher ruhigen Ton verwenden.
Krankheit & Offboarding: Erst Gespräch, dann IT-Maßnahmen; Kündigung mit regelhaftem und würdevollen Abschlusscall
Verträge & Dokumente: Digital und postalisch rechtzeitig; Empfang bestätigen.
Hardware-Prozess: Übergabe nicht vernachlässigen, sondern min. 1 Woche vor Start planen; Rückgabe als Abholung mit 48–72 h Vorlauf, Vollmacht & Übergabeprotokoll; keine Ad-hoc-Selbstabholung.
Arbeitsatmosphäre
Anfangs freundlich und motivierend, später angespannt und wechselhaft (mein Eindruck).
Monologlastige Briefings statt Dialog; wenig Raum für Rückfragen → Unsicherheit bei Zielen.
Lange Tage (oft 10+ Std.) führten bei mir zu spürbarer Erschöpfung.
Positiv: Hilfsbereitschaft einzelner Kollegen im Setup.
Kommunikation
Keine Tickets/Doku, Aufgaben überwiegend mündlich; Entscheidungen oft spontan
Kurzfristige Anrufe am Abend (18–19 Uhr+), oft ohne vorherige Terminierung.
Rückfragen blieben phasenweise unbeantwortet; Steps selten schriftlich fixiert.
Kollegenzusammenhalt
Externer Kollege beim technischen Setup sehr hilfsbereit.
Kleines Team; ad-hoc-Abstimmung funktionierte situativ, aber ohne feste Prozesse.
Kein erkennbares Onboarding-System oder definierte Ansprechpartner (mein Eindruck).
Work-Life-Balance
Dailys um 08:00 Uhr okay, aber in Summe wenig Rücksicht auf Privatzeiten.
Spontane Abend-Calls (18/19 Uhr) → geringe Planbarkeit.
Während Fastenzeit fielen Anrufe mehrfach genau ins Fastenbrechen, obwohl kommuniziert.
Praktisch häufig Überstunden (mein Erlebnis), um Erwartungen gerecht zu werden, die
Vorgesetztenverhalten
Hohe Vision/Anspruch, aber Tonlage wirkte teils herabsetzend/angespannt (subjektiver Eindruck).
Monologe statt Dialog, Feedback selten konkret umsetzbar.
Offboarding während Krankheit: Zugänge deaktiviert/Reset, Kündigung per Telefon ohne vernünftiges Abschlussgespräch.
Interessante Aufgaben
Angekündigtes Kundenprojekt trat nicht in Erscheinung; stattdessen US-Eigenprojekt.
Aufgaben oft ungenau beschrieben; wenig strukturierte Teilziele.
Refactorings untersagt („erst liefern, später aufräumen“) → fachlich eingeschränkter Gestaltungsspielraum.
Arbeitsbedingungen
Remote-Setup grundsätzlich möglich, Arbeitsmaterial in Ordnung
Fehlende Dokumentation/Tickets, kein klarer Dev-Prozess (
Schlechte Codebasis erschwerte Einstieg; Refactoring nicht gewünscht.
Hardware-Logistik unplanbar: Selbstabholung 1,5 h entfernt am Vorabend des Starts; Monate später Frist zur persönlichen Abgabe trotz angebotener Abholfenster.
Image
Starke Vision der Firma wird selbstbewusst kommuniziert.
Mein Erleben stand dazu im Widerspruch.